Samstag, 25 November 2017
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UN-Generalsekretär Ban Ki-moon: Erklärung zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut

In Kürze erreichen wir das Ende des ersten Jahres der Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Mit ihren 17 nachhaltigen Entwicklungszielen (SDG’s) ist die Agenda 2030 eine universelle Vision für Frieden, Wohlstand und Würde für alle Menschen auf einem gesunden Planeten. Ohne die Umsetzung von SDG 1, also die Beendigung jeder Form von Armut auf dem Planeten, ist diese Vision unvorstellbar.

Heute leben beinahe eine Milliarde Menschen in extremer Armut und mehr als 800 Millionen leiden unter Hunger und Unterernährung. Aber Armut kann nicht allein an unzureichendem Einkommen gemessen werden. Armut manifestiert sich auch in beschränktem Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung und anderen grundlegenden Leistungen sowie – viel zu häufig – in der Verweigerung und Verletzung anderer Menschenrechte. Armut ist sowohl Ursache als auch Konsequenz sozialer Ausgrenzung. Wenn wir das Versprechen der Agenda 2030, niemanden zurückzulassen, erfüllen wollen, dann müssen wir uns mit der Herabwürdigung und Ausgrenzung in Armut lebender Menschen beschäftigen.

Demütigung und Ausgrenzung bieten starken Antrieb für soziale Unruhen und, in extremen Fällen, den gewaltätigen Extremismus, der so viele Teile der Erde plagt. Dennoch begegnen Menschen in Armut, in den meisten Fällen, diesen gesellschaftlichen Missständen mit stoischem Widerstand und dem Bemühen der erniedrigenden Realität ihres täglichen Lebens zu entkommen. Es ist die Pflicht aller Regierungen und Gesellschaften sozialökonomische Ungleicheiten zu bekämpfen und die Beschäftigung von Menschen in extremer Armut zu vereinfachen. So können diese sich selber, ihren Familien und ihren Gemeinschaften helfen, eine gerechtere, nachhaltigere und erfolgreiche Zukunft für alle zu schaffen. Die Botschaft des heutigen Tages lautet: „Von Demütigung und Ausgrenzung zu Teilhabe: Armut in allen Formen Beenden“. Wir müssen die Mauern der Armut und Ausgrenzung, unter den so viele Menschen auf der Welt leiden, abbauen. Wir müssen integrative Gesellschaften bilden, welche die Teilhabe von Allen fördern. Wir müssen sicherstellen, dass die Stimmen aller Menschen, die in Armut leben, gehört werden.

Lasst uns an diesem Internationalen Tag für die Beseitigung von Armut die Stimmen der Menschen in Armut hören und beachten. Lasst uns uns verpflichten, die Menschenrechte aller Menschen zu verteidigen und die Demütigung und soziale Ausgrenzung von in Armut lebenden Menschen zu beenden. Lasst uns ihre Einbeziehung in globale Bemühungen fördern and extreme Armut für immer beenden.

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