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UN-Generalsekretär Ban Ki-moon: Erklärung zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen, 25. November 2016

22. November 2016 (UNRIC) – Endlich gibt es ein weltweit wachsendes Bewusstsein, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen eine Verletzung der Menschenrechte bedeutet, die Gesundheit der Menschen bedroht und ein ernstes Hindernis für nachhaltige Entwicklung darstellt. Aber es gibt noch immer mehr, was wir tun können und müssen, um dieses Bewusstsein in echte Vorbeugung und Reaktionen zu verwandeln.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen verursacht hohe Kosten für Familien, Gemeinschaften und die Volkswirtschaft. Wenn Frauen in Folge von Gewalt nicht mehr arbeiten können, laufen sie Gefahr, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Sie erleiden Einkommensverluste, verlieren ihre Selbstständigkeit und ihre Fähigkeit, Beziehungen zu beenden, in denen sie missbraucht werden. Gewalt gegen Frauen führt auch zu verminderter Produktivität von Unternehmen und entzieht Sozial- und Gesundheitssystemen sowie dem Justizwesen wertvolle Ressourcen. Häusliche Gewalt oder die des Partners ist weitverbreitet. Erschwerend kommt hinzu, dass diese Taten häufig nicht verfolgt werden. In Folge entsteht großes Leid, und die Frauen werden von ihrer umfassenden und legitimen Rolle in der Gesellschaft ausgeschlossen.

Die Welt kann es sich nicht leisten, diesen Preis zu bezahlen. Frauen und Mädchen können das ebenso wenig. Und sie sollten es nicht. Dennoch ereignet sich diese Art von Gewalt Tag für Tag auf der Welt. Und Bemühungen, diese Herausforderung anzugehen, sind chronisch unterfinanziert – trotz aller Zusagen der Politik.

Seit 2008 habe ich die UNiTE Kampagne zum Ende von Gewalt gegen Frauen angeführt. Sie fordert zu globalem Handeln auf, um Ressourcen zu erhöhen und Lösungen zu entwickeln. Ich fordere alle Regierungen auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen und die nationalen Ausgaben in allen dafür nötigen Bereichen drastisch zu erhöhen. Das schließt die Unterstützung für Organisationen der Frauenbewegung und der Zivilgesellschaft mit ein. Ich fordere die Staats- und Regierungschefs auf, Beiträge für UN Women und den UN Treuhandfonds gegen Frauengewalt zu leisten. Wir wenden uns dabei auch an den privaten Sektor, Spender und alle Bürger, die ihren Beitrag dazu leisten wollen.

Heute blicken wir auf eine Welt, die orange erstrahlt und eine leuchtende Zukunft für Frauen und Mädchen symbolisieren soll. Mit gezielten Investitionen können wir diese Lichter am Leuchten halten, Menschenrechte wahren und Gewalt gegen Frauen und Mädchen für immer auslöschen.

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