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Generalsekretär Kofi A. Annan:“Informations- und Kommunikationstechnologien sind Priorität für Afrikas Entwicklung“

UNIC/551

Erklärung zum Tag der Industrialisierung Afrikas, 20. November 2002

NEW YORK, 19. November - Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat in ihrer Resolution 44/237 vom 22. Dezember 1989 den 20. November zum Tag der Industrialisierung Afrikas ausgerufen. Aus diesem Anlass hat UNO-Generalsekretär Kofi Annan folgende Erklärung veröffentlicht:

Das Thema des diesjährigen Tages “Die Industrialisierung Afrikas und die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien“ soll die Bedeutung der digitalen Revolution bei den Bemühungen Afrikas für die Milderung der Armut und die Erlangung industrieller Entwicklung unterstreichen.

Afrika steht auf diesem Gebiet weiterhin ernsthaften Hindernissen gegenüber, einschließlich Schwächen bei potentiellen Arbeitskräften, Infrastrukturen und Institutionen, Problemen in der Regierungsführung und Zöllen, die von der Produktion verarbeiteter Güter abschrecken und deren Zugang zu globalen Märkten einschränken. Während Informations- und Kommunikationstechnologien (ICTs) nicht alle diese Probleme ansprechen können, können sie viel dazu beitragen, um Afrika einen festeren industriellen Stand zu geben.

Informationstechnologien sind ein fundamentaler Teil der industriellen Entwicklung. Sie können die Effizienz von Produktionssystemen verbessern. Und sie können entlegene Orte miteinander verbinden und dabei die Transport- und Kommunikationskosten verringern.

Aber es geht nicht nur darum, dass der Informationsgehalt industrieller Tätigkeiten rasch ansteigt. Informations- und Kommunikationstechnologien können wertvolle Informationen über Absatzmöglichkeiten für afrikanische Produzenten ermöglichen, während gleichzeitig ihre Kapazität bei der Vermarktung ihrer Produkte gesteigert wird, z.B. durch die Vernetzung afrikanischer Industrie- und Handelszentren mit ihren Partnern in der restlichen Welt. ICTs können auch die Arbeitskräfte des Kontinents stärken. Sei es durch Schulungen, um nachhaltigen Lebensunterhalt zu schaffen oder durch Fernstudien, die entlegene und ländliche Gebiete verbinden; oder indem sie hochqualitative medizinische Informationen weitestgehend verbreiten, die beim Kampf gegen tödliche und schwächende Krankheiten wie HIV/AIDS helfen.

Die Entwicklung von ICTs ist eine der Prioritäten der Neuen Partnerschaft für Afrikas Entwicklung (NEPAD). Afrikanische Regierungen müssen gewährleisten, dass sie das Äußerste geben, um ihren Völkern bei der Ergreifung von Möglichkeiten, die sich durch die digitale Revolution ergeben, zu helfen. Industrieländer, als Partner in NEPAD, müssen diese Bemühungen unterstützen. Ich dränge im besonderen die Privatwirtschaft, nach Investitionsmöglichkeiten in Afrika zu schauen und mit Regierungen und internationalen Organisationen zusammenzuarbeiten, um Bedingungen für förderliche Investitionen zu schaffen. Das System der Vereinten Nationen und die Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) werden ebenso ihren Teil dazu beitragen, um zu gewährleisten, dass ICTs die Bemühungen des Kontinents in Richtung industrielle Entwicklung und ein Streben nach Fortschritt und Frieden unterstützen.

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