Freitag, 24 November 2017
UNRIC logo - Deutsch
                

Generalsekretär Kofi A. Annan: „Umweltschäden dürfen nie zum absichtlichen Kriegsziel werden“

UNIC/544

Erklärung zum Internationalen Tag für die Verhütung des Missbrauchs der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten - 6. November 2002

NEW YORK, 5. November 2002 - Aus Anlass des Internationalen Tags für die Verhütung des Missbrauchs der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten hat Generalsekretär Kofi A. Annan folgende Erklärung veröffentlicht:

Heute begehen wir zum ersten Mal den Internationalen Tag für die Verhütung des Missbrauchs der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten, der von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ausgerufen wurde.

Krieg ruft nicht nur menschliches Leid hervor, er kann auch verheerende Folgen für die Umwelt haben. Noch lange nach der Wiederherstellung eines Friedens wirken die negativen Folgen eines Konfliktes in der Umwelt fort.

Die Vereinten Nationen werden regelmäßig um Gutachten über die Auswirkung bewaffnete Konflikte auf die Umwelt ersucht. Dabei wurde eine Vielzahl von Umweltfolgen eines Krieges festgestellt: Verschmutzungen durch Öl und Chemikalien nach Bombenangriffen; die unkontrollierte Plünderung natürlicher Ressourcen durch bewaffnete Kräfte; die Gefahr durch Landminen, Blindgänger und andere Kriegsmittel für Boden, Lebensunterhalt und Menschenleben; sowie die negativen Folgen der Verschiebung großer Bevölkerungsgruppen auf Gewässer, die biologische Vielfalt und andere Ökosysteme.

Es gibt internationale Konventionen über die Verbreitung atomarer, chemischer und biologischer Waffen, aber neue Technologien, wie abgereicherte Uranmunition, stellen eine bisher unbekannte Gefahr für die Umwelt dar. Umweltschäden, die durch Krieg verursacht werden, sind somit auch ein Hindernis für die Wiederherstellung des Friedens und der gesellschaftlichen Ordnung.

Daraus müssen wir die Lehre ziehen, dass die moderne Kriegführung auch Regeln für den Erhalt der Umwelt erfordert, ebenso wie in früheren Kriegen die Notwendigkeit erkannt wurde, die Auswirkungen des Krieges auf die Zivilbevölkerung und Kriegsgefangene zu regeln.

Es muss alles getan werden, um Umweltzerstörungen als Folge von Kriegen zu verhindern. Umweltschäden können eine allgemeine Folge des Krieges sein, aber sie dürfen nie zu dessen absichtlichem Ziel werden. Die internationale Gemeinschaft muss alle absichtlichen Umweltzerstörungen während eines Konflikts rückhaltlos verurteilen.

Aber die Umwelt muss auch in Friedenszeiten geschützt werden. Die Rücksicht auf die Umwelt ist für unsere gemeinsame Zukunft unverzichtbar. Jedermann, jede Organisation und jede Regierung hat die Pflicht dazu beizutragen, den Reichtum der Erde für nachfolgende Generationen zu bewahren. Das ist der einzige Kampf, den wir führen sollten.

Praktikant/-in für Bonner UNRIC-Büro gesucht

UNRIC bietet im Bonner Büro ein 8- bis 12-wöchiges Praktikum ab Mai 2018 an.
Bewerber/-innen sollten sich noch im Studium befinden, oder vor kurzem ihr Studium beendet haben und erste Erfahrungen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder im Journalismus besitzen.
Sehr gute Englisch- und Deutschkenntnisse sind Voraussetzung. Das Praktikum ist unbezahlt.
Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen an:
[email protected]

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2774
Fax: +49 (0)228 / 815-2777

UN Card 2016 DE 250px front