Dienstag, 21 November 2017
UNRIC logo - Deutsch
                

UNDP, Weltbank und GEF verpflichten sich zur Senkung der Umweltauswirkungen des Johannesburg-Gipfels

UNIC/518

Konferenzteilnehmer wollen CO2-Ausstoß ihrer Flugreisen durch Zahlungen an lokalen Fonds zur Förderung regenerativer Energien in Südafrika ausgleichen

NEW YORK, 15. August 2002 - Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und weitere internationale Behörden wollen dafür Sorge tragen, dass die globale Konferenz über nachhaltige Entwicklung, die Ende August in Johannesburg. Südafrika, stattfindet, nicht selbst schädliche Auswirkungen auf die Umwelt haben wird. Die Delegationen von UNDP, des UNO-Umweltfonds (Globale Umweltfazilität) und der Weltbank, die zum Johannesburg-Gipfel fahren werden, sind die ersten zwischenstaatlichen Organisationen, die die Johannesburg-Klima-Initiative unterzeichnet haben. Darin verpflichten sich alle Unterzeichner, für die durch ihre Flugreise und Teilnahme hervorgerufenen Emissionen Ausgleichzahlungen an einen Treuhandfonds für nachhaltige Entwicklung zu leisten.

Die Organisationen wollen mit dieser Zahlung die Menge an Kohlendioxid „neutralisieren“, die durch ihren Hin- und Rückflug ausgestoßen wird. Alle Mittel, die durch diese Initiative im Rahmen eines größeren Programms zur „Vergrünung“ des Johannesburg-Gipfels aufgebracht werden, fließen in einen Treuhandfonds der Entwicklungsbank Südafrikas. Dieser Fonds wird ein dauerhaftes Legat für Südafrika schaffen und zur Finanzierung der langfristigen Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes und zur Förderung regenerativer Energien sowie zur Verbesserung der Energieeffizienz in Schulen, Krankenhäusern und Gemeinden beitragen.

„Die Johannesburg-Klima-Initiative bietet dem Entwicklungsprogramm eine hervorragende Gelegenheit, um durch praktische Maßnahmen gegen den Klimawandel ein Beispiel zu geben, das auch den lokalen Gemeinden greifbare Vorteile bringt“, betont UNDP-Administrator Mark Malloch Brown.

„Mit der Johannesburg-Klima-Initiative wird ein in der Öffentlichkeit weit sichtbares und umfassendes Projekt zur Senkung des Kohlendioxidausstoßes in Angriff genommen, das weltweit seinesgleichen sucht. Ich begrüße daher den Beitrag der Weltbank, der GEF und des UNDP“, fügt der südafrikanische Umweltminister Valli Moosa hinzu.
Saliem Fakir, der Vorsitzende der Leitungsgruppe dieser Initiative, unterstrich, wie wichtig die stärkere Bewusstseinsbildung für Fragen des Klimawandels in Südafrika ist, und dankte den drei Organisationen ebenfalls für diesen Schritt. „Sie geben damit ein Beispiel für den Rest der Welt, denn sie lassen ihren Worten auch konkrete Taten folgen.“

Der Vorsitzende der GEF, Mohamed T. El-Ashrey, begrüßte die Gelegenheit, einen Beitrag zu dieser Initiative leisten zu können. „Das Credo der GEF ist der Schutz der globalen Umwelt durch Partnerschaften zwischen Akteuren auf lokaler und globaler Ebene. Wir wollen sicherstellen, dass die Kohlendioxid-Fußspuren, die jedes Mitglied der GEF-Delegation auf dem Gipfel hinterlässt, auf eine Art und Weise ausgeglichen werden, die der Bevölkerung Südafrikas durch Projekte für regenerative Energien und bessere Energieeffizienz in diesem Land zugute kommen. Wir sehen darin einen ausgezeichneten Weg zur konkreten Umsetzung unseres Bekenntnisses zur globalen Umwelt.“

Der im Zusammenhang mit dem Johannesburg-Gipfel entstehende Kohlendioxidausstoß wird auf insgesamt 289.619 Tonnen CO5 geschätzt. Die Klima-Initiative will bis September 2002 fünf Millionen US-Dollar aufbringen, um zur Linderung der Auswirkungen dieser Emissionen beizutragen. Unternehmen sind eingeladen Klimazertifikate im Wert von 1.000 bis 100.000 US-Dollar zu kaufen. Einzelne Teilnehmer können unter http://www.climatelegacy.org/ 10 US-Dollar-Zertifikate online erwerben.

“Vergrünung“ des Johannesburg-Gipfels

Dieses Projekt will beitragen, das öffentliche Verständnis für Umwelt- und nachhaltige Entwicklungsfragen zu schärfen. Dazu sollen während des Weltgipfels vom 26. August bis 4. September in Johannesburg beste Praktiken und innovative Maßnahmen vorgestellt werden. Das Projekt will die ökologischen Auswirkungen der Konferenzen reduzieren und Verständnis für die Herausforderungen und Chancen der Förderung eines profunden Umweltmanagements und der nachhaltigen Entwicklung unter den am Gipfel teilnehmenden Delegierten sowie den Entscheidungsträgern und Vertretern der Zivilgesellschaft in Südafrika wecken.

Das Projekt wird von der Globalen Umweltfazilität (GEF), UNDP und der südafrikanischen Regierung finanziert, von UNDP umgesetzt und konkret vom Ministerium für Landwirtschaft, Naturerhaltung, Umwelt und Bodenmaßnahmen der Provinz Gauteng in enger Partnerschaft mit der südafrikanischen Gesellschaft für den Johannesburg-Weltgipfel durchgeführt.
_________________________

Weitere Informationen sind erhältlich bei Ana Gerez, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , Tel.: (+1-212) 906-6127, oder den JCL Kampagne-Koordinatoren Sue Welland, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , Tel.: (+44) (0) 7802 653-190 und Greg Moore, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , Tel.: (+44) (0) 20 7763-5995.

Praktikant/-in für Bonner UNRIC-Büro gesucht

UNRIC bietet im Bonner Büro ein 8- bis 12-wöchiges Praktikum ab März 2018 an.
Bewerber/-innen sollten sich noch im Studium befinden, oder vor kurzem ihr Studium beendet haben und erste Erfahrungen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder im Journalismus besitzen.
Sehr gute Englisch- und Deutschkenntnisse sind Voraussetzung. Das Praktikum ist unbezahlt.
Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen an:
[email protected]

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2774
Fax: +49 (0)228 / 815-2777

UN Card 2016 DE 250px front