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Auffüllung des globalen Umweltfonds setzt wichtige Impulse für den Johannesburg-Gipfel

UNIC/517

Deutschland beteiligt sich an der Aufstockung der Globalen Umweltfazilität (GEF)

NEW YORK, 14. August 2002 - Die Neuauffüllung des Finanzierungsinstruments Globale Umweltfazilität (GEF) um 2,9 Milliarden US-Dollar hat der Generalsekretär des Johannesburg-Gipfels, Nitin Desai, als positiven Hinweis auf die ernsthaften Bemühungen der Länder für den Weltgipfel über nachhaltige Entwicklung in Johannesburg bezeichnet. Dies sei ein Anzeichen ihrer Bereitschaft, Ressourcen für den Aktionsplan zur Verfügung zu stellen, der aus dem Gipfel in Südafrika Ende des Monats hervor gehen soll.

Die Geberländer hätten nicht nur der bislang höchsten Neuauffüllung der GEF zugestimmt, sondern auch der Nutzung dieser Einrichtung für die Umsetzung der Konvention zur Bekämpfung von Wüstenbildung (UNCCD), die sich mit dem Schutz und der Wiederherstellung von Trockengebieten für die landwirtschaftliche Nutzung befasst. Außerdem soll die Beseitigung schwer abbaubarer organischer Schadstoffe (POPs) unterstützt werden.

Mehr als 100 Staats- und Regierungschefs, sowie Tausende Regierungsdelegierte und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen und der Privatwirtschaft haben ihre Teilnahme an dem Gipfel in Johannesburg angekündigt. Die vom 26. August bis 4. September in Südafrika stattfindende Konferenz ist eine historische Gelegenheit, globalen Konsens über einen Aktionsplan zu finden, der die Umweltzerstörung umkehren und den Lebensstandard der Menschen weltweit verbessern soll.

Über die Bereitstellung neuer Mittel entschieden in Washington 32 Industrie- und Entwicklungsländer. Sie sichert die Finanzierung wichtiger Vorhaben in den nächsten vier Jahren, von 2002 bis 2006. Zusätzlich zu den neuen Aufgaben im Bereich der Bekämpfung der Wüstenbildung und der schwer abbaubaren organischen Schadstoffe wird die GEF auch weiter Projekte unterstützen, die dem Schutz der Artenvielfalt, der Eindämmung des Klimawandels, dem Schutz internationaler Gewässer und der Ersetzung von Ozon abbauenden Chemikalien dienen.

„Die Höhe der Wiederauffüllung ist ein aussagekräftiger Beweis für das Engagement der Teilnehmer für die Umwelt und die GEF und sollte zum Erfolg des Weltgipfels über nachhaltige Entwicklung beitragen“, sagte der GEF-Vorsitzende Mohamed T. El-Ashry.

Die neuerliche Auffüllung der Globalen Umweltfazilität war im Verlauf der Vorbereitungen für Johannesburg eher umstritten. Der Aufruf zu einer wesentlichen Aufstockung der Mittel um drei Milliarden US-Dollar war einer der Punkte, über die bisher noch keine Einigung erzielt worden war. Auch über die Frage der Verwendung des Fonds für die Umsetzung der Wüstenkonvention, die besonders von afrikanischen Ländern gefordert wurde, gab es keine Einigung.

„Die Vereinbarung ist ein ganz wichtiger Schritt vorwärts und wird große Auswirkungen darauf haben, die Verhandlungen über die noch offenen Punkte des Johannesburg-Plans voranzutreiben“, sagte Desai. „Dies zeigt, dass die Verhandlungen nicht aus leeren Worten und Versprechungen bestehen. Die Länder sind bereit, den Worten auch Taten folgen zu lassen, um tatsächlich Ergebnisse vor Ort zu erreichen.“

Obwohl die GEF ihre Tätigkeit bereits vor dem Weltgipfel in Rio de Janeiro 1992 aufnahm, erhielt sie ihre erste große Mittelzuwendung erst nach dem Erdgipfel. Sie gilt als einer der größten Erfolge der Nach-Rio-Ära auf dem Gebiet des Umweltschutzes. In den ersten zehn Jahren vergab die GEF rund 4,2 Milliarden US-Dollar an mehr als 1.000 Projekte in 160 Entwicklungs- und Transformationsländern. Weitere 11 Milliarden US-Dollar wurden an Ko-Finanzierungen aufgebracht. Die GEF ist die einzige neue Finanzierungsquelle, die aus dem Rio-Gipfel 1992 hervor ging. 173 Staaten beteiligen sich an dem Umweltfonds.

Zur jüngsten Auffüllung der GEF haben folgende 32 Länder beigetragen: Australien, Belgien, China, CÙte d'Ivoire, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Indien, Irland, Italien, Japan, Korea, Kanada, Luxemburg, Mexiko, Niederlande, Neuseeland, Nigeria, Norwegen, Österreich, Pakistan, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei und die Vereinigten Staaten von Amerika.

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