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Generalsekretär Kofi A. Annan: „Feste Handlungszusagen“, nicht nur Ermahnungen und Ratschläge sind notwendig, um den Armen zu helfen

UNIC/498

Aufruf des Generalsekretärs an die G-8 zur Unterstützung Afrikas und zur Stärkung der sozialen und wirtschaftlichen Sicherheit der Welt

NEW YORK, 18. Juni 2002 - UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat gestern den Beschluss der G-8 begrüßt, sich auf ihrer Jahrestagung am 26. - 27. Juni in Kananaskis, Kanada, besonders mit der Lösung der Probleme Afrikas zu befassen. Er rief die führenden Industriestaaten der Welt auf, sich auch mit Nachdruck der in den Entwicklungszielen des Millenniums zum Ausdruck gebrachten weltweiten Anliegen anzunehmen, vor allem des Kampfes gegen die Armut.

In einem offenen Brief an die Führer der acht reichsten und mächtigsten Staaten der Welt wies Generalsekretär Annan darauf hin, dass die Bevölkerung der Entwicklungsländer „unverhältnismäßig stark unter der Verlangsamung der Weltwirtschaft gelitten hat und auch zu den aller ersten Opfern von Terror und Gewalt zählt“.

„Und selbst die reichsten und mächtigsten Länder, wie die Teilnehmer an Ihrem Treffen, werden es weder im wirtschaftlichen noch im tatsächlich Sinn schaffen, dauerhafte Sicherheit zu erlangen“, solange Milliarden Menschen in tiefster Armut verhaftet bleiben, betonte Annan.

Der Generalsekretär fordert die G-8 Staaten auf,

  • zu den auf dem Treffen der Welthandelsorganisation in Doha gemachten Zusagen zur Aufnahme von Verhandlungen zu stehen, um die Märkte für die Exporte der armen Staaten und der Entwicklungsländer zu öffnen;
  • den auf der Internationalen Konferenz über Entwicklungsfinanzierung in Monterrey, Mexiko, gemachten Zusagen durch eine weitere Anhebung ihrer Entwicklungshilfe zu entsprechen; 
  • internationale Bemühungen zur Bekämpfung der weiteren Ausbreitung tödlicher Krankheiten zu unterstützen und Grundschulbildung für alle Kinder sicherzustellen;
  • und sich für ein produktives Ergebnis des bevorstehenden Weltgipfels über nachhaltige Entwicklung einzusetzen, der am 26. August in Johannesburg beginnt.

Der Erfolg im Kampf gegen die Armut hänge zwar „in erster Linie und vor allem“ von den Entwicklungsländern selbst ab, erklärte der Generalsekretär, aber „die Menschen in den Entwicklungsländern wären … bitterlich enttäuscht, wenn sich Ihr Treffen nur auf gute Ratschläge und ernste Ermahnungen beschränken würde, anstatt feste Handlungszusagen in jenen Bereichen zu machen, in denen Ihr Beitrag so Entscheidendes bewirken kann“.

Generalsekretär Annan wird am 27. Juni an der gesamten Arbeitstagung teilnehmen, in der fünf afrikanische Staatschefs, auf deren Initiative die „Neue Partnerschaft für die Entwicklung Afrikas (NEPAD) zurückgeht, ihre Präsentationen vornehmen werden.

Die acht Entwicklungsziele des UNO-Millenniums, zu deren Umsetzung bis zum Jahr 2015 sich die Staats- und Regierungschefs auf dem Millenniumsgipfel der Vereinten Nationen im September 2000 verpflichtet haben, sehen vor: die Halbierung der extremen Armut; die Grundschulbildung für alle Kinder; die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle und des Einflusses der Frauen; die Senkung der Kindersterblichkeit; die Verbesserung der Gesundheit der Mütter; die Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria und anderer Krankheiten; die Gewährleistung einer nachhaltigen Umwelt; und die Entwicklung globaler Partnerschaften im Dienst der Entwicklung.

Diese Ziele seien „von der Welt für die Welt“ festgelegt worden, aber in Afrika „stellen sie die härteste Herausforderung dar und dort wird ihre Verwirklichung ganz entscheidend von der internationalen Solidarität abhängen“, erklärte Generalsekretär Annan in seinem Schreiben.

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