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Generalsekretär Kofi A. Annan: Situation von Flüchtlingen hat sich in Teilen der Welt dramatisch verschlechtert

UNIC/497

Erklärung zum Weltflüchtlingstag - 20. Juni 2002

NEW YORK, 18. Juni 2002 - Mit Blick auf den 50. Jahrestag der Annahme der UNO-Flüchtlingskonvention im Jahr 1951 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen, ab 2001 einen Weltflüchtlingstag zu begehen. Die Organisation der Afrikanischen Einheit (OAU) stimmte zu, den internationalen Flüchtlingstag am gleichen Tag zu begehen wie den Tag der Flüchtlinge in Afrika. Daher wurde der 20. Juni als Weltflüchtlingstag festgelegt. UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat aus diesem Anlass folgende Erklärung veröffentlicht:

An diesem zweiten Weltflüchtlingstag blicken wir auf ein Jahr zurück, das vielen Flüchtlingen eine neue Lebensperspektive eröffnet hat. In Afghanistan hat das Büro des Hohen Flüchtlingskommissars (UNHCR) einer Million Flüchtlinge zur Rückkehr in ihre Heimat verholfen. In Osttimor kehrten mehr als 200.000 Flüchtlinge rechtzeitig heim, um die Unabhängigkeit ihres Landes zu feiern und bei den ersten Präsidentschaftswahlen ihre Stimme abzugeben. Flüchtlinge aus Sierra Leone und Angola haben neuen Grund zur Hoffnung, dass ihre langen Jahre im Exil bald vorbei sein könnten.

Aber in manchen Teilen der Welt hat sich die Situation der Flüchtlinge alarmierend verschlimmert. Immer mehr Länder zeigen sich entschlossen, ihre Grenzen für Flüchtlinge zu verschließen, und gehen damit über internationale Normen und Verfahren hinweg, die seit einem halben Jahrhundert bestehen. In einigen Ländern der industriellen Welt werden Asylbewerber als potenzielle Kriminelle stigmatisiert.
Wer vor Gewalt und Verfolgung flieht, verdient Schutz und Hilfe, keine Verdächtigung und Missachtung. Wir dürfen nicht vergessen, dass die große Mehrheit der Flüchtlinge und Asylbewerber Frauen und Kinder sind. Deswegen machen wir an diesem Weltflüchtlingstag besonders auf die Lage weiblicher Flüchtlinge aufmerksam. Diese Frauen stehen vor riesigen Herausforderungen, aber sie zeigen großen Mut und Entschlossenheit, um ihre Familien zusammen zu halten. Heute ist der Tag, an dem wir ihre wichtige Rolle und ihren Beitrag würdigen wollen.

An diesem Weltflüchtlingstag sollten wir daran denken, dass Flüchtlinge und Asylbewerber ebenso wie wir, die in der glücklichen Lage sind, ein Dach über dem Kopf zu haben, auch Familien und Gefühle haben, aber oft auch nicht viel mehr als das. Wir sollten daran denken, dass auch für jeden von uns einmal der Tag kommen könnte, da wir an jemandes anderer Tür anklopfen und um Hilfe bitten.

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