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UNO unterhält zunehmend Partnerschaften mit der Privatwirtschaft

UNIC/496

Buch über Zusammenarbeit zwischen den Vereinten Nationen, der Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft zeigt mehr als 150 Beispiele

NEW YORK, 14. Juni 2002 - Die Vereinten Nationen haben die zunehmende Bedeutung der Partnerschaften mit der Privatwirtschaft in einem neu veröffentlichten Buch zusammengefasst. Die Publikation gibt einen umfassenden Überblick über die Zusammenarbeit der UNO mit Unternehmen bei einer Reihe von Entwicklungsherausforderungen, im gemeinsamen Streben nach der Verwirklichung der breiten Ziele der Vereinten Nationen.

Das Buch entstand aus einem gemeinsamen Projekt der Initiative Globaler Pakt und der UNO-Hauptabteilung Presse und Information (DPI) in Zusammenarbeit mit dem Prince of Wales International Business Leaders Forum. Es verdeutlicht die Beziehungen, die zwischen der UNO und dem Privatsektor entstehen, von traditionellen Warenbeschaffungs- und Beratungstätigkeiten, die seit der Gründung der Vereinten Nationen 1945 bestehen, bis hin zu neuen Arten innovativer Partnerschaften, die in den letzten Jahren aufkamen und zu einem Kennzeichen der Amtszeit von Generalsekretär Kofi Annan geworden sind.

„Die Regierungen verstehen heute, dass sie nicht alle Aufgaben alleine bewältigen können, dass die gesellschaftlichen Ziele nur durch Kooperation und Partnerschaften mit einem breiten Spektrum von Akteuren verwirklicht werden können, einschließlich des Privatsektors, der Zivilgesellschaft und anderer Gruppen“, sagte Annan. „Wie nie zuvor sind die Türen der Vereinten Nationen heute offen für die dynamische Beschaffenheit der nicht-staatlichen Akteure.“

Die Veröffentlichung „Building Partnerships“ wurde von Jane Nelson, Direktorin für Politik und Forschung, des in London ansässigen Prince of Wales International Business Leaders Forum verfasst. Sie hebt die zahlreichen Wege der Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft hervor, in denen nachhaltige Lösungen für eine Vielzahl globaler Herausforderungen gesucht werden - im Bereich der Unternehmensentwicklung und des Zugangs zu Bildung, Gesundheit, Wasser, Energie, Informationstechnologie und Kapital sowie bei der Konfliktprävention und Förderung der Menschenrechte und guten Regierungsführung.

„Obwohl viele an ein menschenfreundliches Engagement denken, wenn sie an UNO-Firmenpartnerschaften denken, ist ein solches Engagement nur ein einziges Element eines zunehmend reichen und dichten Netzes von Beziehungen“, sagte Nelson. “Die neuen Formen von Partnerschaften mobilisieren ein breites Spektrum an Ressourcen, Fähigkeiten und Netzwerken der Privatwirtschaft.“

Mehr als 150 Beispiele von UNO-Firmenpartnerschaften werden geschildert. Nelson präsentiert zahlreiche Initiativen, die zeigen, wie die Vereinten Nationen mit der Privatwirtschaft bei Projekten mit zunehmender Größe und Reichweite zusammenarbeiten. Diese beinhalten:

  • Den globalen Pakt: Der von Generalsekretär Kofi Annan im Juli 2000 ins Leben gerufene Globale Pakt bringt Unternehmen mit UNO-Organisationen, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen und anderen Akteuren der Zivilgesellschaft zusammen, um Maßnahmen und Partnerschaften zur Unterstützung von neun Prinzipien im Bereich der Menschenrechte, Arbeitsnormen und Umweltschutz zu fördern. Seit Beginn der Initiative haben Hunderte von Unternehmen ihre Beteiligung zugesichert. (www.unglobalcompact.org)
  • Die Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung (GAVI): Als Zusammenschluss von UNO-Einrichtungen, Regierungen, Stiftungen und Pharmaunternehmen, führt GAVI Impfungen durch und soll sicherstellen, dass alle Kinder, wie arm sie auch sind, gleichen Zugang zu Impfstoffen haben. (www.vaccinealliance.org)
  • Geschäftspartner für Entwicklung: Angeführt von der Weltbank (einer Sonderorganisation der UNO) umfasst Geschäftspartner für Entwicklung mehr als 120 Unternehmen und andere Gruppen, die sich mit Erfordernissen in Ländern und Gemeinschaften in zahlreichen Bereichen befassen, wie den natürlichen Ressourcen, des Wassers, der Sanitäreinrichtungen, Jugendentwicklung und Verkehrssicherheit. (www.bpdweb.com)
  • Die Projektgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT): Eingerichtet vom UNO-Generalsekretär im Jahr 2001, beteiligen sich an der ICT Projektgruppe UNO-Mitgliedstaaten, die Privatwirtschaft, Nichtregierungsorganisationen und andere Gruppen, die sich dafür einsetzen, Informations- und Kommunikationstechnologien für Entwicklung nutzbar zu machen. Sie fördert insbesondere einen universellen und erschwinglichen Zugang zu ICTs, und die Unterstützung der Mitgliedsstaaten bei der Umsetzung der Strategien von Informations- und Kommunikationstechnologien für Entwicklung. (www.unicttaskforce.org)

„Diese und andere Beispiele zeigen, dass die Unternehmen Teil der Lösung sein können, indem sie Fortschritte bei umfassenden Zielen erzielen, welche die UNO-Mitgliedsstaaten verabschiedet haben“, sagte Georg Kall, Geschäftführender Leiter der Initiative Globaler Pakt. „Diese Partnerschaften bezeugen die Wirksamkeit des Ansatzes des Generalsekretärs, die Vereinten Nationen zu öffnen und ihnen im 21. Jahrhundert Bedeutung zu verleihen.“
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Das Buch “Building Partnerships: Cooperation between the United Nations system and the private sector“ ist erhältlich für $27,50 (Verkaufsnummer E.02.I.12, ISBN, 92-1-100890-5) bei United Nations Publications, Two UN Plaza, Room DC2-853, Dept. PRES, New York, NY 10017 USA, Tel: +1 800-253-9646 oder +1 212-963-8302, Fax 212-963-3489, E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ; oder bei der Section des Ventes et Commercialisation, Bureau E-4, CH-1211, Genf 10, Schweiz, Tel. 41-22-917-2614, Fax. 41-22-917-0027, E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ; Internet: http://www.un.org/publications oder beim UNO-Verlag.

Informationen über das Prince of Wales International Business Leaders Forum finden Sie unter: www.iblf.org.

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