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Generalsekretär Kofi A. Annan: Wasserprobleme können ein „Katalysator für Zusammenarbeit“ sein

UNIC/467

Erklärung zum Internationalen Tag des Wassers, 22. März 2002

NEW YORK, 18. März 2002 - Im Jahr 1992 hat die Generalversammlung beschlossen, jedes Jahr am 22. März den Internationalen Tag des Wassers zu begehen, um auf die Bedeutung der Entwicklung von Wasservorkommen für die wirtschaftliche Produktivität und den sozialen Wohlstand aufmerksam zu machen. Aus diesem Anlass hat UNO-Generalsekretär Kofi Annan folgende Erklärung veröffentlicht:

Das Thema des diesjährigen Weltwassertags - “Wasser für Entwicklung“ - spiegelt die fundamentale Bedeutung des Wassers für die Erhaltung von Leben und den Schutz der Umwelt wider.

Schätzungen zufolge haben 1,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, 2,5 Milliarden mangelt es an ordentlichen Sanitäranlagen, und mehr als 5 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an durch Wasser verursachten Krankheiten - zehnmal so viele Menschen wie jedes Jahr durchschnittlich in Kriegen getötet werden.

Nur allzu oft wird Wasser als unerschöpfliches, frei verfügbares Gut betrachtet. Aber selbst dort, wo Wasservorräte ausreichend oder im Überschuss zur Verfügung stehen, sind diese von Umweltverschmutzung und steigendem Bedarf bedroht. Bereits 2025 werden zwei Drittel der Weltbevölkerung höchstwahrscheinlich in Ländern mit mehr oder minder bedrohlicher Wasserknappheit leben. Heftige nationale Auseinandersetzungen um Wasserreserven haben die Angst geschürt, dass Wasserknappheit die Ursache für gewalttätige Konflikte beinhaltet.

Aber die Wasserprobleme, denen unsere Welt gegenübersteht, müssen nicht nur Ursache für Spannungen sein; sie können auch als Katalysator für Zusammenarbeit wirken. Zwei Drittel der größten Flüsse der Welt durchfließen mehrere Staaten, mehr als 300 Flüsse überqueren nationale Grenzen. Länder mit Fachwissen in der Bewirtschaftung von Wassereinzugs- und Überschwemmungsgebieten oder mit Erfahrung bei der effizienten Bewässerung teilen zunehmend ihr Wissen und ihre Technologie mit anderen. Wissenschafter vieler Nationen und unterschiedlicher Disziplinen unternehmen gemeinsame Anstrengungen, um sowohl das Ausmaß der Bedrohung einschätzen zu können, als auch in der Hoffnung auf eine “blaue Revolution“, die die landwirtschaftliche Produktivität so dringend benötigten würde. Zusätzlich zu einer ansehnlichen Reihe von laufenden Projekten bereiten Organisationen der Vereinten Nationen ihrerseits die erste Ausgabe des Welt-Wasser-Entwicklungs-Berichts vor.

In diesem Jahr werden sich Staats- und Regierungschefs, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen sowie des Privatsektors und viele andere auf dem Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg versammeln. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat das kommende Jahr zum “Internationalen Jahr des Trinkwassers“ erklärt. Es ist im Interesse jedes einzelnen, diese Möglichkeiten zu nutzen, um einen definitiven Aktionsplan für die Umsetzung der Entwicklungsziele der Millenniumserklärung für den Zugang zu Trinkwasser festzulegen. Wenn wir zusammenarbeiten, können wir eine sichere und nachhaltige Zukunft des Wassers haben.

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