Donnerstag, 23 November 2017
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Generalsekretär Kofi A. Annan: Im Vorgehen gegen Rassismus und Intoleranz müssen neue Wege beschritten werden

UNIC/466

Erklärung zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung, 21. März 

NEW YORK, 15. März 2002 - 1966 proklamierte die UNO-Generalversammlung den 21. März zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung. Aus diesem Anlass hat UNO-Generalsekretär Kofi Annan folgende Erklärung veröffentlicht:

Am 21. März 1960 eröffnete die Polizei im Township von Sharpeville, Südafrika, das Feuer und tötete 69 Menschen, die friedvoll gegen die “Passgesetze“ der Apartheid demonstrierten. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen erklärte diesen Tag daraufhin zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung und rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, diese Tragödie nicht nur in Erinnerung zu behalten sondern auch zusammenzuarbeiten, um Rassismus und Diskriminierung zu bekämpfen, wo immer sie auch bestehen.

Obwohl sich das Prinzip der Nichtdiskriminierung als einer der Grundpfeiler des Völkerrechts etabliert hat, beweist die Fortdauer von Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängender Intoleranz - Gewalt und Beschimpfungen, die Männer und Frauen erleiden müssen und die sich allein gegen ihre Person und nicht gegen ihre Taten richten, dass neue Wege gefunden werden müssen, um gegen dieses uralte Problem vorzugehen. Vergangenes Jahr hat die Weltkonferenz gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängender Intoleranz, genau dies versucht. Die Konferenz konnte sich darauf einigen, dass man dafür härtere nationale Gesetze, bessere Bemühungen im Bildungswesen, mehr Rechtsbeistand und mehr Hilfe für die Opfer von Rassendiskriminierung braucht. Die Konferenz machte aber auch deutlich, dass die Meinungen in einer Reihe umstrittener Fragen immer noch tief gespalten sind.

Ich rufe Regierungen und die Zivilgesellschaft auf, diesen Internationalen Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung zu nutzen, um eine Bestandsaufnahme vorzunehmen über das, was auf nationaler Ebene seit der Weltkonferenz für die Förderung von Gleichberechtigung, Vielfalt und Toleranz getan wurde. In unsere Welt machen Bedrohungen wie Armut, Umweltverschmutzung und politische Instabilität weder Halt vor nationalen Grenzen, noch vor Unterscheidungen nach Rassen, Wohlstand, Stellung oder anderen Identitätsmerkmalen. Die schmerzhafte Spaltung der Familie der Menschheit zu überwinden wäre eine Errungenschaft, die schon als solche zu Recht gefeiert werden müsste, aber sie ist auch unerlässlich, wenn wir uns vereint den Herausforderungen und Unsicherheiten unserer Zeit stellen wollen. 

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