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Generalsekretär Kofi A. Annan: Von Doha über Monterrey nach Johannesburg - Der Weg zur nachhaltigen Entwicklung im 21. Jahrhundert

UNIC/455/Add.1

Vortrag vor der London School of Economics
London, 25. Februar 2002

Es ist eine besondere Ehre für mich, vor der London School of Economics zu sprechen, zu deren Absolventen so viele Helden des Kampfes für Unabhängigkeit und Entwicklung in den ehemaligen Kolonialgebieten zählen, darunter auch Kwame Nkrumah, der Gründungspräsident meines eigenen Landes.

Ich möchte heute über die Fortsetzung dieses Kampfes sprechen. Die Unabhängigkeit wurde erreicht, aber die Entwicklung ist sehr ungleichmäßig verlaufen, vor allem in Afrika, das seit seiner Unabhängigkeit leider hinter manch andere Teile der Entwicklungswelt zurückgefallen ist.

Ich muss hier nicht im einzelnen auf die vielfältigen Härten und Leiden eingehen, die von so vielen unserer Mitmenschen ertragen werden müssen. Armut, Hunger, Krankheit, Unterdrückung, Konflikte, Umweltverschmutzung, oder Raubbau an den Naturschätzen: Jedes macht es schwerer, sich aus den Klauen des anderen zu befreien: Entwicklung heißt, den Menschen zu ermöglichen, diesem Teufelskreis zu entfliehen.

Wie der Kampf um die Unabhängigkeit, so muss auch der Kampf um die Entwicklung in erster Linie in den Entwicklungsländern selbst und von ihrer eigenen Bevölkerung ausgetragen werden. Die wichtigsten Grundvorausssetzungen dafür bilden allgemeine Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit und eine ehrliche und transparente Verwaltung. Diese Voraussetzungen können nur von den nationalen Regierungen geschaffen werden.

Aber dieser Kampf geht die ganze Welt an. Industriestaaten, wie Großbritannien, haben ein vitales Interesse an seinem Ausgang - sowohl hinsichtlich der Frage, ob die Entwicklung gelingt, als auch welche Form sie nimmt. Die Industriestaaten können auch viel dazu beitragen, um das Ergebnis zu beeinflussen. Von Institutionen, wie diesem Zentrum für das Studium globaler Regierungsform erhoffen wir uns dabei intellektuelle Führung. Die London School of Economics kann in diesem Kampf eine genauso wichtige Rolle spielen wie im vorangegangenen.

Vor 18 Monaten haben sich die Staats- und Regierungschefs auf dem Millenniumsgipfel in New York auf einige unmittelbar zu verwirklichenden Ziele geeinigt, um die extreme Armut in der Welt bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Dazu sollen die schwersten Symptome wie die hartnäckigsten Ursachen der Armut in Angriff genommen werden. Diese Ziele sind ehrgeizig, aber selbst wenn wir sie errungen haben, wird der Kampf noch immer nicht gewonnen sein. Dann wird es immer noch Hunderte Millionen Menschen geben, denen die Mindestvoraussetzungen für ein menschenwürdiges Leben fehlen. Da bleibt immer noch viel zu tun.

All diese Anstrengungen aber werden vergeblich sein, wenn das Erreichte nicht nachhaltig gesichert wird. Es ist daher ebenso wichtig, auch ein weiteres Ziel der Staatschefs auf dem Millenniumsgipfel zu verwirklichen, nämlich „die gesamte Menschheit und vor allem unsere Kinder und Kindeskinder aus der Gefahr zu befreien, auf einem Planeten leben zu müssen, der durch menschliches Handeln nicht wiedergutzumachende Schäden davongetragen hat und dessen Ressourcen ihren Bedarf nicht länger decken können“.

Ob wir dabei erfolgreich sind, hängt von der Antwort auf drei globale Fragen ab, die jeweils mit einer der von mir im Titel meines Vortrags angesprochenen drei internationalen Konferenzen in Zusammenhang stehen.

Die erste Frage ist: Wird man es den Männern und Frauen in den Entwicklungsländern erlauben, zu fairen Bedingungen auf dem Weltmarkt in Wettbewerb treten zu können? Es gab erste Anzeichen, allererste Anzeichen, für eine positive Antwort auf diese Frage auf der Tagung der Welthandelsorganisation in Doha im November des vergangenen Jahres.

Die zweite Frage ist: Wie können wir die so dringend benötigten Ressourcen für die Entwicklung mobilisieren? Diese Frage wird im März auf der Internationalen Konferenz über Entwicklungsfinanzierung in Monterrey, Mexiko, zur Diskussion stehen.

Und die dritte, noch etwas komplexere Frage ist: Können die heute auf diesem Planeten lebenden Menschen ihr Leben verbessern, ohne dass dies auf Kosten künftiger Generationen geschieht, sondern in einer Art und Weise, die auch ihren Kindern und Kindeskindern zugute kommt? Das ist das Hauptthema des Weltgipfels über nachhaltige Entwicklung, der morgen in sechs Monaten in Johannesburg beginnt.

Diese drei Fragen stehen in einem eindeutigen Zusammenhang und die Konferenzen sollten daher als ein Kontinuum und nicht als getrennte Ereignisse gesehen werden. Arme Menschen in armen Ländern bitten nicht um ein Almosen. Was sie wollen, ist eine helfende Hand. Die Armen bilden eine enorme, noch nicht erschlossene Reserve an Initiativen und Unternehmertum, aber ihre Energie wird allzu oft blockiert durch Armut, Missherrschaft oder Konflikte. Sie wären die ersten, die Handel statt Hilfe als den geeigneten Weg aus ihrer Armnut nennen würden.

Daher ist es so wichtig, das Versprechen von Doha zu erfüllen - das Versprechen einer „Entwicklungsrunde“ im Rahmen der Handelsverhandlungen, in der unfaire Subventionen an Produzenten in reichen Ländern beseitigt und die Märkte dieser Länder für die arbeitsintensiven Exportgüter aus armen Staaten geöffnet werden sollen. Diese Subventionen machen nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Entwicklungsländer unmöglich, sie schaden auch den reichen Ländern selbst, weil sie nicht nachhaltige Praktiken in der Landwirtschaft, im Transport oder in der Energienutzung perpetuieren.

Mächtige Interessengruppen in den reichen Ländern werden alles versuchen, um sinnvolle Konzessionen an die Entwicklungsländer zu blockieren. Sie werden auf die Interessen von Arbeitern und Landwirten verweisen, die auf dem Spiel stünden. Aber es gibt andere Wege, um jenen Gruppen zu helfen, die wirklich der Hilfe bedürfen. Wege, die den Konsumenten und Steuerzahlern in den reichen Ländern weniger kosten und den Produzenten in den armen Ländern weniger schaden. Um das Versprechen von Doha einzulösen, müssen die politischen und wirtschaftlichen Führer in den Industriestaaten ihren Blick über Sonderwünsche und engstirnige sektorale Interessen hinaus erheben. Aber selbst wenn die Industriestaaten ihre Märkte völlig öffnen würden, bräuchten die Entwicklungsländer immer noch Hilfe, um durch die geöffnete Tür hindurchzugehen.

Viele kleine und arme Länder erhalten keine Investitionen - nicht, weil sie schlecht regiert oder eine unfreundliche Politik verfolgen würden, sondern einfach weil sie zu klein und zu arm sind, um interessante Märkte zu bilden oder wichtige Produzenten zu werden, und weil sie nicht über die erforderlichen Fähigkeiten, Infrastruktur und Einrichtungen verfügen, die eine erfolgreiche Marktwirtschaft braucht. Die unbequeme Wahrheit ist, dass Märkte Erfolg belohnen und die Armen bestrafen, weil sie arm sind.

In Monterrey werden Spitzenvertreter aus Nord und Süd - Staatspräsidenten, Finanzminister, die Vereinten Nationen, die Bretton-Woods-Institutionen, die Topmanager von privaten Unternehmen und Stiftungen, sowie Nichtregierungsorganisationen - zusammentreffen, um kreative und praktische Wege zur Überwindung dieses Marktversagens zu erörtern. Sie werden sich dabei Fragen zuwenden, die für die Bekämpfung der Armut und den Übergang zur Nachhaltigkeit von entscheidender Bedeutung sind. Dazu zählen Schuldennachlass, Rohstoffpreise und das Management der globalen Wirtschaft. Sie wollen sich um die Erschließung neuer Privatinvestitionen bemühen, über die wesentlich mehr Mittel für die Entwicklung aufgebracht werden können, als dies jemals durch öffentliche Entwicklungshilfe möglich wäre. Die Frage ist, wie diese Mittel durch eine richtige Mischung von Anreizen, politischen Maßnahmen und Partnerschaften aufgebracht werden können. Ich hoffe aber auch, dass die Führer der Industriestaaten neues Engagement zur Erhöhung der öffentlichen Entwicklungshilfe zeigen werden, wie dies von Gordon Brown so beredt gefordert wurde.

Ich weiß, dass eine einfache Streichung der Schulden oder die Bereitstellung irgendwelcher Geldbeträge keine Garantie für gute Ergebnisse sind, und dass sich unter den Steuerzahlern in einigen reichen Ländern eine gewisse Müdigkeit hinsichtlich des allgemeinen Konzeptes der Auslandshilfe breit macht. Aber ich habe festgestellt, dass man fast immer ihr Interesse wecken kann, wenn sie mit einem großen menschlichen Problem und einer glaubhaften Strategie zu dessen Bewältigung angesprochen werden. Ich denke da etwa an unseren Einsatz gegen die HIV/Aids Epidemie.

Unsere größte Herausforderung besteht darin aufzuzeigen, dass diese Probleme alle Teil eines noch viel größeren Problems sind: des Problems der globalen Armut und Unterentwicklung. Punktuelle Maßnahmen für die Bewältigung einzelner Probleme sind ein wichtiger Anfang; aber wir dürfen dabei auch nicht das Gesamtbild des Elends aus den Augen verlieren. Auf dem Verhandlungstisch liegt ein “globaler Deal“: Die Entwicklungsländer machen größere Anstrengungen zur Reform ihrer Wirtschaft und Erhöhen ihre Ausgaben für die Erfordernisse der Armen, während die reichen Länder diese Bemühungen durch Handel, Entwicklungshilfe, Investitionen und Schuldenerlass unterstützen. Lassen Sie uns diesen Pakt in Monterrey schließen.

Und jetzt komme ich zu Johannesburg.

Der Weltgipfel über nachhaltige Entwicklung ist nicht, wie manche glauben, einfach eine weitere Umweltkonferenz. Die ganze Idee der nachhaltigen Entwicklung, wie sie vor zehn Jahren auf dem Erdgipfel in Rio formuliert wurde, geht davon aus, dass Umwelt und Entwicklung untrennbar miteinander verbunden sind. In Rio wurde viel erreicht. Die dort verabschiedete Agenda 21 ist heute als Vision ebenso gültig wie damals. Lokale Behörden und die Zivilgesellschaft haben sich in jedem Teil der Welt für ihre Umsetzung eingesetzt. Darüber hinaus wurden rechtsverbindliche Konventionen über Klimawandel, Artenvielfalt und Wüstenbekämpfung angenommen und von den großen Konferenzen der Vereinten Nationen in den 90er Jahren zahlreiche Aktionspläne verabschiedet, die jetzt in den Millenniums-Entwicklungszielen zusammengefasst wurden.

Und trotzdem spürt man, dass diese Dynamik nachzulassen beginnt. Unsere Aufmerksamkeit konzentriert sich auf Konflikte, auf die Globalisierung und seit kurzem auf den Terrorismus, aber oft haben wir nicht beachtet, in welchem Zusammenhang diese Fragen mit der Nachhaltigkeit stehen. Dieses Wort ist zu einem frommen Appell geworden, anstatt ein dringender Aufruf zu konkretem Handeln zu sein. Die vorherrschenden Vorgangsweisen auf dem Gebiet der Entwicklung bleiben zersplittert und bruchstückhaft, die Bereitstellung von Mitteln ist schmerzhaft unzureichend und das Produktions- und Konsumverhalten überlastet weiterhin die natürlichen lebenserhaltenden Systeme in aller Welt.

Nachhaltige Entwicklung mag der neuen Weisheit letzter Schluss sein, aber viele Menschen haben die volle Bedeutung dieses Begriffes noch nicht ganz erfasst. Eine wichtige Aufgabe in Johannesburg wird daher sein, aufzuzeigen, dass dieser Begriff weit weniger abstrakt ist, als er klingt. Es ist eine Frage von Leben und Tod für Millionen und Abermillionen Menschen und möglicherweise für die ganze menschliche Rasse. Lassen Sie mich versuchen, diesem Begriff ein menschliches Gesicht zu geben.
Stellen Sie sich das Gesicht einer Frau in einem ländlichen Raum vor - vielleicht in Indien oder in irgendeinem afrikanischen Land - die sich Jahr für Jahr gezwungen sieht, immer weitere Wege auf der Suche nach Trinkwasser oder Brennstoffen zurückzulegen. Ihr Rücken schmerzt vom langen Weg und den schweren Lasten, aber ihr Herz schmerzt noch mehr bei dem Gedanken, dass sie nicht unverrichteter Dinge zurückkehren kann, wenn sie sich selbst und ihre Kinder nicht den Gefahren von Hunger, Durst und Krankheit aussetzen will. Wie lange kann sie dieses Leben wohl noch ertragen?

Oder stellen Sie sich vor, dass diese Frau einen Sohn oder einen Cousin hat, der - weil das Landleben für die wachsende Bevölkerung nicht länger tragfähig war - jetzt in einem städtischen Slumviertel oder einer der vielen verfallenen Hüttensiedlungen lebt. Er ist arbeitslos, oder besser gesagt: ihm fehlt es an Ausbildung und den erforderlichen Mitteln, um mit der Arbeit zu beginnen, obwohl seine Gemeinschaft dringend seiner Dienste bedarf, die er anzubieten hätte. Noch schlimmer: Er ist, ohne es selbst zu wissen, HIV-infiziert und hat auch seine Frau angesteckt. Wie lange kann er dieses Leben wohl noch ertragen?

Ein drittes Gesicht sieht vielleicht viel besser aus, als die anderen zwei: Er lebt in einem Haus oder einer Wohnung, hat ein Auto und arbeitet in einer der rasch expandierenden Städte in Ostasien. Aber gerade in diesem Augenblick steckt er mit seinem Auto seit einer Stunde im Stau. Nichts geht mehr. Er will heim zu seiner Frau und zu seinen Kindern, aber er steckt fest, wie viele Tausende um ihn herum, die ärgerlich hupen und ihre Motoren laufen lassen. Er hat eine Atemwegserkrankung, die durch toxische Chemikalien in der Fabrik, in der er arbeitet, hervorgerufen wurde, und seine Kinder leiden unter Asthma. Er will weg aus dieser Umwelt und er spart, wo es nur geht, um sich gefälschte Reisepapiere zu beschaffen, damit er zu seinem Bruder in Europa oder Nordamerika ziehen kann. Was er nicht weiß, ist, dass seine Art und Weise zu leben, dort vielleicht gar nicht so viel anders sein könnte. Je mehr „Entwicklung“ diesem Verhaltensmuster folgt, desto weniger nachhaltig wird diese Lebensweise in irgendeinem Teil der Welt sein.

Das vierte Gesicht könnte jetzt jeder von uns in diesem Raum sein. Wir führen ein unerhört privilegiertes Leben, verglichen mit der großen Mehrheit unserer Mitmenschen. Aber wir verbrauchen dabei viel mehr als unseren Anteil an den Ressourcen der Welt und hinterlassen eine viel größere „Fußspur“ an Müll und Verschmutzung in der globalen Umwelt. Unser Lebensstil ist für viele, die daran nicht teil haben können, nur allzu sichtbar, verherrlicht auf den Bildschirmen in den Slums und Hüttensiedlungen. Er wird geradezu als Modell der „Entwicklung“ präsentiert, die sie sich alle wünschen sollten.

Aber ist dieser Lebensstil nachhaltig, und wenn ja, für wie viele Menschen? Sicherlich nicht in seiner gegenwärtigen Form für alle sechs Milliarden Bewohner dieses Planeten, schon gar nicht für die neun, 12 oder 15 Milliarden Menschen, die je nachdem welches Szenario Sie anwenden, in den nächsten Jahrzehnten unsere Erde bevölkern werden. Unser Lebensstil muss sich ändern, aber wie und wie rasch? Die Agenda 21 und alles, was nach ihr kam, haben uns das „Was“ aufgezeigt. Sie haben uns das Problem beschrieben und die Grundsätze genannt, an denen wir unsere Antwort auf dieses Problem ausrichten müssen.

Johannesburg muss uns das „Wie“ bringen: Wie können wir die notwendigen Veränderungen in der staatlichen Politik herbeiführen? Wie können wir Politik und Steueranreize so einsetzen, dass sie die richtigen Signale an Wirtschaft und Industrie senden? Wie können wir den einzelnen Konsumenten und Produzenten bessere Wahlmöglichkeiten geben? Wie können wir vorgehen, um die gesetzten Ziele letztendlich zu erreichen? Nachhaltige Entwicklung ist keine Bürde, sondern eine außergewöhnliche Chance für viele Bereiche: wirtschaftlich, durch das Entstehen neuer Märkte und neuer Arbeitsplätze; sozial durch die Einbindung benachteiligter gesellschaftlicher Randgruppen; und politisch, indem jeder Mann und jede Frau eine Stimme und eine Wahlmöglichkeit bei der Entscheidung über ihre eigene Zukunft erhalten.

Eines haben wir im Lauf der Jahre gelernt: Weder Weltuntergangsszenarien noch destruktive Kritik werden Völker und Regierungen veranlassen zu handeln. Was wir brauchen, ist eine positive Vision, eine klare Straßenkarte, die uns zeigt, wie wir von hier nach dort kommen. Und klare Verantwortungen für jeden der vielen Akteure im System. Johannesburg muss uns diese Vision geben, die Vision eines globalen Systems, in dem jedes Land seinen Platz hat und seinen Anteil an den Errungenschaften. Und Johannesburg muss uns deutlich vor Augen führen, welchen Anteil wir an dieser Aufgabe zu übernehmen haben.

Wie Tony Blair sagte: „Auf keines dieser Probleme gibt es eine andere Antwort als jene, die auf gegenseitiger Verantwortung beruht.“ Regierungen haben ihre Verantwortungen. Aber das gilt auch für Unternehmen, zivilgesellschaftliche Gruppen und private Bürger. Ich hoffe, dass sie alle in Johannesburg zu einer neuen Koalition zusammenfinden werden - zu einer Koalition für verantwortlichen Wohlstand. In einer Zeit des raschen Wandels muss diese Koalition zur Abkehr vom „business as usual“ führen.

In einer Zeit großen Wohlstands muss diese Koalition zeigen, wie alle Menschen daran Anteil haben können und wie er für die nachkommenden Generationen erhalten werden kann. Und in einer Zeit der Unsicherheit muss diese Koalition die Aussicht auf Frieden stärken, indem sie die Hoffnung nährt, dass das Leben morgen besser, sicherer, fairer und lebenswerter sein wird als heute.

Ob diese drei Konferenzen in Doha, Monterrey und Johannesburg einmal ihren Platz in den Geschichtsbüchern finden werden, hängt von uns ab. Wenn wir ihre Chance nicht nutzen, werden sie nur eine dürre Fußnote der Geschichte bleiben. Aber ich wünsche mir, dass sie einmal ein eigenes Kapitel in den Geschichtsbüchern verdienen, in dem es heißen könnte:

„Angesichts der Herausforderungen der Ziele, die sich die Staats- und Regierungschefs auf dem Millenniumsgipfel gesetzt haben und geschockt von den Schrecken des 11. September zu einem stärkeren Bewusststein für das gemeinsame Schicksal gefunden, hat die Menschheit in den folgenden 12 Monaten zu guter Letzt den Willen aufgebracht, um die wirklich harten Fragen der Zukunft anzugehen. In leidenschaftlichen Debatten in den Verhandlungssälen und auf den Fluren der drei großen Weltversammlungen hat sie die Instrumente, Strategien und kreativen Partnerschaften entwickelt, die für dieses Werk erforderlich sind.“

Das möchte ich gerne in 15 Jahren lesen. Lassen Sie uns gemeinsam ans Werk gehen, damit es Wirklichkeit wird!

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