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Wirtschaft des 21. Jahrhunderts durch Senkung der Treibhausgase stärken, fordert scheidender UN-Klima-Chef

UNIC/449

Generalsekretär Annan würdigt politische Umsicht und Teamarbeit Zammit Cutajars

BONN/NEW YORK, 30. Januar 2002 (UNFCCC) - Nach elf Jahren an der Spitze des UNO-Klimasekretariats scheidet der Exekutivsekretär der Rahmenkonvention der Vereinten Nationen für Klimawandel (UNFCCC), Michael Zammit Cutajar, Ende des Monats aus seinem Amt aus. Er hat aus diesem Anlass die Regierungen aufgerufen, mehr Augenmerk auf die langfristigen Vorteile der Schaffung klimafreundlicher Wirtschaften zu legen.

„Es wäre naiv von den Regierungen zu verlangen, ihre Wirtschaftsinteressen beiseite zu lassen. Ich hoffe aber, dass eine bessere Einschätzung der Kosten des Nichthandelns gegenüber den wirtschaftlichen Vorteilen der Innovation im Bereich der Technologie und der Lebensstile zu einer ausgewogeneren wirtschaftlichen Sicht führen wird“, sagte der Exekutivsekretär.

Mit Zammit Cutajars Abgang geht auch ein dreijähriger Verhandlungszyklus zu Ende, der bald nach der Annahme des Protokolls von Kyoto 1997 in Japan einsetzte. Eine Paketlösung, die den Regierungen den Weg zur Ratifikation des Protokolls freimachte, wurde innerhalb weniger Monate im Vorjahr auf den Vertragsstaatenkonferenzen von Bonn und Marrakesch fertiggestellt. Außerdem wurde in Marrakesch eine Ministererklärung als Beitrag zum Weltgipfel über nachhaltige Entwicklung im kommenden September in Johannesburg verabschiedet.

„Bei der Klimarahmenkonvention geht es nicht um Umwelterhaltung und Bekämpfung der Umweltverschmutzung im engeren Sinn, sondern um Transformationen, die größere Effizienz bei der Nutzung der Ressourcen und mehr Gerechtigkeit im Zugang zu diesen Ressourcen bringen werden“, betont Zammit Cutajar. „Sie ist keine Konvention über die globale Umwelt, sondern eine Konvention über die nachhaltige Entwicklung der globalen Wirtschaft.“

Aus allen Teilen der Welt, von Regierungsmitgliedern und hohen Beamten, Vertretern von Nichtregierungsorganisationen und vielen Kollegen aus dem UNO-System sind anerkennende Worte für seine Führung des Klimasekretariats eingetroffen. Die Konferenz von Marrakesch hat in einer eigenen Resolution ihren Dank für seine Tätigkeit zum Ausdruck gebracht.

Der Malteser Zammit Cutajar wurde Anfang 1991 Exekutivsekretär des Zwischenstaatlichen Verhandlungsausschusses für eine Rahmenkonvention über Klimawandel. 1995 wurde er vom Generalsekretär der Vereinten Nationen zum Leiter des permanenten Sekretariats der Kon-ven-tion ernannt.

„In den letzten zehn Jahren hat Michael Zammit Cutajar mit großer Umsicht dazu beigetragen, dem Verhandlungsprozess über den Klimawandel die richtige Richtung zu geben und ein effizientes und allseits geachtetes Sekretariatsteam in Bonn aufgebaut“, erklärte UNO-Generalsekretär Kofi Annan. „Wir werden seine Führungsqualitäten sehr vermissen, aber ich habe keinen Zweifel daran, dass er in diesen und ähnlichen Fragen auch weiterhin von sich hören lässt und dass er - da 2001 das zweitheißeste Jahr der letzten 140 Jahre war - auch 2002 laut und deutlich dazu Stellung nehmen wird.“

Vor zwei Wochen hat Generalsekretär Annan die Holländerin Joke Waller-Hunter zur neuen Exekutivsekretärin der Konvention ernannt. Sie ist eine erfahrene internationale Beamtin, die jetzt an der Spitze des Umweltdirektorats der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris steht und davor die Abteilung für nachhaltige Entwicklung am Sitz der Vereinten Nationen in New York geleitet hat.

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Hinweis für Journalisten: Die „Ministererklärung von Marrakesch“ - Beitrag zum Weltgipfel über nachhaltige Entwicklung - vom 9. November 2001 finden Sie in Dokument FCCC/CP/2001/L.27/Rev.1 auf der UNFCCC Web Site im Internet unter http://www.unfccc.int/resource/docs/cop7/l27r01.pdf. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Michael Williams, Tel.: +41-22 917 8242.

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