Donnerstag, 23 November 2017
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Generalsekretär Kofi A. Annan: Die Welt muss sicherstellen, dass die Bergregionen ihre Reichtümer an viele Generationen weitergeben können

UNIC/440

Erklärung zur Eröffnung des Internationalen Jahres der Berge 2002

NEW YORK, 11. Dezember -- 1998 hat die 53. UNO-Generalversammlung das Jahr 2002 zum “Jahr der Berge“ erklärt, das am 11. Dezember 2001 in New York offiziell eröffnet wurde. Generalsekretär Kofi Annan hat aus diesem Anlass folgende Erklärung veröffentlicht:

Gleichermaßen erdrückend und erhebend: nur wenige Naturschauspiele sind so Ehrfurcht einflößend wie die Berge. Aber allzu oft werden Berge auch als zu entrückt von den täglichen Sorgen der Menschen wahrgenommen. Nichts jedoch könnte weiter von der Wahrheit entfernt liegen. Berge sind weltweit Heimat vieler Völker und wichtiger kultureller Traditionen. Sie beherbergen ein reiches Reservoir an Artenvielfalt. Sie versorgen uns mit lebenswichtigen Ressourcen wie Wasser oder Holz und tragen damit zum Lebensunterhalt eines beachtlichen Teils der Weltbevölkerung bei.

Die Gebirgswelt ist jedoch großen Risiken ausgesetzt. Satellitenaufnahmen zeigen einen deutlichen Rückgang an Bergwäldern in den letzten 10 bis 20 Jahren. Die Pflanzen- und Tierwelt der Berge ist durch den Verlust ihres Lebensraumes und durch den Klimawandel gefährdet. Flusssysteme und Wasser-Einzugsgebiete werden beschädigt und verschmutzt. Einheimische Traditionen und überliefertes Wissen verschwinden immer mehr.

Die Kosten für Gemeinden und Gewerbe sind hoch: Tourismus-Rückgang; schwindende Wasserversorgung und Fischerei; dazu verringerte Wasserkraft und blockierte Wasserspeicher durch Verschlammung und schlechtes Wassermanagement. Hier besteht eine dringende Notwendigkeit für einen Ausgleich zwischen Entwicklung und Erhaltung.

Die Vereinten Nationen haben 2002 zum Internationalen Jahr der Berge erklärt, um die Aufmerksamkeit auf die Ökosysteme der Gebirge zu lenken, das kulturelle Erbe der Bergvölker zu schützen sowie die Erhaltung und nachhaltige Entwicklung der Bergregionen zu fördern. Ein Schlüssel zu dauerhaften Lösungen ist die effektive Zusammenarbeit zwischen den Bergvölkern, Tourismusveranstaltern, Umweltaktivisten und dem privaten Sektor. Jeder sollte seinen Anteil dazu leisten, dass die Gebirge der Welt ihre Reichtümer an viele zukünftige Generationen weitergeben können. Das ist eine Herausforderung, die die Menschen in aller Welt gemeinsam meistern können und müssen.

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