Dienstag, 21 November 2017
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Generalsekretär Kofi A. Annan: Aids erschüttert die Sicherheit von Gesellschaft und Wirtschaft

UNIC/430

Erklärung zum Welt-Aids-Tag, 1. Dezember 2001

NEW YORK, 1. Dezember 2001 - Am 1. Dezember 1988 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum ersten Mal einen Welt-Aids-Tag ausgerufen, der seither alljährlich begangen wird. UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat aus Anlass des diesjährigen Welt-Aids-Tages folgende Erklärung veröffentlicht:

Die Welt nach dem 11. September lässt uns alle stärker darüber nachdenken, was für eine Welt wir für unsere Kinder wollen. In dem neuen unsicheren Umfeld, in das wir geworfen worden sind, fühlen wir so stark wie nie zuvor das Bedürfnis, uns an eine Vision von Frieden und Sicherheit halten zu können, aber auch an menschliche Sicherheit. Die Aufgabe der Vereinten Nationen, das Leben aller Völker zu verbessern, ist umso dringender geworden. Das bedeutet, wir müssen unsere Anstrengungen verdoppeln, um HIV/Aids zurück zu drängen.

Unsicherheit erfüllt das Leben und die Familien der von HIV/Aids betroffenen Menschen. Doch Aids erschüttert auch die Sicherheit ganzer Gesellschaften, Gemeinschaften und Wirtschaftssysteme. Die Seuche ist tatsächlich eines der größten Hindernisse für die Entwicklung. Sie beeinträchtigt regionale und globale Stabilität und droht, demokratische Entwicklungen zu verlangsamen. In diesem Sinne raubt Aids nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Zukunft. Das alles geht durch Aids verloren.

Diese Verluste werden immer größer. Die diesjährigen Zahlen zum Stand der Krankheit zeigen, dass die Gesamtzahl der Menschen, die mit HIV/Aids leben, stetig zunimmt. Jede Stunde an jedem Tag infizieren sich fast 600 Menschen. Und jede Stunde sterben mehr als 60 Kinder an dem Virus.

Das Motto des diesjährigen Welt-Aids-Tages stellt die Frage: “AIDS - das geht mich an… Dich auch?“ Für uns alle, die wir uns Gedanken über die Art der Welt machen, in der unsere Kinder leben sollen, ist die Antwort ein eindeutiges „Ja“. Aber wir müssen mehr tun, als nur „Ja“ zu sagen. Wir müssen alle Kräfte vereinen und etwas dafür tun.

Jahrelang haben wir nur langsam und ungenügend auf diese Seuche reagiert. Dieses Jahr aber hat einen Wendepunkt im Kampf gegen HIV/Aids gebracht. Zu keiner Zeit der vergangenen zwei Jahrzehnte, in denen wir uns dieser Katastrophe stellten, hat es je eine derartige gemeinsame Entschlossenheit und soviel Möglichkeiten zum kollektivem Handeln gegeben - sei es zwischen den Regierungen, innerhalb der Zivilgesellschaft und dem Privatsektor; zwischen Stiftungen, Meinungsbildnern und Menschen, die mit der Krankheit leben. Die beeindruckende Zahl von Spendenzusagen für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria, der erst in diesem Frühjahr vorgeschlagen wurde, ist eines von vielen Zeichen für eine neue Bereitschaft zur Verantwortung. Dank der Sondertagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen über HIV/Aids im Juni haben wir jetzt weltweit vereinbarte Ziele. Jeder von uns muss seinen Teil zur Erreichung dieser Ziele beitragen.

Lassen Sie uns an diesem Welt-Aids-Tag das Versprechen ablegen, unser Engagement in Handlung umzusetzen. Lassen Sie uns den Beschluss fassen, engagiert und betroffen genug zu sein, um eine Welt frei von Aids für künftige Generationen zu schaffen.

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