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UNO-Generalsekretär Kofi Annan: „Veränderte Industriepolitik und Diversifikation sind Schlüsselelemente für die Wirtschaftsentwicklung Afrikas“

UNIC/423

Erklärung zum Internationalen Tag der Industrialisierung Afrikas, 20. November 2001

NEW YORK, 14. November 2001 - UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat zum Tag der Industrialisierung Afrikas, der jedes Jahr am 20. November begangen wird, folgende Erklärung abgegeben:

Jedes Jahr begehen die Vereinten Nationen am 20. November den Internationalen Tag der Industrialisierung Afrikas, der darauf ausgerichtet ist, die internationale Unterstützung für die industrielle Entwicklung in Afrika voranzutreiben.

Viele afrikanische Staaten haben weiterhin eine schlechte Infrastruktur, schwache institutionelle Kapazitäten und leiden an einer immer größer werdenden Technologiekluft zu anderen Nationen sowie an nicht ausreichenden Regulierungssystemen. Für afrikanische Länder ist es immer schwieriger, sich in die schnell wandelnde globale Wirtschaft zu integrieren; und die Vorteile der Globalisierung gehen zum größten Teil an ihrem Kontinent vorbei. Bedenken gegenüber der Globalisierung, besonders die Fortdauer der Armut und die Gefahr, noch weiter an den Rand gedrängt zu werden, sind ebenfalls gewichtige afrikanische Sorgen.

Die industrielle Entwicklung kann bei der Überwindung dieser Probleme eine Schlüsselrolle spielen. Das Thema des diesjährigen Internationalen Tags der Industrialisierung Afrikas - „Die Herausforderungen der afrikanischen Industrialisierung im neuen Jahrtausend“ - unterstreicht die dringende Notwendigkeit für die afrikanischen Staaten, ihre Industriepolitik überdenken. Eine Reihe Länder hat damit bereits begonnen, in der Erkenntnis, dass sich afrikanische Staaten nicht länger nur auf billige Arbeitskräfte und Rohstoffe verlassen dürfen. Vielmehr müssen sie ihre statischen Wettbewerbvorteile in dynamische verwandeln, was bedeutet, die Arbeitsproduktivität zu steigern, die Steuerung der Wirtschaft zu verbessern, Investitionen und Unternehmergeist zu fördern und die zentrale Rolle der Frauen zu stärken. Der Industrialisierung auf dem Land, der Informationstechnologie und der Konzentration auf Kleinbetriebe und mittelständische Unternehmen - das Rückgrat jeder industrialisierten Gesellschaft - müssen ebenfalls Vorrang eingeräumt werden.

Industrielle Entwicklung ist ein bedeutender Teil der 'Neuen Partnerschaft für Afrikas Entwicklung' (NEPAD) - des umfassenden Planes für den Wiederaufbau Afrikas, der auf dem Gipfeltreffen im Juli in Lusaka verabschiedet wurde, auf dem die afrikanischen Staats- und Regierungschefs auch die Gründung einer Afrikanischen Union beschlossen hatten. Beruhend auf afrikanischem Besitz und afrikanischer Führung legt NEPAD besonders großes Gewicht auf die Verarbeitung, die Entwicklung und Weiterentwicklung bestehender Industrien sowie auf regionale Konzepte.

Wenn afrikanische Industrien wachsen sollen, brauchen sie nicht nur ein wirtschaftsfreundliches Klima im Inland, sondern ebenso offene Außenhandelsmärkte und internationale Unterstützung. Die Vereinten Nationen, insbesondere die Organisation der Vereinten Nationen für Industrielle Entwicklung (UNIDO), werden weiter bei der Stärkung der afrikanischen Wirtschaften und der industriellen Entwicklung des Kontinents helfen.

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