Samstag, 25 November 2017
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UNO-Generalsekretär Kofi Annan: „Ohne Toleranz gibt es keinen Frieden“

UNIC/421

Erklärung zum Internationalen Tag der Toleranz, 16. November 2001

NEW YORK, 16. November 2001 - 1996 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen, jedes Jahr am 16. November den Internationalen Tag der Toleranz zu begehen. Aus diesem Anlass hat Generalsekretär Kofi Annan folgende Erklärung veröffentlicht:

Seit den entsetzlichen Anschlägen am 11. September ist die Welt vereint wie noch nie. Millionen von Menschen aller Gesellschaften und Kulturen haben ihr Verständnis beteuert, dass wir alle zur gleichen Familie der Menschheit gehören. Sie haben ihre Trauer und ihre Solidarität ausgedrückt und die gemeinsamen Werte betont, auf der die gesamte Menschheit beruht.

Einer dieser Werte ist Toleranz. Dieser Grundstein der Menschenrechte, des Pluralismus und der Demokratie steht für Offenheit, Dialog, Verständnis und Respekt gegenüber anderen. Es ist ein Wert, der Frieden ermöglicht, und ohne Frieden kann es weder Fortschritt noch Entwicklung geben. Toleranz bedeutet auch, dass alle Menschen wirtschaftliche und soziale Chancen nutzen können. Ausschluss oder Marginalisierung können zu Feindseligkeit und Fanatismus und diese wiederum zu weiterer Intoleranz führen. Toleranz zu fördern ist deshalb ein wichtiger Teil im Kampf gegen den Terrorismus. Sie ist die grundlegende Aufgabe bei unserem Ziel, eine globale Gemeinschaft zu schaffen, die auf den gemeinsamen Werten der Solidarität, der sozialen Gerechtigkeit und der Achtung vor den Menschenrechten beruht.

In unserer globalisierten Welt ist Toleranz unverzichtbar wie noch nie. Der Dialog muss sich gegenüber Gewalt, Verständnis muss sich gegenüber Gleichgültigkeit durchsetzen. Verständnis für andere muss gegenüber Ignoranz und Vorurteilen die Oberhand behalten. Dies müssen die Ziele der Vereinten Nationen sein, wenn wir die Kluft zwischen Menschen und Kulturen verringern wollen. Wir haben bereits wichtige Schritte in diese Richtung unternommen. Das Jahr 2001 ist als Jahr des Dialogs zwischen den Kulturen ausgerufen worden. Die Generalversammlung hat damit geholfen, dass Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Notwendigkeit von Verständnis und Harmonie zwischen den Menschen zu stärken.

Mehr als jemals zuvor muss sich jeder einzelne um Toleranz bemühen. Lassen sie uns an diesem internationalen Tag unser Bekenntnis zu Toleranz, zum Dialog und zur Solidarität bekräftigen - uns selbst gegenüber, in unseren Familien und Gemeinschaften, genauso wie in unseren Beziehungen zu anderen Nationen und Völkern in der Welt. Angesichts der steigenden Intoleranz sind die Gefahren der Gleichgültigkeit einfach zu groß.

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