Freitag, 24 November 2017
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Generalsekretär Annan beklagt Verluste an Menschenleben durch den Konflikt in Afghanistan

UNIC/408

Ermahnung an alle Parteien, Verluste unter der Zivilbevölkerung so gering wie möglich zu halten

NEW YORK, 15. Oktober 2001 - UNO-Generalsekretär Kofi A. Annan hat nachstehende Erklärung zu den Verlusten an Menschenleben durch den Konflikt in Afghanistan abgegeben:

Ich bedauere den tragischen Verlust an Menschenleben, der durch den verstärkten Konflikt in Afghanistan hervorgerufen wurde.

Erste Berichte über Verluste unter der afghanischen Zivilbevölkerung treffen ein, nachdem wir bereits in der Vorwoche über den Tod von vier Afghanen informiert worden waren, die bei dem von den Vereinten Nationen unterstützten Minenräumungsprogramm in Kabul tätig waren. Diese Berichte führen uns neuerlich vor Augen, dass in Zeiten militärischer Einsätze alle Anstrengungen unternommen werden müssen, um das Leben und die Sicherheit der Zivilbevölkerung in Afghanistan sowie jener Afghanen und anderer humanitärer Hilfskräfte zu schützen, die noch im Land tätig sind.

Ich bin auch entsetzt über Berichte, wonach die Taliban in den letzten Tagen afghanische Mitarbeiter der humanitären Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen bedroht und geschlagen haben. Überdies hat eine Menschenmenge das Büro des Kinderhilfswerkes der Vereinten Nationen (UNICEF) niedergebrannt und die Einrichtungen anderer UNO-Organisationen in Quetta, Pakistan, angegriffen.

Durch die Gefährdung des Lebens humanitärer Hilfskräfte und die Zerstörung von Aus-rüstung und Hilfsvorräten werden die Möglichkeiten der Vereinten Nationen und anderer humanitärer Helfer, der notleidenden Bevölkerung die dringend erforderliche Hilfe zu leisten, ernsthaft in Frage gestellt.

Ich ermahne alle Parteien, alle nur denkbaren Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um die Verluste unter der Zivilbevölkerung so gering wie möglich zu halten. Die Welt vereint sich jetzt im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Zugleich müssen wir aber alles in unseren Kräften stehende tun, um die unschuldige Zivilbevölkerung zu schützen.

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