Dienstag, 21 November 2017
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Generalsekretär Kofi A. Annan: Hunger verlängert und verschlimmert Armut

UNIC/407

Erklärung zum Welternährungstag - 16. Oktober 2001

NEW YORK, 16. Oktober 2001 - Der 1979 von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) proklamierte Welternährungstag soll alljährlich am 16. Oktober auf die Probleme der Welternährung aufmerksam machen und die internationale Solidarität im Kampf gegen Hunger, Unterernährung und Armut mobilisieren. Der Tag erinnert an die Gründung der FAO im Jahr 1945. Aus diesem Anlass hat UNO-Generalsekretär Kofi Annan folgende Erklärung veröffentlicht:

Der Welternährungstag gibt uns Gelegenheit, unsere Verpflichtungen im Kampf gegen den Hunger in der Welt zu erneuern. In diesem Jahr verdeutlicht das Motto “Bekämpft den Hunger, um die Armut zu verringern“ die Notwendigkeit, Hunger an sich zu bekämpfen, aber auch als Mittel, um die Armut weltweit zu lindern.

Heute leben 1,2 Milliarden Menschen in tiefer Armut. Mehr als 800 Millionen von ihnen sind chronisch unterernährt. Hunger ist nicht nur eine Folge von Armut in ihrer extremsten Form, sondern trägt auch dazu bei, Armut zu verlängern und zu verschlimmern. Hungernde Menschen können nur sehr eingeschränkt für Produktivität und Wachstum sorgen. Sie können weder ihr Potential als Individuen noch als Gesellschaft ausschöpfen. Das hat verheerende Konsequenzen für die gesamte wirtschaftliche und soziale Entwicklung.

Wir müssen diese Misere beenden. Wir müssen den gemeinsamen politischen Willen und innovative Politik mit Investitionen sowohl in die landwirtschaftliche und ländliche Entwicklung als auch in soziale Sicherheitsnetze verbinden.

Vor fünf Jahren versprachen die Regierungen auf dem Welternährungs-Gipfel in Rom, die Zahl der Hungernden in der Welt bis 2015 zu halbieren. Heute rufe ich die Mitgliedstaaten dazu auf, erneut politische und finanzielle Verpflichtungen einzugehen, um dieses Ziel zu erreichen. Im Licht der jüngsten weltweiten Ereignisse und des gegenwärtigen wirtschaftlichen Klimas sind diese Verpflichtungen bedeutender denn je.

Ich fordere all unsere Partner der internationalen Gemeinschaft auf, an diesem Welternährungstag sich erneut dazu zu verpflichten, den Kampf an beiden Fronten zu führen: gegen den Hunger und gegen die Armut.

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