Freitag, 24 November 2017
UNRIC logo - Deutsch
                

USA/Großbritannien informieren Sicherheitsrat über militärisches Vorgehen in Afghanistan

UNIC/400

Die Präsidenten des Sicherheitsrates und der UNO-Generalversammlung unterstützen gemeinsame Maßnahmen gegen Terrorismus und äußern Sorge über humanitäre Lage

NEW YORK, 8. Oktober 2001 - Auf Antrag der Vereinigten Staaten und des Vereinigten Königreiches ist der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zusammengetreten, um sich über das am 7. Oktober eingeleitete militärische Vorgehen der beiden Länder in Afghanistan, das auch von anderen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen unterstützt worden war, unterrichten zu lassen.

Sicherheitsratspräsident Botschafter Richard Ryan (Irland) erinnerte nach der Sitzung in einer Stellungnahme daran, dass der Rat nach den Terroranschlägen vom 11. September bereits zwei Resolutionen verabschiedet habe. Die Mitglieder des Rates seien entschlossen, für die volle Umsetzung der beiden Entschließungen (Resolution 1368 und 1373) zu sorgen. Der Rat begrüße auch die jüngste Erklärung von Generalsekretär Kofi Annan zu dieser Frage (siehe Pressemitteilung UNIC/399 vom 9. Oktober 2001).

Die USA und Großbritannien haben in einem Schreiben an den Sicherheitsrat darauf verwiesen, dass die im Einklang mit Artikel 51 der UNO-Charta ergriffenen Maßnahmen ihrem unveräußerlichen Recht auf individuelle und kollektive Selbstverteidigung entsprächen. Die militärischen Maßnahmen seien gegen Terroristen und jene, die ihnen Unterschlupf gewährten, gerichtet und in keiner Weise ein Schlag gegen die Bevölkerung Afghanistans, den Islam oder die moslemische Welt.
Die Mitglieder des Sicherheitsrates haben den beiden Ländern für ihre Ausführungen gedankt und gleichzeitig ihrer tiefen Sorge über die humanitäre Lage in Afghanistan Ausdruck verliehen, betonte Ratspräsident Ryan. Der Rat würdige die von vielen Ländern angebotene humanitäre Hilfe und unterstützte die anhaltenden Bemühungen des Generalsekretärs in dieser Frage, insbesondere die Ernennung von Botschafter Lakhdar Brahimi zum Sonderbeauftragten für Afghanistan, der sich mit der politischen und humanitären Lage und alsbald auch mit Fragen des Wiederaufbaus des Landes befassen werde.

Vereint gegen den Terrorismus

Generalversammlungspräsident Han Seung-soo (Republik Korea) verwies zum Abschluss der einwöchigen Debatte über den Terrorismus in der UNO-Generalversammlung darauf, dass die Versammlung bereits unmittelbar nach den Terroranschlägen vom 11. September in ihrer Resolution 56/1 diese Anschläge in schärfster Weise verurteilt und zur internationalen Zusammenarbeit aufgerufen habe, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. In der Debatte über „Maßnahmen zur Beseitigung des internationalen Terrorismus“, an der die Mitgliedstaaten in beispielloser Zahl teilgenommen hätten, sei in unmissverständlicher Weise zum Ausdruck gebracht worden, dass der internationale Terrorismus eine Gefahr für den Weltfrieden und die internationale Sicherheit darstelle und überdies ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit sei.

Auch der Sicherheitsrat habe die Terroranschläge als Gefahr für den Weltfrieden verurteilt und gleichzeitig das in der UNO-Charta anerkannte Recht auf individuelle oder kollektive Selbstverteidigung bekräftigt. Er verstehe, dass sich die gegenwärtigen militärischen Maßnahmen auf diesen Normen gründeten, betonte Präsident Han Seung-soo.

Der internationale Terrorismus sei eine der größten Herausforderungen der internationalen Staatengemeinschaft im 21. Jahrhundert. Jetzt sei es an der Zeit, dass sich die ganze Welt im Kampf gegen den Terrorismus vereint und dass sie all ihr Wissen und all ihr Mittel zum Einsatz bringt, um diese schreckliche Gefahr auszumerzen, sagte der Präsident.

Gleichzeitig rief er alle Mitgliedstaaten auf, dem afghanischen Volk humanitäre Hilfe zu leisten, bzw. diese Hilfe fortzusetzen. Der Kampf gegen den Terrorismus dürfe weder gegen eine ethnische oder religiöse Gruppe, noch gegen die afghanische Bevölkerung gerichtet werden, die unter dem Vorgehen der terroristischen Elemente in ihrem Land, die sie nicht kontrollieren könne, ohnedies schrecklich leiden müsse.

Praktikant/-in für Bonner UNRIC-Büro gesucht

UNRIC bietet im Bonner Büro ein 8- bis 12-wöchiges Praktikum ab Mai 2018 an.
Bewerber/-innen sollten sich noch im Studium befinden, oder vor kurzem ihr Studium beendet haben und erste Erfahrungen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder im Journalismus besitzen.
Sehr gute Englisch- und Deutschkenntnisse sind Voraussetzung. Das Praktikum ist unbezahlt.
Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen an:
[email protected]

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2774
Fax: +49 (0)228 / 815-2777

UN Card 2016 DE 250px front