Donnerstag, 23 November 2017
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UNO-Generalsekretär Kofi A. Annan: Ältere Menschen müssen stärker beteiligt werden

UNIC/395

Erklärung zum Internationalen Tag der älteren Menschen, 1. Oktober 2001

NEW YORK, 1. Oktober 2001 - 1990 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 1. Oktober zum Internationalen Tag der älteren Menschen erklärt. Die Mitgliedsländer wurden aufgefordert, ihre Bemühungen zur Umsetzung des Internationalen Aktionsplans zur Frage des Alterns (1982) fortzusetzen. Aus Anlass dieses Tages hat Generalsekretär Kofi Annan folgende Erklärung veröffentlicht:

Die Menschheit wird älter. Seit 1950 ist die durchschnittliche Lebenserwartung von 46 auf 66 Jahre gestiegen. Bis zur Mitte dieses Jahrhunderts wird sich der Anteil älterer Personen in der Gesellschaft von einem Zehntel auf ein Fünftel verdoppeln. Das demographische Altern, wie es seit langem in den Industriestaaten der Fall ist, erstreckt sich jetzt in raschem Tempo auch auf die Entwicklungsländer.

Eine solche globale Veränderung wirkt sich auf den Einzelnen, auf die Haushalte und Gemeinden und letztendlich auf alle Regierungs- und Gesellschaftsbereiche aus.

Politische Maßnahmen und die generelle Einstellung gegenüber dem Altern müssen sich ebenfalls weiter entwickeln. Fragen des Alterns müssen besser in größere entwicklungspolitische Zusammenhänge eingebettet werden. Ältere Menschen müssen die Möglichkeit haben, an den Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, voll beteiligt zu sein. Wir alle müssen erkennen, wie Entwicklungen der Globalisierung, Verstädterung und Migration oder Gesundheitskrisen wie die HIV/Aids-Epidemie die Stellung der älteren Menschen in der Gesellschaft beeinflussen.

Die zweite Weltversammlung zur Frage des Alterns, die im nächsten Jahr im April in Madrid abgehalten wird, bietet Gelegenheit, neuerlich die internationale Aufmerksamkeit auf diese Ziele zu lenken, größere Solidarität zwischen den Generationen zu fördern und auf der ersten, vor 20 Jahren in Wien abgehaltenen Weltversammlung aufzubauen.

Ich rufe alle Partner auf, diesen Prozess zu unterstützen und auf breiterer Ebene alles in ihren Kräften stehende zu tun, damit alle Männer und Frauen in Sicherheit und Würde alt werden können. Die Grundlage für ein gesundes Altern wird früh im Leben gelegt. Dieser Herausforderung müssen wir uns unverzüglich stellen. 

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