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Vorbereitungen für die nächsten Klimaverhandlungen in Marrakesch, Marokko

UNIC/381

MARRAKESCH/BONN, 10. September 2001 (UNFCCC) - Die marokkanische Regierung und das Sekretariat der UNO-Rahmenkonvention über Klimaänderungen (UNFCCC) haben heute in Marrakesch ein formelles Abkommen über die Durchführung der nächsten Runde hochrangiger Verhandlungen über die globale Erwärmung unterzeichnet. Bei dieser Konferenz soll die im Juli in Bonn erzielte politische Vereinbarung in ein Paket detaillierter Beschlüsse umgesetzt werden, die dann die Ratifikation des Kyoto-Protokolls durch jene Regierungen ermöglicht, deren Mitwirkung für das Inkrafttreten des Protokolls erforderlich ist. Außerdem sollen diese Beschlüsse als Richtlinie für künftige Maßnahmen aufgrund der UNO-Rahmenkonvention dienen.

Der Minister für Raumplanung, Stadtverwaltung, Wohnbau und Umwelt, Mohamed Elyazghi, unterzeichnete das Konferenzabkommen seitens der Gastgeberregierung, UNFCCC-Exekutivsekretär Michael Zammit Cutajar für das Bonner Klimasekretariat. Diese Vereinbarung ermöglicht die Abhaltung der 7. Tagung der Konferenz der Vertragsstaaten der Klima-Rahmenkonvention (COP 7) vom 29. Oktober bis 9. November 2001 im Palais des Congrès in Marrakesch. Die Vertragsstaatenkonferenz, die jährlich mehrere Tausend Teilnehmer versammelt, wird damit erstmals in Afrika stattfinden.

„Das Königreich Marokko freut sich, die Regierungen aus aller Welt nach Marokko einzuladen. Dort müssen wir weitere Fortschritte auf dem Weg zu einer wirksamen internationalen Strategie zur Bekämpfung des Klimawandels machen“, betonte Minister Elyazghi. „Als Gastgeber der Konferenz will Marokko vor der internationalen Staatengemeinschaft das politische Engagement ganz Afrikas für dieses gemeinsame Ziel unter Beweis stellen. Wir werden keine Anstrengungen scheuen, damit COP 7 zu einem Erfolg wird.“

Exekutivsekretär Zammit Cutajar zeigte sich beeindruckt von der Entschlossenheit der marokkanischen Regierung, politische Führung zu zeigen und die für die Konferenz erforderlichen Einrichtungen zur Verfügung zustellen. „Es ist eine besondere Ehre für uns, dass Seine Majestät König Mohammed VI. persönlich an der Konferenz teilnehmen will, gemeinsam mit anderen Staats- und Regierungsschefs, die von ihm dazu eingeladen wurden. Das wird den Verhandlungen die höchstmögliche politische Aufmerksamkeit verleihen“, sagte der UNFCCC-Exekutivsekretär.

Das Kyoto-Protokoll tritt in Kraft, sobald es von mindestens 55 Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention ratifiziert wurde, auf die zusammen mindestens 55% des Kohlendioxidausstoßes dieser Länder im Jahr 1990 entfielen. Bisher haben 39 Länder das Protokoll ratifiziert, darunter Rumänien als bisher einziger Industriestaat. Zahlreiche Länder haben die politische Absicht bekräftigt, das „55:55-Ziel“ bis zu dem im September 2002 in Johannesburg stattfindenden Weltgipfel über nachhaltige Entwicklung zu erreichen.

In zahlreichen Fragen, über die bisher verhandelt wurde, konnten auf der Juli-Konferenz in Bonn Konsensbeschlüsse erzielt werden, die jetzt in Marrakesch endgültig verabschiedet werden sollen. Noch offen sind die Verhandlungstexte über die „Kohlenstoff-Senken“, die Regeln für die sogenannten „Offshore“-Mechanismen (gemeinsame Durchführung, Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung und Emissionshandel - Artikel 6, 12 und 17 des Kyoto-Protokolls), das Berechnungs- und Berichtsverfahren (Artikel 5,7, und 8 des Kyoto-Protokolls), sowie die Einhaltungskontrolle, die in Marrakesch zum Abschluss gebracht und verabschiedet werden sollen.

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HINWEIS FÜR JOURNALISTEN: Weitere Informationen über COP 7, darunter Hinweise für die Presse-Akkreditierung und offizielle Dokumente, finden Sie auf der Website des UNFCCC-Sekretariats unter http://www.unfccc.int/, sowie auf der Website des Gastgeberlandes unter http://www.marrakech-web.net/cop7.

Die Presse-Akkreditierung beginnt am 13. September 2001. Akkreditierungsanträge sollen bis 21. Oktober 2001 im Sekretariat eintreffen. Spätere Akkreditierungen sind möglich; dabei muss allerdings mit Verzögerungen gerechnet werden. Informationen über die Presse-Akkreditierung erhalten Sie bei Michel Smitall, Tel.: +49-228-815-1005, Fax: +49-228-815-1999, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Für Interviews mit UNFCCC-Exekutivsekretär Michael Zammit Cutajar wenden Sie sich bitte an Carine Richard-Van Maele, Tel.: +41-22-917-5816, für Interviews mit Minister Elyazghi an Taha Balafej, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Allgemeine Information über die Klimaverhandlungen erhalten Sie beim Pressesprecher der Konferenz, Michael Williams, Tel.: +41-22-917-8242/244/196, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

In technischen Angelegenheiten des Pressezentrums wenden Sie sich bitte an den Medienkoordinator der Konferenz, Axel Wuestenhagen, Tel.: +49-2287-815-2771, Fax: +49-228-815-2777, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

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