Samstag, 25 November 2017
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Generalsekretär Kofi A. Annan: Durban setzt ein Zeichen der Hoffnung

UNIC/379

NEW YORK, 8. September 2001 - UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat zum Abschluss der Weltkonferenz gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängende Intoleranz in Durban, Südafrika, folgende Erklärung veröffentlicht:

Ich bin sehr froh, dass letztlich eine Einigung zustande gekommen ist. Ich sagte bereits zu Beginn der Konferenz, dass wir die schlimmsten Elemente jeder Gesellschaft ermutigen würden, wenn wir in Durban keinen Konsens erzielen. Aber wir haben jetzt einen Aufruf zu Maßnahmen gegen Rassismus und ein Aktionsprogramm, die von der großen Mehrheit der Mitgliedsstaaten unterstützt werden.

Natürlich enthalten diese Dokumente nicht alles, was viele gewünscht und manches, was andere lieber nicht gesehen hätten. Das ist verständlich, wenn sich so viele Staaten um Einigung in sehr umstrittenen Fragen bemühen. Kompromisse sind unerlässlich; niemand bekommt immer 100 Prozent dessen, was er möchte. Aber wir haben jetzt ein Aktionsprogramm, das viele ausführliche Verpflichtungen der Staaten vorsieht. Dies sollte jenen ein Zeichen der Hoffnung sein, die auf der ganzen Welt gegen den Rassismus kämpfen. Nun sind die Regierungen gefordert, mit diesen Menschen gemeinsam daran zu arbeiten, diese Verpflichtungen auch umzusetzen.

Ich möchte dem Gastgeberland Südafrika und auch den anderen Delegationen danken, die Tag und Nacht an dem Kompromiss gearbeitet haben. Meinen besonderen Dank möchte ich der Präsidentin der Konferenz, Dr. Nkosazana Dlamini-Zuma, sowie Mary Robinson und ihren Mitarbeitern aussprechen, die in den vergangenen zwei Jahren unglaubliche Anstrengungen für die Vorbereitung dieser Konferenz unternommen haben.

Es ist bedauerlich, dass die wertvolle Arbeit der Konferenz von Streitigkeiten über ein oder zwei hoch emotionale Themen überschattet worden ist, besonders durch die Krise im Nahen Osten. Viele schmerzliche Dinge sind angesprochen worden, besonders in dem Entwurf des Forums der Nichtregierungsorganisationen. Dies hat die Atmosphäre eher erhitzt und weniger zu einer vernünftigen und konstruktiven Diskussion beigetragen.

Sicherlich müssen wir alle über diese Erfahrungen nachdenken, um daraus zu lernen. Nicht alle Probleme der Welt können auf Konferenzen der Vereinten Nationen gelöst werden. Wenn sich Mitgliedsstaaten für die Abhaltung solcher Konferenzen entscheiden, dann müssen wir uns bewusst sein, dass bei einigen Themen offene Streitpunkte zu Tage treten, die die internationale Gemeinschaft spalten. Die Vereinten Nationen sind ein Spiegel der Welt, der zeigt, was uns trennt und was uns verbindet. Dies kann schmerzlich aber manchmal auch notwendig sein. Denn nur wenn wir klar erkennen, was uns trennt, können wir daran arbeiten es zu überwinden.

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