Montag, 20 November 2017
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Generalsekretär Kofi Annan, Hohe Kommissarin für Menschenrechte Mary Robinson, UNESCO-Generaldirektor Koïchiro Matsuura: Pressefreiheit - ein unentbehrliches Instrument gegen Rassismus

UNIC/347

Gemeinsame Erklärung zum Welttag der Pressefreiheit - 3. Mai 2001

Die Freiheit der Presse ist einer der wesentlichsten Bestandteile einer demokratischen Gesellschaft, die ihrerseits Grundvoraussetzung für nachhaltige soziale und wirtschaftliche Entwicklung ist.

Für diesen Zusammenhang gibt es in den zehn Jahren seit dem 3. Mai 1991, als afrikanische Journalisten in der namibischen Hauptstadt Windhuk zu einem regionalen Seminar über die Förderung unabhängiger und pluralistischer Medien zusammen kamen, ein immer breiteres Verständnis und immer mehr Akzeptanz. Die Erklärung von Windhuk eröffnete den Reigen weiterer regionaler Verpflichtungserklärungen zur Wahrung der freien Meinungsäußerung und des Zugangs zu vielfältigen, unabhängigen Informationsquellen.

Seit 1991 sind die Medien in vielen Ländern unabhängiger und pluralistischer geworden. Die Radiofrequenzen wurden liberalisiert. Journalisten und andere, die in Medienberufen tätig sind, wurden noch professioneller. Und, dank Internet, haben immer mehr Menschen direkten Zugang zur Massenkommunikation. Diese Veränderungen haben in vielen Ländern bei der Einführung und Stärkung von Demokratie geholfen, ihren Bürgern mehr Gehör verschafft und ihnen mehr Mitentscheidung über ihr eigenes Leben und die Zukunft ihres Landes eingeräumt.

Die Freiheit der Meinungsäußerung ist aber immer noch ein zerbrechliches Gut und kann niemals als selbstverständlich hingenommen werden. In vielen Teilen der Welt ist sie heute noch durch politische, wirtschaftliche, finanzielle, militärische, religiöse oder sogar kriminelle Interessen bedroht. Journalisten, die in ihrer Arbeit solche Interessen in Frage stellen, müssen immer noch mit Einschüchterungen, Gewalt, Exil, Gefängnis und sogar Hinrichtung oder Mord rechnen.

Unterdessen werden viele ethnische und religiöse Gruppen, in der Regel Minderheiten, daran gehindert, von den Medien Gebrauch zu machen, um ihre Ansichten mitzuteilen oder ihre Identität zum Ausdruck zu bringen.

Erfahrungen haben gezeigt, dass sogar die verabscheuungswürdigsten Regime die Unterstützung der Öffentlichkeit erhalten können, wenn es ihnen gelingt, die Medien mundtot zu machen oder sie so zu manipulieren, dass Angst und Hass zwischen den Bürgern aufkommt. Freie, unabhängige und pluralistische Medien spielen eine unverzichtbare Rolle, wenn es darum geht, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auszurotten. Wir hoffen, dass die in diesem Jahr stattfindende Weltkonferenz gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassendiskriminierung und damit zusammenhängende Intoleranz Wege zur Stärkung freier Medien in der ganzen Welt aufzeigen und die Journalisten an ihren unerlässlichen Bildungsauftrag für die Öffentlichkeit und ihren Beitrag zur Förderung von Frieden und gegenseitiger Achtung zwischen den Menschen erinnern wird.

An diesem Welttag der Pressefreiheit 2001 rufen wir Entscheidungsträger auf allen Ebenen dazu auf, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um sicherzustellen, dass Journalisten ihrer Arbeit ungehindert und frei von Einschüchterung nachgehen können, damit die Menschen in der ganzen Welt von dem freien Fluss der Ideen profitieren können.

Wir appellieren an die Journalisten, weiterhin an den höchsten Standards ihres Berufes festzuhalten, es abzulehnen, ihre Fähigkeiten in den Dienst der Verbreitung von Hass zu stellen, und stets den Grundsatz der Unparteilichkeit hoch zuhalten.

Wir fordern die gesamte internationale Gemeinschaft zur Verteidigung und zum Schutz eines grundlegenden Menschenrechts auf - des Rechts, frei von Zensur, Informationen über alle Landesgrenzen hinweg und über alle verfügbaren Medien zu empfangen und zu verbreiten.

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