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Generalsekretär Kofi Annan: Den psychischen Krankheiten mit mehr Offenheit begegnen!

UNIC/339

Erklärung zum Weltgesundheitstag - 7. April 2001

Psychische Krankheiten zerstören versteckte Landschaften des menschlichen Geistes, oftmals ohne äußerliche Anzeichen, die ihre verheerenden Folgen verraten könnten. Viele, die unter solchen Störungen leiden, leiden deshalb im Stillen, gefangen von Scham oder dem Stigma ihrer Krankheit, die oft erfolgreich behandelt werden könnte.

Um weltweit Aufmerksamkeit für dieses Problem zu wecken, hat die Weltgesundheitsorganisation den diesjährigen Weltgesundheitstag der medizinischen Forschung, der Vorsorge und den im Zusammenhang mit geistiger Gesundheit auftretenden ethischen Fragen gewidmet.

Das Motto des Tages “Nicht länger ausschließen - Fürsorge wagen“ unterstreicht, dass die Weltgemeinschaft ihre Besorgnis um die geistige Gesundheit offen und ehrlich ansprechen soll. Da kann es keinen Zweifel geben: Dieses Anliegen ist dringend. Heutzutage leiden ungefähr 400 Millionen Menschen an Gehirnstörungen und Geisteskrankheiten.

Schizophrenie, Alkoholabhängigkeit, bipolare und manische Störungen gehören zu den Krankheiten, die weltweit die meisten Behinderungen hervorrufen. Darüber hinaus wird die Zahl dieser Erkrankungen in den nächsten Jahrzehnten vermutlich stark ansteigen, vor allem unter der Bevölkerung in den Entwicklungsländern.

Trotz der enormen sozialen und wirtschaftlichen Belastungen, die psychische Erkrankungen mit sich bringen, haben mehr als 40% der Länder weltweit keine klar formulierte Politik für psychische Gesundheit und mehr als 30% haben keine eigenen Programme auf diesem Gebiet. Eine globale Strategie zur Bewältigung der Krise der psychischen Gesundheit ist nötig, sowohl für die Prävention als auch für die Behandlung. Dieses Thema wird von den 191 Mitgliedsstaaten der WHO auf der Jahrestagung der Weltgesundheitsversammlung im Mai aufgegriffen und im Weltgesundheitsbericht, der im Oktober erscheint, veröffentlicht werden. Aber es gibt noch mehr, was getan werden kann.

Es wird Zeit für die Regierungen, Mittel zur Verfügung zu stellen und eine auf die Bedürfnisse der psychischen Gesundheit abgestellte Politik zu schaffen. Es ist Zeit für jeden Einzelnen von uns, sich von unseren Ängsten und unseren falschen Vorstellungen über psychische Krank-heiten zu befreien. Mit Aufrichtigkeit und Verständnis können wir die Mauer der sozialen Stigmatisierung überwinden, die die Krankheiten umgibt. An diesem Weltgesundheitstag sollten wir uns zu diesen Aufgaben bekennen, um sicherzustellen, dass Menschen, die an psychischen Erkrankungen leiden, nicht länger im Stillen leiden müssen.

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