Dienstag, 21 November 2017
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Vertreter aus mehr als 170 Ländern diskutieren in Bonn über konkrete Maßnahmen gegen Wüstenbildung und Dürre

UNIC/333

BONN, 19. März 2001 (UNCCD) -- Vom 19. März bis 6. April wollen mehr als 250 Vertreter zahlreicher Staaten, UNO-Organisationen sowie anderer internationaler Organisationen und Nichtregierungsorganisationen in Bonn in einer Ad-Hoc-Arbeitsgruppe (AHWG) über 100 Berichte von Regierungen, sub-regionalen und regionalen Organisationen prüfen, die seit 1999 ausgearbeitet wurden.

„Wir wollen jetzt sehen, ob bei der weltweiten Bekämpfung der Wüstenbildung Fortschritte erreicht wurden“, sagte der Exekutivdirektor der UNO-Konvention für die Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD), Hama Arba Diallo, zu Beginn des dreiwöchigen Treffens, bei dem Erfahrungen, Probleme und Erfolge bei der Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre erörtert werden sollen.

Die Arbeitsgruppe wird die nationalen, sub-regionalen und regionalen Programme und Maßnahmen überprüfen, die von den mit Wüstenbildung und Dürre in Afrika, Asien, Lateinamerika, der Karibik und der nördlichen Mittelmeerregion betroffenen Ländern ausgearbeitet und umgesetzt worden sind. Dabei sollen auch Ergebnisse und Probleme, die im Verlauf dieses Prozesses entstanden sind, sowie künftige Initiativen und Erfordernisse zur Sicherstellung des Erfolges dieser Maßnahmen diskutiert werden.

Die Vertreter der Industriestaaten, der Vereinten Nationen und anderer internationaler Organisationen werden ebenfalls über ihre Initiativen zur Unterstützung der betroffenen Entwicklungsländern berichten. Auch Nichtregierungsorganisationen werden an der Tagung teilnehmen und ihre Erfahrungen beisteuern.

Jeder Woche wird eine andere Region im Mittelpunkt der Analyse stehen. In der ersten Woche (19. bis 23. März) sollen die Berichte der afrikanischen Länder ausgewertet werden, in der zweiten (26. bis 30 März) die Berichte der asiatischen und in der dritten (2. bis 6. April) die Berichte der lateinamerikanischen und karibischen Länder.

Die Industrienationen und die internationalen Organisationen werden ebenfalls Berichte vorstellen. Während die betroffenen Länder vor allem über ihre Strategien und Initiativen zur Umsetzung der UNO-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung berichten wollen, präsentieren die Industrienationen, die Vereinten Nationen und andere internationale Organisationen ihre Unterstützungsmaßnahmen für diese Vorhaben.

Die Arbeitsgruppe trifft zum zweiten Mal in Bonn zusammen. Das erste Treffen fand anläßlich der Vierten Vertragsstaatenkonferenz der UNCCD (COP4) im vergangenen Dezember statt. Dabei konnten die Teilnehmer insgesamt 23 ausgewählte Länderberichte aus allen Regionen, sowie vier sub-regionale und vier regionale Berichte erfolgreich überarbeiten.

Bisher sind über 30 nationale Aktionsprogramme zum Kampf gegen Wüstenbildung und zur Linderung der Auswirkungen der Dürre ausgearbeitet und verabschiedet worden. Derzeit bemüht man sich um eine stärkere Zusammenarbeit auf sub-regionaler, regionaler und interregionaler Ebene. In Asien und Afrika sind thematische Programmnetzwerke entstanden, die sich auf besonders relevante Bereiche für die Umsetzung der Konvention konzentrieren. Dazu gehören Wassermanagement, Agroforstwirtschaft, Schutz des Bodens, Überwachung und Bewertung der Wüstenbildung, Weidelandnutzung, Dünenbefestigung und andere Fragen.

Weltweit bedrohen Wüstenbildung und Trockenheit das Leben von mehr als 1,2 Milliarden Menschen, die auf das Land angewiesen sind, um ihre Grundversorgung zu bestreiten. Wüstenbildung und Trockenheit schwächen den landwirtschaftlichen Ertrag und gefährden Wohlstand und Gesundheit der Bevölkerung in mehr als 110 Ländern.

Bis heute haben 173 Staaten die UNO-Konvention ratifiziert. Diese Zahl spiegelt nicht zuletzt die wachsende Bedeutung wider, die dem globalen Problem der Bodendegradierung beigemessen wird. Sie zeigt auch, dass die Konvention ein geeignetes internationales Instrument ist, um dieses Problem anzugehen.

Die Konvention betont die globale Dimension der Wüstenbildung und ruft zu verstärkten Maßnahmen zur Umsetzung nationaler, sub-regionaler und regionaler Aktionsprogramme gegen die Wüstenbildung auf. Außerdem tritt sie für die Förderung der nachhaltigen Entwicklung, insbesondere in den Trockenzonen der Erde, ein.
Als rechtsverbindliches Instrument ist die Konvention aus der UNO-Konferenz über Umwelt und Entwicklung hervorgegangen, die 1992 in Rio de Janeiro stattfand.

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HINWEIS FÜR JOURNALISTEN: Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Rajeb Boulharouf, Fax: (+49-228) 815-2899, Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder Marcos Montoiro, Tel.:(+49-228) 815-2806, E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . Einzelne Länderberichte und Informationen über die Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung können Sie im Internet unter http://www.unccd.int/ finden.

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