Samstag, 25 November 2017
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Rechte der Frauen auf dem Prüfstand

UNIC/324
Hintergrundinformation

45. Jahrestagung der UNO-Kommission für die Rechtsstellung der Frau

Zwei Tage vor dem Internationalen Tag der Frau beginnt in New York die 45. Jahrestagung der UNO-Kommission für die Rechtsstellung der Frau. Bei der Zusammenkunft vom 6. bis 16. März steht eine Analyse der erzielten Fortschritte bei der Umsetzung der Beschlüsse der Vierten Weltfrauenkonferenz 1995 in Beijing und der Sondertagung der Generalversammlung „Frauen 2000: Gleichstellung, Entwicklung und Frieden im 21. Jahrhundert“ im Vordergrund. Als Spezialthemen werden in diesem Jahr HIV/Aids sowie verschiedene Formen der Diskriminierung von Frauen vertiefend behandelt.

Die Kommission wird auch neue Tendenzen und Ansätze bei der Behandlung von Themen, die die rechtliche Situation der Frau betreffen, erörtern und strategische Ziele und Maßnahmen für das kommende, mehrjährige Arbeitsprogramm festlegen. Eine Aktionsplattform mit einer Auflistung von einem Dutzend Bereichen mit dringendem Handlungsbedarf ist zu diesem Zweck ausgearbeitet worden.

Zu den Folgemaßnahmen des Frauengipfels zählt die Bewertung und Überprüfung aller Programme und Organisationen des UNO-Systems sowie des Sekretariats der Vereinten Nationen aus der Perspektive der Gleichstellung von Frauen. Der Generalsekretär legt dazu einen Bericht mit Statistiken über den prozentualen Anteil von Frauen in unterschiedlichen Arbeits- und Führungsebenen der Vereinten Nationen vor. Ein weiterer Bericht befasst sich mit der nächsten Phase (2002 - 2005) des Plans für die Förderung von Frauen im UNO-System.

Der Kommission liegt auch ein gemeinsamer Arbeitsplan zu den Menschenrechten von Frauen für das UNO-Zentrum für Menschenrechte und die UNO-Abteilung für die Förderung von Frauen der UNO vor.

Die Freilassung von Mädchen und Frauen, welche bei bewaffneten Konflikten als Geiseln und Gefangene gehalten werden, sowie die Hilfestellung für palästinensische Frauen und die Bestandsaufnahme zur Lage der Frauen und Mädchen in Afghanistan bilden weitere Punkte der Tagesordnung.

Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen stehen im Zentrum der Bemühungen des UNO-Entwicklungsfonds für Frauen, der der Kommission Informationen über die Errichtung eines Treuhandfonds zur Unterstützung von regionalen, nationalen und internationalen Initiativen zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen präsentieren wird.

Ein Bericht des Ausschusses für die Beseitigung der Diskriminierung von Frauen faßt die von verschiedenen Vertragsstaaten der gleichnamigen UNO-Konvention ergriffenen Maßnahmen zur Umsetzung dieses internationalen Abkommens zusammen.
Erster thematischer Schwerpunkt der 45. Jahrestagung ist die zunehmende Gefährdung von Frauen und Mädchen durch HIV/Aids. Die Regierungen und die betreffenden Programme der Vereinten Nationen waren von der Kommission dazu aufgerufen worden, speziell konzipierte Maßnahmen für die Bedürfnisse HIV-infizierter Frauen und Mädchen durchzuführen. Der Situation dieser Frauen und Mädchen soll im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit besondere Aufmerksamkeit eingeräumt werden.

Der zweite thematische Schwerpunkt ist dem Thema Diskriminierung und Geschlechterfragen gewidmet. Auch dazu liegen, wie beim ersten Schwerpunkt, Empfehlungen eines Expertengremiums vor. Es geht dabei um den Zusammenhang zwischen der Gleichstellung der Geschlechter und verschiedenen Arten von Diskriminierung, wie insbesondere Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängender Intoleranz.

Aufgaben und Zusammensetzung der Kommission

Die UNO-Kommission für die Rechtsstellung der Frau wurde im Jahr 1946 als funktionale Kommission des Wirtschafts- und Sozialrats eingerichtet. Ihre Aufgabe ist die Ausarbeitung von Empfehlungen und Berichten zur Förderung der Rechte von Frauen auf politischer, wirtschaftlicher, zivilgesellschaftlicher, sozialer und bildungspolitischer Ebene. Ihre 45 Mitglieder werden für eine Amtszeit von vier Jahren vom Wirtschafts- und Sozialrat gewählt. 13 Mitglieder kommen aus Afrika, 11 aus Asien, vier aus Osteuropa, neun aus Lateinamerika und der Karibik und acht aus Westeuropa und anderen Staaten. Den Vorsitz führt derzeit Dubravka Simonovic (Kroatien).

Nach der Vierten Weltfrauenkonferenz in Beijing 1995 beauftragte die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Kommission, die Umsetzung der Beschlüsse der Weltfrauenkonferenz weiter zu verfolgen und vor allem besonders kritische Bereiche der Aktionsplattform regelmäßig zu überprüfen.

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HINWEIS FÜR JOURNALISTEN: Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Elisabeth Ruzicka-Dempsey, UNO-Hauptabteilung für Presse und Information / Abteilung Entwicklung und Menschenrechte, Tel. + 1-212-963 1742, Fax: + 1-212-963 1186, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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