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Klimagespräche werden im Juli in Bonn wiederaufgenommen

UNIC/322

BONN, 28. Februar 2001 (UNFCCC) - Der Präsident der im vergangenen November in Den Haag unterbrochenen Klimagespräche, Jan Pronk, hat die Wiederaufnahme der Verhandlungen für 16. - 27. Juli 2001 in Bonn angekündigt. Die Konferenz wird im Hotel Maritim stattfinden.

„Ich bin zuversichtlich, dass dieses neue Datum den Regierungen die erforderliche Zeit gibt, um sich auf die Beschlüsse, die gefasst werden müssen, vorzubereiten“, erklärte der holländische Umweltminister Pronk. „Es ist jetzt ganz wichtig, dass wir die politische Dynamik nicht verlieren, damit sich alle entscheidenden Akteure für baldige Maßnahmen zur Senkung der Treibhausgasemissionen engagieren.“

Im Verlauf der zweiwöchigen Tagung soll die Sechste Vertragsstaatenkonferenz (COP6) des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimawandel (UNFCCC) wiederaufgenommen werden; daneben sollen die beiden Hilfsorgane der Konvention zu kurzen parallelen Treffen zusammenkommen.

Den Beschluß zur Wiederaufnahme der Verhandlungen konnte Pronk erst nach ausführlichen Konsultationen mit verschiedenen Regierungen zu Jahresbeginn fassen. Am 12. Februar wurde er vom Präsidium der Konferenz beauftragt, einen geeigneten und erschwinglichen Tagungsort in der Zeit zwischen Mitte Juni und Ende Juli zu finden. Als wirtschaftlich günstigste Option fiel die Wahl auf Bonn, den Sitz des Konventionssekretariats.

Die Teilnehmer der wiederaufgenommenen Klimagespräche werden nicht zuletzt auch von der jüngsten wissenschaftlichen und technischen Fünfjahresstudie des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimawandel (IPCC) profitieren. Der Ausschuss hat darin bestätigt, dass der Einfluss des Menschen auf das globale Klima jetzt stärker denn je nachweisbar ist. Die Studie enthält die bisher umfassendste Darstellung der Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die verschiedenen Regionen der Welt. Der Ausschuss ist jetzt dabei, die Beurteilung der zur Senkung des Treibhausgasausstoßes anwendbaren politischen Richtlinien und technischen Verfahren abzuschließen.

Zu den wichtigen Fragen, die bei der Wiederaufnahme der Klimagespräche gelöst werden müssen, zählt ein Paket von Finanzhilfe und Technologietransfer für die Entwicklungsländer, damit diese, etwa durch geeignete Anpassungsmaßnahmen an die Auswirkungen des Klimawandels, wirksam zum globalen Vorgehen gegen diese Entwicklung beitragen können. Außerdem geht es um die Schaffung eines internationalen Systems für den Handel mit Emissionen und ein Verfahren für „saubere Entwicklung“, um das Ausmaß der inländischen Umsetzung der gesetzten Ziele (im Gegensatz zum Emissionshandel oder zum Verfahren für „saubere Entwicklung“), um die Regeln für die Bemessung der durch Kohlenstoff-Senken (z.B. Wälder und Ackerland) erzielbaren Emissionsreduzierungen und um die Überwachung der Einhaltung der im Kyoto-Protokoll festgelegten Ziele.

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HINWEIS FÜR JOURNALISTEN: Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Sekretariats der UNO-Klimakonvention http://www.unfccc.int/, von Michel Smitall in Bonn, Tel.: +49-228-815-1005, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder von Michael Williams in Genf, Tel.: +41-22-917-8242, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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