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Wiederaufnahme der Klimagespräche im Sommer

UNIC/318

NEW YORK, 12. Februar 2001 (UNFCCC) - Der Präsident der im vergangenen November in Den Haag unterbrochenen Klimagespräche hat am Sitz der Vereinten Nationen in New York die Wiederaufnahme der Verhandlungen angekündigt. Sie sollen für die Dauer von zwei Wochen zwischen Mitte Juni und Ende Juli fortgesetzt werden. Über den genauen Zeitpunkt und den Ort des Treffens soll in Kürze entschieden werden, sobald die Verfügbarkeit geeigneter Konferenzräumlichkeiten geklärt ist.

Der Umweltminister der Niederlande und Präsident der Sechsten Vertragsstaatenkonferenz der Rahmenkonvention der Vereinten Nationen über Klimawandel (UNFCCC-COP6), Jan Pronk, fasste diesen Beschluss nach ausführlichen Beratungen mit dem Präsidium der Vertragsstaatenkonferenz und verschiedenen Regierungen, die um ausreichend Zeit für eine angemessene Vorbereitung auf diese Konferenz gebeten hatten. Er brachte mit diesem Beschluss seine Überzeugung zum Ausdruck, dass die Mitglieder der UNO-Konvention über Klimawandel nach wie vor den festen Willen haben, die Arbeit der Konvention weiter voranzutreiben und das Kyoto-Protokoll von 1997 voll wirksam werden zu lassen.

„Unsere unmittelbare Herausforderung besteht jetzt darin, das politische Engagement aufrecht zu erhalten und den Bestand der vielen, in Den Haag erzielten Fortschritten in den Sachfragen zu sichern“, erklärte Minister Pronk. „Ich hoffe, dass der Schock über unseren fehlgeschlagenen Einigungsversuch im vergangenen November alle Regierungen dazu anspornen wird, jegliche Anstrengungen zu unternehmen, um einen gangbaren Mittelweg des Kompromisses und des Konsenses zu finden.“

Der Beschluss, sich weiter um einen politischen Konsens bemühen zu wollen, kam kurz nach der Veröffentlichung eines maßgeblichen Berichts des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimawandel (IPCC), in dem Wissenschafter aus aller Welt ihre übereinstimmende Auffassung bekräftigten, dass der Einfluss des Menschen auf das globale Klima jetzt stärker denn je nachweisbar ist. Ein zweiter IPCC-Bericht, der sich eingehend mit den Auswirkungen der globalen Erwärmung auf Mensch und Umwelt in den verschiedenen Regionen der Welt befasst, wird kommenden Montag in Genf veröffentlicht.

„Mit der zunehmenden Festigung der wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Gefahren, die wir uns selbst für die kommenden Jahrzehnte schaffen, wird auch die Dringlichkeit der Kontrolle über die Treibhausgase immer realer,“ betonte der Exekutivsekretär der Klimarahmenkonvention, Michael Zammit Cutajar.

„Die ersten, im Kyoto-Protokoll festgesetzten Ziele für die Senkung des Ausstoßes von Treibhausgasen sollen bereits im Jahr 2008 greifen. Es ist daher für die politisch Verantwortlichen höchste Zeit, auf die Warnungen der Wissenschaftler zu reagieren und eine Politik in Kraft zu setzen, die rasch zu einer kostenwirksamen Senkung der Treibhausgasemissionen führt.“

Zu den wichtigen Fragen, die bei der Wiederaufnahme der Klimagespräche gelöst werden müssen, zählt ein Paket von Finanzhilfe und Technologietransfer für die Entwicklungsländer, damit diese, etwa durch geeignete Anpassungsmaßnahmen an die Auswirkungen des Klimawandels, wirksam zum globalen Vorgehen gegen diese Entwicklung beitragen können. Außerdem geht es um die Schaffung eines internationalen Systems für den Handel mit Emissionen und ein Verfahren für „saubere Entwicklung“, die Regeln für die Bemessung der durch Kohlenstoff-Senken (z.B. Wälder) erzielbaren Emissionsreduzierungen und die Überwachung der Einhaltung der im Kyoto-Protokoll festgelegten Ziele.

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HINWEIS FÜR JOURNALISTEN: Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Sekretariats der UNO-Klimakonvention http://www.unfccc.int/ oder von Michael Williams, Tel.: +41-22-917-8242, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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