Freitag, 24 November 2017
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Generalsekretär Kofi Annan: Die Gesellschaft muss freiwilliges Engagement als wertvolle Tätigkeit fördern

UNIC/306

Erklärung zum Internationalen Tag der Freiwilligen

NEW YORK, 5. Dezember 2000 – In der heutigen Welt, in der es so viel Durcheinander und Katastrophen gibt, ist es nicht immer einfach, inne zu halten und festzustellen, in welche Richtung wir als unabhängige globale Gemeinschaft gehen. Wir sind so sehr damit beschäftigt, Feuer auszutreten und vorübergehend Schutz zu bieten, dass wir das Gesamtbild aus den Augen verlieren. Dennoch müssen wir uns Zeit zum Nachdenken nehmen, und der diesjährige Internationale Tag der Freiwilligen bietet dazu eine hervorragende Gelegenheit.

Auf dem Millenniumsgipfel im September haben die führenden Politiker der Welt eine Erklärung verabschiedet, die Freiheit, Gleichberechtigung von Menschen und Nationen, Solidarität, Toleranz, Respekt vor der Natur und gemeinsame Verantwortung als die sechs Werte bezeichnet, die für die internationalen Beziehungen im 21. Jahrhundert grundlegend sind. Ich hoffe aufrichtig, dass die Regierungen ihrer Verpflichtung zur Förderung dieser Werte nachkommen werden. Die Millionen von Freiwilligen weltweit setzen sich bereits heute mit ihren Taten für diese Werte ein.

Freiwillige sind mutig genug, für etwas einzustehen. Sie stellen ihre Tatkraft, ihr Wissen und vor allem ihr Herz in den Dienst anderer. Dabei geben sie den Menschen, denen sie helfen, Hoffnung und auch die Kraft, ihre Schwächen zu überwinden. Im Gegenzug werden sie mit der Gewissheit belohnt, dass sie wirklich etwas verändert haben. Ihr Mut und ihre Hingabe sollten andere Menschen – uns alle – zum Handeln ermutigen.

Freiwillige können dazu beitragen, unsere Gesellschaften zum Wohl aller Menschen zu verändern. Aber dazu muss die Gesellschaft freiwilliges Engagement als wertvolle Tätigkeit fördern und die Arbeit von Freiwilligen in ihrer Heimat und im Ausland erleichtern.

Wir müssen auch neue Tätigkeitsbereiche für Freiwillige erschließen. In meinem Millenniumsbericht, der in diesem Jahr veröffentlicht wurde, habe ich den Aufbau eines Freiwilligencorps angekündigt, das Gruppen in Entwicklungsländern darin unterweisen soll, wie man die Informationstechnologie für die menschliche Entwicklung nutzen und anwenden kann. Ich freue mich sehr darüber, dass bereits rund 40 Freiwillige für den Informationstechnologieservice der Vereinten Nationen (UNITeS) arbeiten und in Entwicklungsländern tätig sind. Ich hoffe, dass sich ihr Kreis noch erweitern wird.

Was für den Großteil der Freiwilligen der Vereinten Nationen gilt, die 4500 qualifizierten, berufserfahrenen Menschen, die in ihrer Heimat oder im Ausland arbeiten, gilt auch für die UNITeS-Freiwilligen. Mehr als zwei Drittel stammen aus Entwicklungsländern und arbeiten in Nachbarländern oder in Übersee, ein Ausdruck wahrer Süd-Süd-Kooperation. Wie die unzähligen anderen Freiwilligen, die überall auf der Welt arbeiten, gehen sie gezielt und flexibel auf die Bedürfnisse der Schwachen und Benachteiligten in unserer, sich schnell verändernden Welt ein. Und je schneller sich die Welt verändert, desto mehr Freiwillige brauchen wir.

Lassen Sie uns, anlässlich des ersten Internationalen Tages der Freiwilligen in diesem Millennium und anlässlich der Ausrufung des Internationalen Jahres der Freiwilligen 2001, den Hut vor den Freiwilligen ziehen und den entscheidenden Beitrag anerkennen, den sie für unsere Gesellschaften und für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen überall auf der Welt leisten.

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