Donnerstag, 23 November 2017
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Generalsekretär Kofi Annan: Die Friedensverhandlungen müssen wiederbelebt werden, um auch eine wirtschaftliche Erholung zu ermöglichen

UNIC/304

Erklärung zum Internationalen Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk

NEW YORK, 29. November 2000 – An diesem wichtigen Tag freue ich mich, dem palästinensischen Volk und all jenen, die sich für eine umfassende, gerechte und dauerhafte Lösung der Palästinafrage einsetzen, meine Grüße übermitteln zu können.

Ich möchte auch den Familien mein tiefstes Mitgefühl ausdrücken, deren Verwandte im Verlauf der gewalttätigen Auseinandersetzungen in den vergangenen zwei Monaten getötet oder verwundet wurden. Ich verspreche, dass ich alles in meiner Macht Stehende tun werde, um der Gewalt ein Ende zu bereiten und das Vertrauen zwischen den Konfliktparteien wieder herzustellen.

In diesem Jahr fällt der Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk in eine sehr sensible und schwierige Zeit. Im vergangenen Jahr haben sich alle Seiten entschlossen darum bemüht, die Jahrzehnte des Argwohns und der Feindseligkeiten hinter sich zu lassen und Brükken der Aussöhnung und der Partnerschaft zu bauen.

Bedauerlicherweise ist die Situation vor Ort in Folge der Vorfälle in Ostjerusalem im September eskaliert. Schnell wuchs sie sich zu einer Krise aus und ließ die Aussichten auf weitere Verhandlungen schwinden.

Als sich die Situation zuspitzte, habe ich an die Führung beider Seiten appelliert, keine gefühlsbetonten öffentlichen Stellungnahmen abzugeben und die Worte mit großer Sorgfalt zu wählen. Das gleiche sollte für die internationale Staatengemeinschaft gelten. Wir alle sollten unser Bestes geben, um die Palästinenser und die Israelis bei ihrer wahrhaft historischen Suche nach Frieden zu unterstützen. Ich würde diese Gelegenheit gerne dazu nutzen, die Parteien noch einmal dazu aufzurufen, die Errungenschaften der letzten neun Jahre zu bewahren und weiter auf dem Weg des Friedens und der Versöhnung voranzuschreiten.

Die Verschlechterung der Situation in den letzten Wochen hat der palästinensischen Wirtschaft sehr geschadet. In Folge des Konfliktes sind Arbeitslosigkeit und Armut nach einigen Jahren des Aufschwungs wieder enorm gestiegen. Unter den Palästinensern macht sich ein zunehmendes Gefühl von Verzweiflung, Frustration und Wut breit. Daher ist es wichtig, dass die Ruhe so schnell wie möglich wieder hergestellt wird und die Friedensverhandlungen wiederbelebt werden, um auch eine wirtschaftliche Erholung zu ermöglichen.

Abschließend möchte ich noch einmal betonen, dass sich die Vereinten Nationen umfassend darum bemühen, die Konfliktparteien im Friedensprozess zu unterstützen. Ich kann Ihnen außerdem versichern, dass die Vereinten Nationen dem palästinensischen Volk so lange helfen werden, bis eine umfassende, gerechte und dauerhafte Lösung der Palästinafrage gefunden wurde, und endlich Frieden und Wohlstand im Nahen Osten einkehren werden.

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