Mittwoch, 22 November 2017
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Generalsekretär Kofi Annan: Aktive Toleranz erlaubt den Menschen, sich zu akzeptieren, zu respektieren und in Frieden miteinander zu leben

UNIC/303

Erklärung zum Internationalen Tag der Toleranz, 16. November 2000

NEW YORK, 16. November 2000 – Am 12. Dezember 1996 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen, jedes Jahr am 16. November den Internationalen Tag der Toleranz zu begehen. Aus Anlass dieses Tages hat Generalsekretär Kofi Annan folgende Erklärung veröffentlicht:

Trotz der vielen schönen Worte über die Fortschritte bei der internationalen Verständigung zu Beginn des neuen Millenniums, sind wir immer noch von Intoleranz der schlimmsten und barbarischsten Art umgeben. Diese heizt weiterhin den Hass und sogar das Blutvergießen zwischen Gemeinschaften an.

Das Gesicht der Intoleranz – sei es Furcht, Ignoranz, Wut oder die irrige Annahme von Überlegenheit – ist uns nur allzu bekannt. Aber von der Bedeutung von “Toleranz“ haben wir oft nur eine vage Vorstellung. Einige betrachten sogar das Wort selbst mit Misstrauen. Sie sagen, dass es eine herablassende Haltung, ein nur geringes Interesse oder sogar offensichtliche Gleichgültigkeit gegenüber dem Glauben und den Traditionen und Gefühlen anderer vermittele.

Die Vereinten Nationen verleihen dem Begriff eine positivere Bedeutung. Unter der Schirmherrschaft der Organisation wurden Verträge und Rechtsinstrumente verabschiedet, um die Diskriminierung an allen Fronten zu bekämpfen, um die Menschenwürde zu schützen und um das Recht eines jeden Menschen zu untermauern, selbst darüber entscheiden zu können, was er glauben und wie er sich verhalten, wie er sprechen und wie er auftreten möchte.

Im kommenden Jahr werden die Vereinten Nationen in Südafrika eine Weltkonferenz gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und die damit zusammenhängende Intoleranz abhalten. Unser Partner, die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), führt in der Zwischenzeit weiterhin eine Reihe von Programmen durch, die sich mit Wissens- und Bildungsfragen und mit dem interkulturellen Austausch befassen.

Für aktive Toleranz, die Ressentiments auflöst und dauerhafte Harmonie schafft, muss man Herz und Verstand einen Stoß geben. Man muss sich anstrengen, um die Quellen unserer Unterschiedlichkeit zu verstehen. Solche Bemühungen können den Argwohn zwischen den Menschen weitgehend zerstreuen und alte Wunden heilen. Am Internationalen Tag der Toleranz sollten wir uns auf eine aktive Toleranz verpflichten, die es den Menschen erlaubt, einander zu akzeptieren, zu respektieren und in Frieden miteinander zu leben.

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