Freitag, 24 November 2017
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Generalsekretär Kofi Annan: Mit Mut, Einfallsreichtum und Beständigkeit können wir die Zukunft meistern

UNIC/299

Erklärung zum Tag der Vereinten Nationen, 24. Oktober 2000, unterstreicht die wichtige Rolle der Bevölkerung bei der Umsetzung der Millenniumsziele

NEW YORK, 24. Oktober 2000 -- Der Gründungstag der Vereinten Nationen, an dem im Jahre 1945 die UNO-Charta in Kraft getreten ist, wird in aller Welt als „Tag der Vereinten Nationen“ begangen. Generalsekretär Kofi Annan hat aus diesem Anlass folgende Erklärung veröffentlicht:

Vor sieben Wochen sind die Staats- und Regierungschefs aus aller Welt in New York zum Millenniumsgipfel zusammengekommen. Sie kamen hierher, um die Herausforderungen zu erörtern, denen wir alle im neuen Jahrhundert gegenüberstehen. Und sie haben ihre Ziele in einer Millenniumserklärung niedergelegt.

Die Staats- und Regierungschefs haben sich dazu bekannt, ihre Völker von der Geißel des Krieges, von bitterer und unmenschlicher Armut und von den durch Umweltverschmutzung und Ressourcenknappheit drohenden Gefahren für das Leben auf unserem Planeten zu befreien. Sie haben sich dazu verpflichtet, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu fördern, unsere Kinder und andere gefährdete Gruppen zu schützen und auf die besonderen Bedürfnisse des afrikanischen Kontinents einzugehen. Und sie haben versprochen, den Vereinten Nationen selbst als Instrument zur Umsetzung all dieser Ziele mehr Wirksamkeit zu verleihen.

Diese Versprechen geben uns Hoffnung, aber sie werden nichts verändern können, wenn ihnen keine Taten folgen. Schon kurz nach dem Millenniumsgipfel erinnerte uns das Blutvergießen im Nahen Osten daran, wie gefährlich es ist, wenn für politische und soziale Not keine Abhilfe gefunden wird.

Deshalb haben meine Kollegen in den Vereinten Nationen hart daran gearbeitet, detaillierte Pläne für die Umsetzung der Verpflichtungen der politischen Führer der Welt zu entwickeln, während ich und andere im Nahen Osten bemüht waren, den Friedensprozess wieder auf den richtigen Weg zu bringen.

Die größte Verantwortung für die Verwirklichung der Zukunftspläne liegt jedoch bei den Staats- und Regierungschefs selbst – und bei Ihnen, der Bevölkerung.

Politiker müssen harte und manchmal auch unpopuläre Entscheidungen treffen. Wenn die Politiker für oft konkurrierende Bedürfnisse und Forderungen Mittel vergeben, die Sie, die Bevölkerung, ihnen anvertraut haben, dann dürfen dabei nicht die in der Millenniumserklärung festgelegten Prioritäten vergessen werden.

Die Politiker dürfen nicht vergessen, was sie einander in New York versprochen haben. Sie müssen weiter zusammenarbeiten und die Zusammenarbeit mit anderen Partnern suchen, im eigenen Land wie jenseits der Grenzen: mit Parlamentariern und Gemeindeverwaltungen, mit Forschungseinrichtungen und Universitäten, mit der Zivilgesellschaft und privaten Unternehmen.

Kurz gesagt, sie müssen politische Führung zeigen und sie brauchen dabei Ihre Unterstützung, die Unterstützung der Völker der Vereinten Nationen.

Die Charta wurde in Ihrem Namen geschrieben. Die Staats- und Regierungschefs haben in Ihrem Namen gesprochen, als sie die Millenniumserklärung verabschiedeten. Daher können letztlich nur Sie selbst dafür sorgen, dass diese Erklärung mehr ist als nur schöne Worte. An Ihnen wird es liegen, dass die Zusagen eingehalten werden und dass das neue Jahrhundert besser wird als das alte.

Zusammen können wir Erfolg haben. Mut, Einfallsreichtum und Beständigkeit ist alles, was wir dazu brauchen. Lassen Sie uns dafür beten, dass wir diese auch aufbringen.

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