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Generalsekretär Kofi Annan: Wissen, Erfahrung und Weisheit älterer Menschen sind es wert, genutzt zu werden

UNIC/293

Erklärung zum Internationalen Tag der älteren Menschen, 1. Oktober 2000

NEW YORK, 1. Oktober 2000 – Zum Internationalen Tag der älteren Menschen hat Generalsekretär Kofi Annan folgende Erklärung veröffentlicht:

Eine von zehn Personen ist heute über sechzig Jahre alt. Bis zum Jahr 2050 wird sich dieses Verhältnis auf eins zu fünf verdoppelt haben. Es ist eine der größten Herausforderungen im neuen Jahrhundert, dass wir uns alle, als globale Gemeinschaft, auf diese demographische Revolution einstellen.

Die vor uns liegende Aufgabe besteht darin, den Schwung zu nutzen, der durch das Internationale Jahr der Senioren (1999) erzeugt wurde. Was wir brauchen ist eine dramatische Umorientierung unserer Einstellungen, Ideen und Politikansätze zum Altern. Starre und abwertende Begriffe von „Alter“ und vom „Älterwerden“ haben in der heutigen Welt keinen Platz. Wir müssen erkennen, dass ein längeres Leben die älteren Menschen mit unschätzbarem Wissen, Erfahrung und Weisheit beschenkt – Eigenschaften, die es wert sind, genutzt zu werden, die aber stattdessen allzu oft marginalisiert oder nicht aus ihrem Schlummer geholt werden. Die heutigen jüngeren Generationen werden entscheidend an diesem Wandel beteiligt sein und es ist unsere Pflicht, den gesunden Lebensstil vorzuleben und die Flexibilität und Weitsicht zu zeigen, die ihnen helfen werden, so viel wie möglich aus ihrem voraussichtlich langen Leben zu machen. Wir können auch einige Dinge von den Gesellschaften lernen, die die älteren Menschen schon heute verehren und ihre Kraft nutzen.

Auf der politischen Ebene muss das Thema Altern vom Rand in den Mittelpunkt der globalen Aktivitäten gerückt werden, damit die öffentliche Politik die wirtschaftlichen und sozialen Bedürfnisse einer schnell alternden Gesellschaft genauer widerspiegelt.

Die Bevölkerung in Entwicklungsländern altert schneller als die Bevölkerung in entwickelten Ländern und wird zudem weniger Zeit haben, sich auf die Auswirkungen dieses Alterungsprozesses einzustellen. Die entwickelten Länder, in denen das durchschnittliche Alter der Menschen bereits deutlich gestiegen ist, müssen sich inzwischen schon mit den Folgen auseinandersetzen. Diese Unterschiede beim Tempo des Alterungsprozesses könnte den verschiedenen Gesellschaften die Möglichkeit geben, sich gegenseitig zu helfen und aus den Erfahrungen der anderen zu lernen.

Im kommenden Jahr werden wir unser Augenmerk verstärkt auf die Zweite Weltversammlung zum Thema Altern lenken, die 2002 in Spanien stattfinden wird. Wir müssen diese Gelegenheit nutzen, um unsere Einstellungen zu überdenken, die Politik zu reformieren und unsere Verpflichtung zu erneuern, im 21. Jahrhundert eine wahre „Gesellschaft aller Altersgruppen“ aufzubauen.

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