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Lyoner Gespräche zur Vorbereitung der nächsten großen Klimakonferenz

UNIC/283

BONN, 1. September 2000 (UNFCCC) - Vom 11. - 15. September werden Regierungsvertreter aus rund 150 Ländern in Lyon, Frankreich, zusammenkommen, um die letzten Vorbereitungen für die Ministerrunde der Klimaverhandlungen zu treffen, die im November in Den Haag stattfinden wird. Die Lyoner Gespräche sind Teil des Verhandlungsprozesses unter der Rahmenkonvention der Vereinten Nationen für Klimaveränderungen und ihres Kyoto-Protokolls, einer globalen Vereinbarung, die darauf abzielt, die mit den Klimaveränderungen verbundenen Gefahren so gering wie möglich zu halten. Der von jetzt bis November erwartete Konsens der Regierungen über Kernfragen des Abkommens soll die erforderliche Welle an Ratifikationen auslösen, damit das Kyoto-Protokoll in Kraft treten kann.

Frankreichs Ministerpräsident Lionel Jospin wird bei der Eröffnung der Tagung am Montag, den 11. September sprechen. Zu den prominenten Teilnehmern aus anderen Ländern zählen der derzeitige Präsident der Vertragsstaatenkonferenz und ehemalige Umweltminister Polens, Jan Szyszko und der holländische Umweltminister Jan Pronk, der designierte Präsident der Konferenz in Den Haag.

Der Exekutivsekretär der Konvention, Michael Zammit Cutajar, bezeichnete das Lyoner Treffen als „eine politische Chance, um die auf dem Tisch liegenden Verhandlungsthemen zu entflechten und ihre Zahl zu reduzieren. Durch erste Vereinbarungen entlang der Nord-Süd-Achse der im Rahmen der Konvention geführten Verhandlungen könnte in Lyon eine Dynamik zum Konsens auf den Weg gebracht werden. Darin könnten die besonderen Probleme der Entwicklungsländer anerkannt, ihr Reaktionsvermögen gestärkt und Anreize für ein klimafreundliches Wirtschaftswachstum geboten werden. Diese Maßnahmen sind ein wichtiger Teil der Paketlösung, die den Vertragsstaaten der Konvention im November vorgelegt werden soll und die schließlich dafür ausschlaggebend sein wird, ob das Kyoto-Protokoll als glaubwürdiges Instrument des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung in Kraft treten wird.“

Andere wichtige Konventionsfragen sind der Technologietransfer und die besonderen Anliegen der Entwicklungsländer, die durch die Klimaveränderungen oder die wirtschaftlichen Folgen der Emissionssenkung in den Industriestaaten besonders betroffen sind.

Auf der Tagesordnung stehen zudem Details des Kyoto-Protokolls, wie die genaue Buchführung über die Emissionen der einzelnen Staaten und ihre Reduktionsmaßnahmen; die Schaffung von Regeln für die Anrechnung von Wälder-Senken, in denen durch Anpflanzung neuer Bäume Kohlendioxid aus der Atmosphäre absorbiert wird; die Schaffung eines Kontrollsystems für die Einhaltung der aus dem Protokoll erwachsenden Verpflichtungen, oder die Einigung über die Verfahren für den Mechanismus zur sauberen Entwicklung und den Handel mit Emissionen.

Im Rahmen der Lyoner Gespräche wird die jeweils 13. Tagung der UNFCCC-Nebenorgane für Durchführungsmaßnahmen (SBI) und für wissenschaftliche und technische Untersuchungen (SBSTA) abgehalten. In der Woche davor finden informelle Gespräche und Arbeitskreise statt.

Mehr als 2.000 Teilnehmer werden in Lyon erwartet, darunter Delegierte der Regierungen, Vertreter zwischenstaatlicher und nichtstaatlicher Organisationen sowie Vertreter der Wirtschaft. Neben den offiziellen Sitzungen werden 35 Veranstaltungen von Nichtregierungsorganisationen und anderen Organisationen durchgeführt.

Das Kyoto-Protokoll von 1997 tritt 90 Tage nach der Ratifizierung durch mindestens 55 Vertragsstaaten der Konvention in Kraft. Darunter müssen sich Industriestaaten und Länder mit Übergangsvolkswirtschaften befinden, auf die zusammen mindestens 55 Prozent der von dieser Staatengruppe im Jahr 1990 ausgestoßenen Menge Kohlendioxid entfallen. Das Protokoll wurde bisher von 83 Regierungen (und von der Europäischen Union ) unterzeichnet, aber erst von 23 Staaten - ausschließlich Entwicklungsländer - ratifiziert. Auf die Vereinigten Staaten entfallen 36,1% der Kohlendioxidemissionen, auf die Europäische Union 24,2% und auf Russland 17,4%.

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HINWEISE FÜR JOURNALISTEN:

Das Antragsformular für die Presse-Akkreditierung für die Lyon-Tagung finden Sie auf der Internet-Seite des Klimasekretariats unter http://www.unfccc.int/, oder Sie wenden sich an Frau Nardos Assefa in Bonn, Tel.: (0228) 815-1526; Fax: (0228) 815-1999; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Vom 4. - 9. September sind informelle Gespräche und Arbeitskreise vorgesehen, die für die Presse nicht zugänglich sind. Vom 11. - 15. September finden die 13. Tagungen der beiden Nebenorgane der Klimakonvention (SBSTA & SBI) statt.

Tagungsort ist das Palais des Congres de Lyon, 50 quai Charles de Gaulle, 69006 Lyon, Frankreich; Tel.: (+33-4) 7282-2626; Fax: (+33-4) 7282 2627; http://www.palais-des-congres.com/.

Hotelreservierungen sind über den LSO-online-Dienst unter http://sb13.lso-intl.com/ möglich.

UNFCCC-Kontakte: Carine Richard-Van Maele, Tel.: (+41-22) 907 5816/28; nach dem 3. September (+33-4) 7269 6899; Fax: (+42-22) 907 0043; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ; Michael Williams, Tel.: (+41-22) 917 8242/44; Fax: (+41-22) 797 3464; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ; oder Nardos Assefa, Tel.: (+49-228) 815-1526, Fax: (+49-228) 815-1999; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Mission Interministerielle de l'Effet de Serre (MIES), Frankreich: Marie Jaudet, Tel.: (+33-1) 4275 8714, Fax: (+33-1) 4753 7634, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Lyon: Virginie Saugey, Tel.: (+33-4) 7210 3041, Fax;: (+33-4) 7210 3045, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ; oder Cecile Estenne, Tel.: (+33-4) 7863 4620, Fax: (+33-4) 7863 4082, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

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