Donnerstag, 23 November 2017
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Der Millenniumsgipfel der Vereinten Nationen rückt näher

UNIC/267

Vom 6.-8. September werden über 100 Staats- und Regierungschefs in New York über die zukünftige Rolle der UNO beraten

Die Vorbereitungen für den Millenniumsgipfel der Vereinten Nationen, der vom 6.- 8. September in New York stattfinden wird, laufen auf Hochtouren. Mehr als 100 Staats- und Regierungschefs haben bereits ihr Interesse zu verstehen gegeben, auf dem Gipfel, der sich vorrangig mit der Rolle der UNO im 21. Jahrhundert beschäftigen wird, sprechen zu wollen. Der Millenniumsgipfel wird voraussichtlich die bislang größte Zusammenkunft politischer Führer der Welt werden.

Überzeugt davon, dass die Jahrhundertwende ein „einzigartiger und symbolkräftiger Zeitpunkt dafür ist, eine lebendige Vision der Vereinten Nationen in der neuen Ära zu gestalten“, hat die Generalversammlung im Dezember 1998 beschlossen, ihre 55. Tagung zur Millenniumsgeneralversammlung zu erklären und einen Millenniumsgipfel abzuhalten.

Zur Vorbereitung des Gipfels hat Generalsekretär Kofi Annan am 3. April 2000 seinen Millenniumsbericht veröffentlicht. Der Bericht mit dem Titel „Wir die Völker: Die Vereinten Nationen im 21. Jahrhundert“ enthält einen Aktionsplan, der die Vorteile der Globalisierung allen Menschen weltweit zugute kommen lassen will. In dieser breiten Darstellung der Aufgaben der Vereinten Nationen - der umfassendsten Analyse in ihrer 55-jährigen Geschichte - führt der Generalsekretär zahlreiche Ziele und Programminitiativen an, die von den Staats- und Regierungschefs erörtert werden sollen (Der Bericht und eine Zusammenfassung können im Internet unter http://www.un.org/millennium, die deutsche Fassung unter http://www.uno.de/sg/millennium/index.cfm abgerufen werden).

Der Präsident Namibias, Sam Nujoma, dessen Land die Präsidentschaft der 54. Generalversammlung innehat, und die finnische Staatspräsidentin Tarja Halonen, deren Land den Vorsitz in der am 5. September 2000 beginnenden 55. Generalversammlungstagung führen wird, werden gemeinsam den Millenniumsgipfel leiten.

Neben der Abgabe formeller Erklärungen werden die Staats- und Regierungschefs auf dem Gipfel auch an einem der vier interaktiven Runden Tische teilnehmen können. Diese werden jeweils von einem Staats- oder Regierungschef aus den verschiedenen Regionen geleitet werden. Die Runden Tische sollen sich alle mit dem gleichen breiten Thema des Gipfels befassen. Sie werden im Sitzungssaal des Wirtschafts- und Sozialrates stattfinden. Bisher wurde noch nicht entschieden, ob die Gespräche für die Presse zugänglich sein werden.

Das Ergebnis des Gipfels wird zur Zeit in Beratungen unter der Leitung von Generalversammlungspräsident Dr. Theo-Ben Gurirab aus Namibia vorbereitet.

Ein von Generalsekretär Kofi Annan einberufenes Expertengremium der Vereinten Nationen diskutiert zur Zeit unter dem Vorsitz von Lakhdar Brahimi Wege zur Stärkung der Friedensoperationen. Ihr Bericht soll voraussichtlich im August, also noch vor dem Gipfel, veröffentlicht werden.

Die Staats- und Regierungschefs wurden vom Generalsekretär auch dazu eingeladen, während des Gipfels multilaterale Verträge, denen ihre Länder noch nicht beigetreten sind, zu unterzeichnen oder zu ratifizieren. Dazu gehören insbesondere 25 zentrale Abkommen, die wesentliche Ziele der Vereinten Nationen beinhalten. Die Medien werden über geplante Unterschriften oder Ratifikationen zeitgerecht informiert.

Vom 22.- 26. Mai sind in New York bereits rund 1.350 Vertreter von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) aus mehr als 100 Ländern zu einem Millenniumsforum zusammengekommen, um im Namen der Völker der Welt ihren Beitrag für den Gipfel auszuarbeiten. Neben anderen konkreten Empfehlungen des Forums, rufen sie in einer Deklaration zur Schaffung eines Fonds zur Ausrottung der Armut auf.

Eine weitere Großveranstaltung, von der ein Beitrag für den Millenniumsgipfel erwartet wird, ist die Konferenz der nationalen Parlamentspräsidenten, die von der Interparlamentarischen Union vom 30. August bis 1. September am Sitz der Vereinten Nationen in New York abgehalten wird.

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Hinweise für die Medien:

In Kürze werden umfassende Informationen zur Medienberichterstattung über den Gipfel auf der Webseite der Vereinten Nationen unter www.un.org/millennium abrufbar sein. Im Folgenden, einige nützliche Telefonnummern:


Hintergrundinformation: Für Pressemitteilungen und Informationen zu bestimmten Sachthemen, Interviewanfragen und ähnliche Anliegen kontaktieren Sie bitte: Public Affairs Division/DPI, Tel.: (+1-212) 963-6870 oder 963-1453, Fax: (+1-212) 963-0536. Alle Pressemitteilungen werden unverzüglich ins Netz gestellt: www.un.org/millennium.

Akkreditierung: Tel.: (+1-212) 963-6934 oder 963-7164, Fax: (+1-212) 963-4642. Die Akkreditierungsformulare finden Sie im Internet unter www.un.org/millennium/summit.pdf. Sie sind auch bei UNO-Büros weltweit erhältlich.

Mitschnitte für das Fernsehen: Tel.: (+1-212) 963-7650, Fax: (+1-212) 963-3860. Live-Übertragungen werden über kommerzielle Anbieter erhältlich sein. Videomitschnitte der Reden: Tel.: (+1-212) 963-76512, Fax: (+1-212) 963-3860. Gegen eine Gebühr sind Videomitschnitte (nur im NTSC-Format) auf VHS, U-matic (3/4 Zoll) und Betacam SP erhältlich.

Internet: Plenarsitzungen werden live im Internet unter www.un.org/millennium übertragen. Webübertragungen ausgewählter Pressekonferenzen werden zusammen mit Presseerklärungen und Terminplänen im Internet angekündigt. Die Webübertragungen werden sechs Monate lang archiviert.

Pressefotos: Tel.: (+1-212) 963-6927, Fax: (+1-212) 963-1658). Für akkreditierte Pressevertreter stehen Fotos kostenlos zur Verfügung; andere Teilnehmer können Fotos gegen eine geringe Schutzgebühr erhalten. Aufnahmen vom Vormittag werden am Nachmittag des gleichen Tages zur Verfügung stehen.

Audiokassetten der Reden: Tel.: (+1-212) 963-9272, Fax.: (+1-212) 963-3860. Akkreditierte Medienorganisationen können eine Gratiskassette von der jeweiligen Sitzung bekommen. Archivaufnahmen sind im Tonarchiv, Tel. (+1-212) 963-7658 erhältlich.

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