Donnerstag, 23 November 2017
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Generalsekretär Kofi Annan:„Hindernisse, die einer nachhaltigen Entwicklung für alle im Wege stehen, müssen überwunden werden“

UNIC/265

Erklärung zum Welttag für die Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre, 17. Juni 1999

NEW YORK, 9. Juni 2000 – Am 17. Juni 1994 wurde die Konvention der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) angenommen und der 17. Juni eines jeden Jahres von der UNO-Generalversammlung zum „Welttag für die Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre“ proklamiert. Der Tag soll auf die notwendige internationale Zusammenarbeit zur Bewältigung dieses Problems aufmerksam machen. Generalsekretär Kofi Annan hat aus Anlass dieses Tages folgende Erklärung veröffentlicht:

Im Prinzip gibt es keinen Grund dafür, dass die Erde nicht mehr Menschen versorgen könnte, als derzeit auf der Welt leben. Aber die Verteilung von fruchtbarem Land und günstigen Anbaubedingungen stimmt mit der Verteilung der Bevölkerungen nicht überein. Je mehr fruchtbares Land verloren geht, desto schwerer lässt sich das Problem lösen. Nahezu zwei Milliarden Hektar Land – das entspricht etwa der Größe von Kanada und der Vereinigten Staaten zusammen – ist von Bodendegradierung betroffen, die von Menschen verursacht wurde und die die Lebensgrundlage von annähernd einer Milliarde Menschen gefährdet. Zu den wesentlichsten Ursachen dieser Entwicklung zählen die Versalzung der Böden durch schlechte Bewässerung, die Bodenerosion als Folge von Überweidung, die Abholzung der Wälder und der Raubbau an der biologischen Vielfalt. Die daraus entstehenden direkten jährlichen Einkommensverluste werden auf mehr als 40 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Jedes Jahr gehen weitere 20 Millionen Hektar Ackerland durch Bodendegradierung und die Ausbreitung der Städte für die landwirtschaftliche Produktion verloren. In den nächsten 30 Jahren wird sich der Bedarf an Lebensmitteln in den Entwicklungsländern jedoch voraussichtlich verdoppeln. Neues Ackerland kann und wird auch bebaut werden, aber es wird häufig in Randgebieten liegen und daher noch anfälliger für die Bodendegradierung sein. Die unaufhaltsam wachsenden Bedürfnisse der Menschheit fordern daher überzeugendes und sofortiges Handeln, um die Zerstörung unseres Ackerlandes zu unterbinden oder gar rückgängig zu machen.

Durch den gemeinsamen Einsatz des globalen Fachwissens und der komparativen Vorteile ihrer Sonderorganisationen und Hilfsprogramme können die Vereinten Nationen eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung spielen, die vor sechs Jahren angenommen wurde.

Die Konvention betont, dass sinnvolle Maßnahmen zur Bekämpfung der Wüstenbildung und der Dürre nur in Zusammenarbeit mit den betroffenen Menschen entwickelt werden können. Viele Regierungen arbeiten in Partnerschaft mit Nichtregierungsorganisationen und bürgernahen Gruppen zusammen und bemühen sich dabei besonders, bei der Ausarbeitung der nationalen Aktionsprogramme auf die Stimme der Frauen zu hören.

Lassen Sie uns am heutigen Tag erneut unser Engagement bekräftigen, mit noch stärkerem Nachdruck an der Überwindung der Hindernisse zu arbeiten, die einer nachhaltigen Entwicklung für alle im Wege stehen. Dazu gehören auch und vor allem die Degradierung der Trockengebiete und ihre ökologischen, wirtschaftlichen, sozialen und politischen Folgen. 

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