Dienstag, 21 November 2017
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Niederlande unterzeichnen Gastgeberabkommen für die nächste UNO-Klimakonferenz

UNIC/253

NEW YORK/BONN, 28. April (UNFCCC) -- Der holländische Umweltminister Jan Pronk und der Exekutivsekretär der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC), Michael Zammit Cutajar, unterzeichneten heute in New York das Gastgeberabkommen für die Sechste Vertragsstaatenkonferenz (COP6) der UNO-Klimakonvention, die vom 13. - 24. November 2000 in Den Haag stattfinden wird.

Die Vierte Vertragsstaatenkonferenz hatte 1998 in Buenos Aires festgestellt, dass bei den folgenden Konferenzen ein entscheidender Durchbruch erzielt werden müsse, um rechtzeitig in geeigneter Weise auf das weltweite Problem des Klimawandels reagieren zu können.

Das heute unterzeichnete Standardabkommen legt fest, welche technischen Einrichtungen das Gastgeberland für die Ausrichtung der Sechsten Vertragstaatenkonferenz bereitzustellen hat. Die holländische Regierung erwartet 7.500 bis 10.000 Regierungsbevollmächtigte, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftler und Medienvertreter zu dieser Konferenz. Erstmals ist ein Gastgeberabkommen so rechtzeitig vor Beginn der eigentlichen Konferenz unterzeichnet worden.

Der Präsident der Fünften Vertragsstaatenkonferenz, Jan Szyszko (Polen), und der holländische Umweltminister Jan Pronk wollen Vereinbarungen über die Senkung des Treibhausgasausstoßes weltweit erreichen. Von den zahlreichen Fragen und Vorkehrungen, an denen in diesem Zusammenhang gearbeitet wird, sind die Regeln für die Durchführung des internationalen Emissionshandels sowie der Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung (neben dem Programm zur gemeinsamen Umsetzung, dem dritten, in Kyoto beschlossenen Flexibilitätsmechanismus) besonders wichtig. Von gleichrangiger Bedeutung sind die Vorkehrungen für die Umsetzung des Protokolls und die Erfordernisse der Entwicklungsländer im Zusammenhang mit dem Klimawandel.

Die Klimakonferenzen

Die erste politische Weltkonferenz über Klimawandel, an der Umweltminister aus rund 100 Ländern teilnahmen, fand 1990 in Noordwijk, in den Niederlanden, statt. Sie setzte die weltweiten Auswirkungen der Treibhausgase erstmals auf die politische Tagesordnung.

Die Reihe der Klimakonferenzen der Vereinten Nationen geht auf die UNO-Konferenz über Umwelt und Entwicklung (UNCED) 1992 in Rio de Janeiro zurück.

Eines der wichtigsten Ergebnisse dieses Umweltgipfels war die Annahme der Klimarahmenkonvention, die bis heute von 181 Ländern ratifiziert wurde. Die Konvention will für die Wiederherstellung ungefährlicher Konzentrationsmengen von Treibhausgasen sorgen, die infolge verschiedener Tätigkeiten des Menschen in die Atmosphäre gelangen.

Die Vertragsstaatenkonferenzen (COPs)

Die Erste Konferenz der Vertragsstaaten der Konvention fand 1995 in Berlin statt. Sie bestätigte die Ergebnisse von Rio und verabschiedete das sogenannte „Berlin-Mandat“, auf dessen Grundlage dann das Kyoto-Protokoll ausgearbeitet wurde. Insbesondere kam die Berliner Konferenz überein, dass auch verbindliche Zusagen der Vertragsstaaten zur weiteren Reduzierung des Treibhausgasausstoßes nach dem Jahr 2000 erforderlich sind.

COP2 in Genf 1996 endete mit einer Minister-Erklärung, in der die Schlussfolgerungen des Zweiten Bewertungsberichts bekräftigt wurden. Der Bericht wurde darin als die „gegenwärtig umfassendste und fachlich beste wissenschaftliche Beurteilung des Klimawandels, seiner Auswirkungen sowie der zur Zeit verfügbaren Reaktionsoptionen“ bezeichnet. Die Studie bezog sich dabei in erster Linie auf den Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und den verschiedenen Tätigkeiten des Menschen.

Die am besten bekannte Klimakonferenz fand 1997 in Japan statt. Sie führte zur Annahme des Kyoto-Protokolls. Darin akzeptierten die Industriestaaten erstmals konkrete, rechtsverbindliche Ziele für die Senkung des Ausstoßes von sechs verschiedenen Treibhausgasen. Bis zum Jahr 2010, sollen diese Emissionen um rund fünf Prozent unter die Ausstoßmenge des Jahres 1990 gesenkt werden. Bisher wurde das Protokoll von 22 Ländern ratifiziert. Um in Kraft zu treten, benötigt das Protokoll 55 Ratifikationen.

COP4 verabschiedete 1998 in Buenos Aires einen „Aktionsplan“, der sich u.a. mit Fragen der Umsetzung des Protokolls, den Senken, den Flexibilitätsmechanismen, dem Technologietransfer und dem Aufbau der erforderlichen Institutionen befasst. Der Plan setzt auch Fristen für die endgültige Regelung der noch offenen Detailfragen im Zusammenhang mit dem Kyoto-Protokoll.

COP5 fand 1999 in Bonn statt und wird allgemein als eine Fortsetzung der Beratungen von Buenos Aires gewertet. Zahlreiche (politische) Teilnehmer des Bonner Treffens traten nachdrücklich dafür ein, in Den Haag (COP6) endgültige Beschlüsse über die noch offenen Fragen zu fassen. Zwei einwöchige Gesprächsrunden im Juni und im September sollen vor der Haager Konferenz dazu den Weg ebnen.

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Für weitere Informationen wenden Sie sich an Michael Williams, Pressesprecher von COP6, Tel.: +41 22 917 8242/44, Fax: +41 22 797 3464, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ; Axel Wuestenhagen, Medienkoordinator, COP6, Tel.: +49 228 815 2770, Fax: +49 228 815 2777, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ; oder an Frank Janssen, Direktor für Kommunikationsfragen des Holländischen Umweltministeriums, Tel.: +31 70 339 3967, Fax: +31 70 339 2045, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  

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