Montag, 20 November 2017
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Generalsekretär Kofi Annan: Mit Beharrlichkeit und Engagement kann der Rassismus endgültig bezwungen werden

UNIC/241

Erklärung zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung (21. März)

NEW YORK, 21. März 2000 -- 1966 proklamierte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 21. März zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung und rief die Staatengemeinschaft auf, ihre Anstrengungen zur Bekämpfung rassischer Diskriminierung zu verdoppeln. Aus Anlass dieses Tages hat UNO-Generalsekretär Kofi Annan folgende Erklärung veröffentlicht:

Heute begehen wir zum ersten Mal in diesem Jahrhundert den Internationalen Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung. Dies ist ein Anlass, um den Blick in die Zukunft zu richten und darüber nachzudenken, welche Art von Gesellschaft wir uns für unsere Kinder wünschen. Die Weltkonferenz gegen Rassismus, rassische Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz, die im Jahr 2001 in Südafrika stattfinden wird, bietet uns eine historische Gelegenheit, dem Ziel einer gerechteren und toleranteren Gesellschaft für alle Menschen näher zu kommen.

Die Konferenz zielt auf konkretes Handeln ab und wird sich auf praktische Hilfsmaßnahmen für die Opfer von Rassendiskriminierung konzentrieren. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Solange Menschen wegen ihrer rassischen oder ethnischen Herkunft Chancen auf Arbeit, Bildung und Gesundheitsvorsorge verwehrt werden, solange ist unsere Arbeit nicht getan. Solange unverhältnismäßig viele Menschen bestimmter rassischer oder ethnischer Herkunft in Gefängnissen sitzen, unter den gesellschaftlich und kulturell Ausgeschlossenen und in den Slums und Elendsvierteln der Städte zu finden sind, solange ist unsere Arbeit nicht getan. Solange diese Menschen unverhältnismäßig oft Opfer von Krankheiten wie AIDS werden und keinen gleichberechtigten Zugang zu ärztlicher Versorgung und medizinischer Behandlung haben, solange ist unsere Arbeit nicht getan. Und solange es noch ethnische Konflikte und Völkermord gibt, solange dürfen wir nicht ruhen.

Wie frühere Zeitalter hat auch unsere Zeit neue Formen der rassischen Diskriminierung mitsichgebracht, die um nichts weniger verwerflich sind. Viele Konflikte unserer Tage haben eine ethnische Dimension. In zunehmendem Maße wird die Zivilbevölkerung, ausschließlich aus ethnischen Gründen, zur direkten Zielscheibe in diesen Konflikten. Und mit der wachsenden globalen Migration kommt es zu einer entsprechenden Zunahme bei der Diskriminierung von Immigranten, von Wanderarbeitern, Flüchtlingen, Asylsuchenden und Vertriebenen.

Wenn wir die großen, vor uns liegenden Herausforderungen sehen, dürfen wir auch nicht unsere Errungenschaften vergessen. Die internationale Gemeinschaft bekennt sich wie nie zuvor dazu, den Rassismus zu beenden. Internationale und regionale Abkommen verbieten rassische Diskriminierung. Viele Staaten haben Anti-Diskriminierungsgesetze beschlossen und staatliche Menschenrechtsinstitutionen für die Umsetzung dieser Gesetze und zur Unterstützung der Opfer eingesetzt. Toleranz und Multikulturalismus gedeihen in vielen Gesellschaften. Neue Technologien bieten Chancen und Dienstleistungen zu günstigeren Bedingungen denn je zuvor und können, wenn sie fair eingesetzt werden, Instrumente sein, um Ungleichgewichte aufzuhaben statt zu verschärfen.

Den Rassismus zu beseitigen und die Hindernisse auf dem Weg zur Gleichberechtigung auszuräumen wird keine leichte Aufgabe sein. Aber mit Beharrlichkeit, Glauben und Engagement kann es geschafft werden. Die Weltkonferenz im kommenden Jahr sollte uns auf diesem Weg einen großen Schritt voranbringen. Ergreifen wir diese Chance und machen wir das Beste daraus!

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