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Vierte Verhandlungsrunde über POP-Konvention in Bonn: 20. –25. März 2000

UNIC/238

NAIROBI/GENF/BONN, 6. März 2000 (UNEP) – Die vierte Verhandlungsrunde über den Abschluss eines Vertrages zur Bekämpfung dauerhafter organischer Schadstoffe (POPs) wird vom 20. bis 25. März 2000 im Internationalen Kongresszentrum Bundeshaus in Bonn stattfinden. Zu den wichtigsten Themen der Verhandlungen zählen dabei Fragen der Finanzierung und der technischen Hilfe.

“Dieser Vertrag, über den jetzt verhandelt wird, soll die Lösung für Gesundheits- und Umweltprobleme bringen, die von einigen der giftigsten Schadstoffe des 20. Jahrhunderts hervorgerufen werden. Er dient dem Schutz der Menschen heute sowie künftiger Generationen im neuen Millennium“, erklärte der Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), Klaus Töpfer. “Was die Länder in diesem Abkommen beschließen, wird den künftigen Kurs eines ökologisch einwandfreien Umgangs mit Chemikalien bestimmen.“

Die Verhandlungen finden aufgrund eines Mandats des UNEP-Verwaltungsrates statt, sich noch in diesem Jahr über ein internationales rechtsverbindliches Übereinkommen zur Reduzierung und/oder gänzlichen Einstellung der Belastung der Umwelt durch 12 spezifische POPs zu einigen. Das Mandat sieht auch die Aufstellung wissenschaftlicher Kriterien und ein Verfahren zur Identifizierung weiterer Schadstoffe vor, gegen die im Rahmen des Vertrages künftig international vorgegangen werden soll.

Die POPs stellen ein ernstes Gesundheitsrisiko und eine Gefahr für die Umwelt dar. Sie sind lange Zeit nicht abbaubar und noch weit von ihrem Ursprung entfernt wirksam. Sie lagern sich in lebenden Organismen an und erreichen auf über die Nahrungskette und im Laufe der Zeit einen höheren Konzentrationsgrad im Fettgewebe. Über die Muttermilch werden diese giftigen Schadstoffe auf die nächste Generation übertragen.

Der Vertrag soll folgende 12 POPs umfassen: Die Pflanzenschutzmittel Aldrin, Chlordan, DDT, Dieldrin, Endrin, Heptachlor, Mirex und Toxaphen, die Industriechemikalien Hexachlorbenzol, auch ein Pflanzenschutzmittel, und PCB, sowie Dioxine und Furane als unerwünschte Nebenprodukte industrieller Verarbeitungsprozesse.

Das Treffen in Bonn ist die Vierte Tagung des Zwischenstaatlichen Verhandlungsausschusses (INC-4) über ein internationales rechtsverbindliches Vertragsinstrument für die Umsetzung internationaler Maßnahmen gegen bestimmte dauerhafte organische Schadstoffe (POPs).

Die Grundlagen über den Vertrag, der jetzt weiterverhandelt wird, wurden auf der Ersten Tagung (INC-1) in Montreal (29. Juni – 2. Juli 1998), der Zweiten Tagung (INC-2) in Nairobi (25. – 29. Januar 1999) und der Dritten Tagung (INC-3) in Genf (6. – 11. September 1999) erarbeitet. 115 Staaten haben an den Verhandlungen teilgenommen.

Die Fünfte Tagung des Ausschusses (INC-5) soll im Dezember 2000 in Südafrika stattfinden.

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HINWEIS FÜR KORRESPONDENTEN:
Die offiziellen Dokumente für INC-4 und weitere Informationen über POPs finden Sie auf der POPs-Seite im Internet unter http://www.chem.unep.ch/pops.

Für nähere Angaben und Interview-Anfragen wenden Sie sich bitte an: James Willis, Direktor, UNEP Chemicals, Tel.: (+41 22) 917 81 83, Fax: (+41 22) 797 34 60, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ; Linda Durkee, Politik- und Kommunikationsberaterin, UNEP Chemicals, Tel: (+41 22) 917 85 11, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ; oder an Tore J. Brevik, UNEP-Pressesprecher und Direktor für Information, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, Postfach 30522, Nairobi, Kenia; Tel: (+254 2) 623292, Fax: 623692; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  

In Fragen der Presse-Akkreditierung wenden Sie sich bitte an: Andreana Kakavas, Informationszentrum der Vereinten Nationen Bonn, Tel: (+49 228) 815 2770; Fax: (+49 228) 815 2777; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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