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Wirtschaft fordert Stärkung der Vereinten Nationen

UNIC/233

Internationale Handelskammer richtet Botschaft an Millenniums-Generalversammlung

NEW YORK, 26. Januar 2000 – Die internationale Wirtschaft hat die Regierungen aufgerufen, die Leistungsfähigkeit, Autorität und Finanzgrundlage der Vereinten Nationen im Zuge der weiteren Bemühungen der Weltorganisation um ihre institutionelle Reform zu unterstützen. Dies geht aus einer Erklärung hervor, die UNO-Generalsekretär Kofi Annan in New York überreicht wurde.

Der Präsident der Internationalen Handelskammer (ICC), Adnan Kassar, übergab dem Generalsekretär eine Botschaft der Weltwirtschaft zur Rolle der Vereinten Nationen im 21. Jahrhundert, die an die Millenniumsgeneralversammlung gerichtet ist. Die Botschaft wurde im Namen der mehr als 7.000 Wirtschaftsunternehmen und Firmen übermittelt, die der ICC weltweit in mehr als 130 Ländern und Territorien angehören.

Die Milleniumsgeneralversammlung wird am 5. September 2000 eröffnet. Am darauf folgenden Tag beginnt ein Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs. Diese Sondertagung der UNO-Generalversammlung soll Ziele und Richtung für die Vereinten Nationen und die internationale Staatengemeinschaft zu Beginn des neuen Jahrhunderts und Jahrtausends festlegen.

In ihrer Botschaft fordert die Internationale Handelskammer die Millenniumsgeneralversammlung auf, dafür Sorge zu tragen, dass die Vereinten Nationen die führende Rolle bei der Förderung eines, auf festen Regeln beruhenden, offenen Welthandels- und Investitionssystems übernehmen. Gleichzeitig sollen sie jegliche Form von Protektionismus ablehnen. Die zuständigen Organisationen und Programme der Vereinten Nationen - und nicht das multilaterale Handelssystem - sollten die anerkannten globalen Institutionen zur Anhebung der Umwelt- und Arbeitsnormen sowie zur Förderung der Menschenrechte sein, heißt es in der Erklärung.

Dies sind auch die zentralen Werte, auf die Generalsekretär Kofi Annan in seiner Initiative für den Abschluss eines Globalen Paktes zwischen den Vereinten Nationen, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft Bezug genommen hatte.

„Wir begrüßen den Globalen Pakt zur Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaft und den Vereinten Nationen, den der Generalsekretär vor fast genau einem Jahr vorgeschlagen hat, um die Umwelt- und Arbeitsstandards anzuheben und die Menschenrechte zu fördern“, betonte ICC-Präsident Kassar auf einer Pressekonferenz nach seinem Zusammentreffen mit dem Generalsekretär.

Die Geschichte habe gezeigt, dass Verbesserungen bei den Menschenrechten sowie bei den Arbeits- und Umweltstandards leichter erzielt werden können, wenn sie unter Bedingungen steigenden Wohlstands als Ergebnis der Interaktion von Marktwirtschaft und guter Regierungsführung angestrebt werden, so die Erklärung. „Ein nachdrückliches Engagement für offene Märkte und die erfolgversprechende Behandlung dieser Fragen verstärken sich gegenseitig und sollten Hand in Hand vorangebracht werden.“

Der Beschluss, eine Erklärung der Wirtschaft im Vorfeld der Millenniumsgeneralversammlung im September vorzulegen, war im vergangenen Juli bei einer Zusammenkunft des Generalsekretärs und der Leiter der UNO-Organisationen mit der Internationalen Handelskammer in Genf gefasst worden. An dem Treffen hatten auch Spitzenmanager von 27 führenden internationalen Unternehmen aus Industriestaaten wie aus Entwicklungsländern teilgenommen.

In der Botschaft der ICC werden die Vereinten Nationen aufgefordert, ihre besondere Aufmerksamkeit auf die Entwicklung des Arbeitskräftepotentials, die physische Infrastruktur und die Reform der Institutionen in den am wenigsten entwickelten Ländern zu richten. Das würde diesen Ländern helfen, vermehrt Investitionen anzuziehen und sich besser in die globale Informationsgesellschaft einzuklinken.

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