Samstag, 25 November 2017
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Generalsekretär Kofi Annan: Erhalt der biologischen Vielfalt ist Anliegen der gesamten Menschheit

UNIC/228

Erklärung zum Internationalen Tag der Biologischen Vielfalt, 29. Dezember 1999

NEW YORK, 29. Dezember 1999 – Am 29. Dezember 1993 trat die Konvention über die Biologische Vielfalt in Kraft. Auf Vorschlag der Vertragsstaaten dieser Konvention beschloß die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 19. Dezember 1994, den 29. Dezember zum Internationalen Tag der Biologischen Vielfalt zu erklären. Aus diesem Anlass hat Generalsekretär Kofi Annan folgende Erklärung veröffentlicht:

Bei der Konvention über Biologische Vielfalt, die heute vor sechs Jahren in Kraft getreten ist, handelt es sich um das wichtigste Instrument, das sich die internationale Gemeinschaft an die Hand gegeben hat, um das fragile Netz des Lebens auf unserer einzigartigen Erde zu erhalten. Bis zum heutigen Tag sind 176 Staaten der Konvention beigetreten, die vor allem drei Ziele verfolgt: die Erhaltung der biologischen Vielfalt, die nachhaltige Nutzung ihrer einzelnen Bestandteile, und die gerechte und angemessene Verteilung der Gewinne aus der Nutzung der genetischen Ressourcen. Diese drei Bereiche sind voneinander abhängig: in jedem dieser Bereiche müssen Fortschritte erzielt werden, wenn der Konvention Erfolg beschert sein soll.

Der technologische Fortschritt hat es möglich gemacht, die genetischen Ressourcen der Welt auf neue Weise zu nutzen, was mit vielen Vorteilen für die Menschen verbunden ist. Natürlich erwarten die Leute, dass an diesen Vorteilen die gesamte Menschheit teilhaben kann. Ein Sachverständigengremium, das von der Konvention einberufen wurde, um sich mit dieser Frage zu beschäftigen, ist im vergangenen Oktober in Costa Rica zum ersten Mal zusammengetreten. Die dort erarbeiteten Empfehlungen sollen der fünften Vertragsstaatenkonferenz in Nairobi im Mai 2000 vorgelegt werden, die voraussichtlich ein Arbeitsprogramm zu diesem Thema verabschieden wird. Ich bin durch diesen Fortschritt sehr ermutigt und lade alle Regierungen, die mit diesen Fragen befassten internationalen Organisationen und den privaten Sektor ein, diese äußerst wichtige Arbeit aufgeschlossen anzugehen.

Auch die Verhandlungen über ein Protokoll zu biologischer Sicherheit und den Rege-lungen zum grenzüberschreitenden Transport lebender, gentechnisch veränderter Organismen sind in eine entscheidende Phase getreten. Im kommenden Monat werden die Vertragsstaaten in Montreal eine außerordentliche Sitzung mit dem Ziel wieder aufnehmen, das Protokoll fertigzustellen. Ein Erfolg bei diesen Verhandlungen könnte an die internationale Gemeinschaft zur rechten Zeit ein starkes Signal aussenden und zeigen, dass dem Umweltschutz Rechnung getragen werden kann, ohne dass neue Hürden für den freien Handel aufgebaut werden. Ich fordere alle Beteiligten zu konstruktiver Mitarbeit auf, um den Erfolg dieser Verhandlungen sicherzustellen.

Ganz offensichtlich bemühen sich viele Nationen in lobenswerter Weise darum, die Konvention zu befolgen. Aber die Gefahren für Arten und Ökosysteme bleiben bedrohlich; die Ausrottung von Arten durch menschliches Handeln schreitet in alarmierendem Tempo voran. Lassen Sie uns an diesem letzten Tag der Biologischen Vielfalt in diesem Jahrhundert beschliessen, das nächste Jahrhundert harmonischer zu gestalten: zwischen Wirtschaft und Umwelt, zwischen Verbrauch und Bestandssicherung, zwischen den heutigen Bedürfnissen und denen der Zukunft. Und lassen Sie uns immer daran denken, dass der Erhalt der biologischen Vielfalt dieses Planeten ein Anliegen der gesamten Menschheit ist und ein unabdingbarer Bestandteil des Übergangs zu einer nachhaltigen Entwicklung.

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