Dienstag, 21 November 2017
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Generalsekretär Kofi Annan: Rassismus in allen Ausprägungen beseitigen!

UNIC/227

Erklärung zum Tag der Menschenrechte, 10. Dezember 1999

NEW YORK, 10. Dezember 1999 – Der Jahrestag der Annahme der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wird in aller Welt als Tag der Menschenrechte begangen. Aus diesem Anlass hat Generalsekretär Kofi Annan folgende Erklärung veröffentlicht:

Der Tag der Menschenrechte 1999 ist ein Tag des Gedenkens und ein Tag der Erneuerung. Heute gedenken wir der vielen Opfer von Menschenrechtsverletzungen im Verlauf dieses Jahrhunderts. Heute bekennen wir uns erneut dazu, die Menschenrechte für die ganze Menschheit konkret zu verwirklichen und keine ferne Hoffnung bleiben zu lassen.

An diesem letzten Tag der Menschenrechte im 20. Jahrhundert wollen wir uns verstärkt darum bemühen, Rassismus in allen seinen Ausprägungen zu bekämpfen. Rassismus, Diskriminierung, Fanatismus und Intoleranz waren die eigentlichen Ursachen für die größten Verbrechen und die blutigsten Kriege dieses Jahrhunderts. Gleichzeitig hat es in diesem Jahrhundert aber auch wirkliche Fortschritte in Richtung Menschenrechte und gleicher Würde für alle, ungeachtet von Rasse oder ethnischer Zugehörigkeit, gegeben.

Aber unsere Arbeit ist noch lange nicht getan. Auf jedes Kind, das vom Rassismus befreit wurde, kommt ein anderes, das unter seinen grausamen Folgen leidet.

Auf jeden Mann und jede Frau, die ohne Angst vor Verfolgung leben können, kommen zu viele, die nur deshalb umgebracht worden sind, weil sie in eine bestimmte Gruppe hineingeboren wurden.

Die Narben des letzten Jahrzehnts – Ruanda, Bosnien, Kosovo – erinnern uns daran, wie Rassismus an die Substanz der Menschheit gehen kann. An diesem Tag der Menschenrechte wollen wir uns erneut zum Ideal einer multikulturellen Welt bekennen, in der alle Rassen und alle ethnischen Gruppen friedlich zusammenleben.

Wir wissen, dass das möglich ist. Und wir wissen, dass Vielfalt und Toleranz jedes Land und jedes Volk menschlich besser, stärker und reicher machen.

An der Schwelle zu einem neuen Jahrhundert wollen wir alle unseren Teil dazu beitragen, die Verständigung zu fördern und den Rassismus zu bekämpfen. Dazu müssen wir die Vielfalt annehmen, Toleranz lehren und jeden Menschen mit der Würde zu behandeln, die ihm oder ihr zusteht. Es ist einfach und es ist möglich. Es erfordert nur Menschlichkeit, die ihrem Namen gerecht wird.

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