Dienstag, 21 November 2017
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Generalsekretär Kofi Annan: Mehr gesellschaftlichen Zugang für Behinderte

UNIC/224

Erklärung zum Internationalen Tag der behinderten Menschen, 3. Dezember 1999

NEW YORK, 3. Dezember 1999 – Zum Abschluss des Jahrzehnts der Vereinten Nationen für behinderte Menschen hat der UNO-Generalversammlung 1992 den 3. Dezember zum Internationalen Tag der behinderten Menschen erklärt, Generalsekretär Kofi Annan hat aus diesem Anlass folgende Erklärung veröffentlicht:

Das Thema des diesjährigen Internationalen Tages der behinderten Menschen – mehr gesellschaftlicher Zugang - erinnert uns daran, dass viele behinderte Menschen wesentliche Versorgungseinrichtungen der Gesellschaft nicht nutzen können. Dies stellt eine Form von Diskriminierung dar und bedeutet verlorene Chancen.

Für mehr als eine halbe Milliarde Menschen weltweit heißt mehr gesellschaftlicher Zugang vor allem, eine Ausbildung zu erhalten, arbeiten zu können und am Leben der Gemeinschaft teilzuhaben, was ihnen sonst verwehrt bliebe. Für viele Behinderte ist das eine Grundvoraussetzung für Chancengleichheit und ein Schlüssel zur Wahrnehmung ihrer bürgerlichen, politischen, sozialen und kulturellen Rechte. Für die Vereinten Nationen ist das ein wichtiges Anliegen, das in ihrem Gründungsprinzip der Gleichheit aller menschlichen Wesen wurzelt.

Während sich computergestütztes Lernen und Kommunizieren immer weiter verbreiten, muss besonderen Bedürfnissen Rechnung getragen werden. Geschieht dies nicht, bleibt die technologische Revolution für viele begabte Menschen unerreichbar, und die möglichen Leistungen dieser Menschen gehen uns verloren.

Wir dürfen nicht vergessen, dass 80 Prozent aller behinderter Menschen weltweit in Entwicklungsländern leben. Die meisten haben noch nie ein Telefon benutzt, ganz zu schweigen von einem Hochgeschwindigkeitscomputer. An vielen Orten entscheidet der Zugang zu Wasser, Lebensmitteln und medizinischer Versorgung über Leben und Tod der Menschen, die infolge mangelhafter Ernährung, Landminen oder brutaler Terroranschläge behindert wurden. Es muss unsere höchste Priorität bleiben, die Grundbedürfnisse dieser Menschen zu erfüllen.

Lassen Sie uns heute unseren Vorsatz bekräftigen, im neuen Jahrtausend eine wirklich zugängliche, fürsorgliche und nicht ausgrenzende Gesellschaft aufzubauen.

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