Samstag, 25 November 2017
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Förderung der Beziehung zwischen Umwelt- und Handelspolitik

UNIC/218

UNEP fordert integrierten Ansatz für die Verhandlungen einer neuen Handels- und Umweltpolitik auf der WTO-Konferenz in Seattle

NAIROBI, 25. November 1999 (UNEP) – Kurz vor der Dritten Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO), die vom 30. November bis 3. Dezember 1999 in Seattle stattfinden wird, hat das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gefordert, dass Handels- und Umweltpolitik künftig nicht mehr losgelöst voneinander betrachtet und diskutiert werden sollten. Wie UNEP-Exekutivdirektor Klaus Töpfer verlauten ließ, müsse dringend ein integrativer Ansatz verfolgt werden, um das Ziel einer weltweit nachhaltigen Entwicklung zu erreichen. Dabei sollen die positiven Auswirkungen des Welthandels auf die Umwelt so hoch wie möglich gehalten werden.

“Die Bedrohungen für unsere Umwelt nehmen stetig zu. Erosion und Erwärmung des Klimas, steigende Armut großer Teile der Weltbevölkerung sind nur einige Beispiele für die Herausforderungen, die eng mit der Globalisierung zusammenhängen, und denen wir uns heute dringender denn je stellen müssen. Wir müssen gewährleisten, dass sich Handels- und Umweltpolitik gegenseitig ergänzen und unterstützen,“ sagte Töpfer.

“Weitere Handelsliberalisierungen sollten nicht als isoliertes Ziel angestrebt werden, vielmehr müsse man darin ein weiteres Instrument sehen, mit dessen Hilfe wir nachhaltige Entwicklung fördern können. Handelsliberalisierungen sollten dazu dienen, Umwelt und nachhaltige Entwicklung voranzutreiben,“ fügte Töpfer hinzu.

Regierungsvertreter werden in Seattle eine weitere Handelsrunde einläuten und darüber entscheiden, in welchem Umfang umweltbezogene Aspekte in die Verhandlungen eingehen sollen. Für viele Delegierte und Beobachter ist diese Frage der umstrittenste Punkt der laufenden Debatte.

“Seattle bietet der internationalen Gemeinschaft die Chance, das Zusammenwirken von Handels- und Umweltpolitik positiv zu verstärken,“ sagte Töpfer. Er begrüßte in diesem Zusammenhang auch die Deklaration über Handel und Umwelt, die Präsident Clinton letzte Woche als Leitlinie für die US-Delegation bei den Verhandlungen in Seattle vorstellte.

UNEP ist der Ansicht, dass auf nationaler und internationaler Ebene mehr getan werden muss, um die Länder auf die bevorstehenden umwelttechnischen Herausforderungen vorzubereiten, die durch die Handelsliberalisierung entstehen werden.

Daher unterstützt UNEP Entwicklungsländer in ihren Bemühungen, den Umweltschutz zu verbessern. Zunächst werden dabei sogenannte Umweltbewertungen durchgeführt und anschließend sollen nationale umweltpolitische Strategien entwickelt werden, um wirtschaftliche, umweltbezogene und soziale Überlegungen in die Handelspolitik einzubinden.

Diese Fortbildungsprogramme, die ebenso die Auswirkung der Handelspolitik auf die Umweltpolitik analysieren sollen, sind Teil eines kürzlich von UNEP und WTO vereinbarten Kooperationsvertrages. Dieser Rahmenvertrag baut auf der derzeitigen Zusammenarbeit zwischen UNEP und WTO auf und betont die Bedeutung einer weiterführenden Kooperation zwischen den Handels- und Umweltsekretariaten beider Organisationen.

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