Dienstag, 21 November 2017
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Generalsekretär Kofi Annan: Neue Jobs und bessere Infrastruktur für afrikanische Städte

UNIC/215

Erklärung zum „Tag der Industrialisierung Afrikas“ (20. November) unterstreicht auch notwendige Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion

NEW YORK, 12. November – Aus Anlass des „Tages der Industrialisierung Afrikas“, der am 20. November begangen wird, hat UNO-Generalsekretär Kofi Annan folgende Erklärung veröffentlicht:

Ich freue mich, Ihnen meine besten Wünsche zum Tag der Industrialisierung Afrikas zu übermitteln. Für die wirtschaftliche Lebensfähigkeit des Kontinents und seine wirkungsvolle Integration in die Weltwirtschaft des 21. Jahrhunderts ist die Industrialisierung Afrikas eine ganz entscheidende Aufgabe. Das diesjährige Motto des Tages - „Vom Bauernhof zur Fabrik, für eine bessere Zukunft“ - unterstreicht den wichtigen Zusammenhang zwischen landwirtschaftlicher Entwicklung und Industrialisierung.

Aufgrund der gegenwärtigen Wachstumsrate afrikanischer Städte werden in 25 Jahren mehr als 50 Prozent der afrikanischen Bevölkerung in Städten leben. Daher müssen wir jetzt damit beginnen, neue Jobs und verbesserte Infrastruktur in den Städten zu entwickeln und gleichzeitig die landwirtschaftlichen Erträge stabilisieren und vergrößern. Um dies zu erreichen, müssen wir den Außenhandel beschleunigen, die regionale Integration vorantreiben und Anreize für ausländische Direktinvestitionen schaffen.

Die Realitäten des Welthandels ändern sich so schnell, dass die Entwicklungsländer nicht Schritt halten können. Manche Änderungen, wie Zollsenkungen oder die Beseitigung anderer Handelsschranken, wirken sich zu ihren Gunsten aus, wenn - was nicht allzu oft passiert - diese Änderungen überhaupt greifen oder nicht durch andere Importbarrieren wieder aufgehoben werden. Andere Veränderungen richten sich gegen die Entwicklungsländer - etwa die zunehmende Betonung von Wettbewerbsfaktoren wie Qualität, Design und Wartungsdienste statt Preis. Wir müssen uns nicht nur dafür einsetzen, Afrikas Produktionspotential in Industrie und Landwirtschaft zu erhöhen, sondern wir müssen auch ein nachsichtigeres wirtschaftliches Umfeld schaffen. Langfristig wird davon die gesamte Weltwirtschaft profitieren. Für die Verbesserung der Produktionskapazitäten spielt der größere Zugang zu Fachwissen und Berufsausbildung eine entscheidende Rolle. Nur jene Länder, die es schaffen, hochwertige Waren zu exportieren, werden in ihrer Entwicklung erfolgreich sein.

Auf dem Weg zur Industrialisierung erfüllen die Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO), gemeinsam mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) entscheidende Aufgaben. Diese Programme müssen ihre Bemühungen abstimmen, um zu einem breiteren Ansatz zur Bewältigung aller anstehenden Probleme der Industrialisierung in Afrika zu gelangen. Ich wünsche Ihnen allen Erfolg für Ihre Vorhaben.

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