Samstag, 25 November 2017
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Generalsekretär Kofi Annan: Ein sicheres Dach über dem Kopf verbessert das Leben in der Stadt

UNIC/204

Welt-Habitat-Tag, 4. Oktober 1999

NEW YORK, 1. Oktober 1999 – 1985 hat die UNO-Generalversammlung den ersten Montag im Oktober zum Welt-Habitat-Tag erklärt. Der Tag wurde zum ersten Mal im Jahr 1986 begangen, genau 10 Jahre nach der Internationalen Konferenz der Vereinten Nationen über das Wohn- und Siedlungswesen in Vancouver, Kanada. Anlässlich des diesjährigen Welt-Habitat-Tages hat Generalsekretär Kofi Annan folgende Erklärung veröffentlicht:

Zu Anfang dieses Jahrhundert lebte einer von zehn Menschen in der Stadt. Heute lebt mehr als die Hälfte der Menschheit in Städten. Das sind mehr als drei Milliarden Menschen. Wie sehen die Lebensumstände dieser drei Milliarden an der Schwelle zum neuen Jahrtausend aus?

Der Reiz der Stadt hat immer darin bestanden, dass sie Gelegenheiten und Chancen für ein besseres Leben bietet. Aber viel zu oft hat sich diese Erwartung nicht erfüllt. Die meisten Städte sind heute streng nach Klassen-, Rassen- oder ethnischer Zugehörigkeit (oder nach allen drei Kriterien) geteilt. Millionen Menschen leben in übervölkerten Elendsvierteln und besetzten Häusern, ohne Zugang zur allgemeinen Grundversorgung. Und Millionen der am wenigsten geschützten Menschen sind Frauen.

Diese Menschen führen ein ungesichertes Leben und haben wenig oder gar kein Mitspracherecht bei den Entscheidungen, die ihr Leben bestimmen. Aber wir können ihnen helfen, aus dieser Misere auszubrechen. Wir können ihnen sichere Unterkünfte geben. Wir können ihnen ein größeres Mitspracherecht in ihren Stadt- und Bezirksverwaltungen einräumen. Die Habitat-Agenda lehrt uns, dass dies wichtige Maßnahmen zur Verbesserung des Lebens in der Stadt sind.

Unzählige Beispiele führen uns vor Augen, dass Menschen viel eher bereit sind, in die Verbesserung ihrer Wohnung, ihrer Nachbarschaft und letztlich auch ihrer Gemeinde zu investieren, wenn ihr Wohnen gesichert ist. Und dass die gesamte Umwelt davon profitiert, wenn lokale Verwaltungen in wirklicher Partnerschaft mit der Zivilgesellschaft, die arme Stadtbevölkerung eingeschlossen, zusammenarbeiten.

An diesem letzten Welt-Habitat-Tag im 20. Jahrhundert wollen wir uns erneut zu dem Ziel bekennen, die Habitat-Agenda umzusetzen und zu gewährleisten, dass alle Menschen in der Stadt, ob jung oder alt, reich oder arm, Mann oder Frau, an den Entscheidungen, die ihr Leben berühren, beteiligt werden. Denn Städte, die das schaffen, sind in der Tat “Städte für alle“. Wir sollten jetzt anfangen, an solchen Städten zu arbeiten.

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