Dienstag, 21 November 2017
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UNEP/WHO machen sich gemeinsam für Umwelt und Gesundheit stark

UNIC/194

Weltweit sterben jährlich mehr als 2,5 Millionen Kinder an Krankheiten, die durch verseuchtes Trinkwasser und belastete Nahrung verursacht werden

ARENDAL/NAIROBI 23. August 1999 – Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich zusammengetan, um gemeinsam gegen die zunehmende Gefahr umweltbedingter Krankheiten vorzugehen. Der Exekutivdirektor von UNEP, Dr. Klaus Töpfer und Dr. Gro Harlem Brundtland, Generaldirektorin der WHO, haben am 23. August 1999 in Arendal, Norwegen, eine Vereinbarung über Umwelt und Gesundheit unterzeichnet.

Die Vereinbarung festigt eine seit langem bestehende Kooperation zwischen den beiden Schwesterorganisationen. Gemeinsame Anstrengungen betreffen Monitoring- und Evaluierungsmassnahmen im Bereich physisch, chemisch oder biologisch bedingter Luft-, Wasser und Nahrungsmittelverschmutzung, Projekte zum Umweltmanagement in der Chemieindustrie und Untersuchungen über Gesundheitsbelastungen durch globale Umweltveränderungen.

Ansteckende Krankheiten sind gegenwärtig für 37 Prozent der Todesfälle weltweit verantwortlich. Schätzungen zufolge sind weitere 40 Prozent der Todesfälle auf umweltbedingte Faktoren und insbesondere auf organische und chemische Verschmutzungen zurückzuführen. 1,3 Milliarden Menschen leben in absoluter Armut und 2,5 Millionen Säuglinge und Kinder sterben jedes Jahr an Durchfallerkrankungen, die durch verseuchtes Trinkwasser und belastete Lebensmittel verursacht werden.

Dr. Töpfer sagte, „die Partnerschaft zwischen diesen Organisationen, die sich beide mit zunehmend brisanten Themen beschäftigen, ist ein deutliches Zeichen für eine neue Epoche verstärkter Zusammenarbeit, die durch die UN-Reform ins Leben gerufen wurde.“

„Umweltschutz und Gesundheit sind eine globale Herausforderung“, sagte Dr. Brundtland. „Die Zusammenarbeit von WHO und UNEP kann einen Beitrag leisten, die Gesundheit vieler Völker dieser Erde auch in Zukunft zu sichern“, betonte sie.

Die Vereinbarung beinhaltet eine Kooperation in Bezug auf Themen wie Klimaveränderung und Gesundheit, globale Überwachung umweltbedingter Krankheiten, Gesundheit von Bewohnern der Arktisregion, Umweltkatastrophen und Gesundheit sowie die Auswirkungen von Verkehr auf die Gesundheit.

Die Organisationen werden auch zusammenarbeiten, um vorgeschlagene politische Leitlinien und Programme auf ihre Gesundheits- und Umweltverträglichkeit zu prüfen. Sie werden die Beziehung zwischen Gesundheit, Umwelt, Entwicklung und Wirtschaft untersuchen und sowohl Gesundheits- als auch Umweltfragen auf nationaler Ebene in Wirtschaftspolitik, Gesetzgebung und Management integrieren.

Ausserdem wird die Zusammenarbeit noch in weiteren Feldern intensiviert. Chemikalien sollen geprüft werden, bevor sie auf den Markt kommen, es sollen Programme zur Verbesserung der Wasserqualität initiiert und Studien über die Auswirkungen von Klimaveränderungen auf die Gesundheit durchgeführt werden.

WHO und UNEP werden die intersektorale Zusammenarbeit mit vereinten Kräften auf lokaler, nationaler, regionaler und internationaler Ebene stärken, um Gesundheit und Umwelt zu fördern.

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Weitere Informationen:
Tore J. Brevik, Pressesprecher von UNEP und Direktor der „Communications and Public Information Branch“, P.O. Box 30552, Nairobi, Kenia, Tel: (00254-2) 62 32 92; Fax: 62 36 92; E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder
Dr. R. Helmer, Direktor der Abteilung für Umweltschutz, WHO; 20, Av. Appia, CH-1211 Geneva 27. Tel: (0041-22) 791 37 61, Fax: 791 41 27, E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.   

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