Donnerstag, 23 November 2017
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Generalsekretär Kofi Annan: „Nach Jahrhunderten der Not soll es für autochthone Völker eine bessere Zukunft geben“

UNIC/191

Erklärung zum Internationalen Tag der autochthonen Bevölkerungsgruppen, 9. August 1999

NEW YORK, 9. August 1999 – Zum Internationalen Tag der autochthonen Bevölkerungsgruppen hat UNO-Generalsekretär Kofi Annan folgende Erklärung veröffentlicht:

Heute begehen wir den fünften Internationalen Tag der autochthonen Bevölkerungsgruppen der Welt. Dieser Tag bietet uns eine Gelegenheit, die Aufmerksamkeit der Welt auf die autochthonen Bevölkerungsgruppen unseres Planeten zu lenken, über ihren Beitrag zur Vielfalt auf dieser Welt nachzudenken und ihn zu würdigen. Mit ihrer Musik, ihrer Kunst, ihrer Sprache und ihrem Lebensstil, bereichern sie unseren Planeten in einer Weise, die ihre einzigartige Beziehung zu ihrer Umwelt und ihren tiefen Respekt vor dieser widerspiegelt.

Dieser Internationale Tag wurde 1995 eingerichtet, im gleichen Jahr, in dem auch die Internationale Dekade der autochthonen Bevölkerungsgruppen ausgerufen wurde. Durch die Dekade sollen die internationalen Maßnahmen zur Bewältigung der Probleme verstärkt werden, mit denen sich autochthone Bevölkerungsgruppen in den Bereichen Menschenrechte, Umwelt, Erziehung und Gesundheit konfrontiert sehen.

Eines der wichtigsten Ziele der Dekade ist die Annahme des Entwurfs der Erklärung der Vereinten Nationen über die Rechte autochthoner Bevölkerungsgruppen. Die autochthonen Völker und die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen stehen darüber in kontinuierlichem Dialog. Ein weiteres Ziel ist die Einrichtung eines ständigen Forums für autochthone Bevölkerungsgruppen innerhalb des Systems der Vereinten Nationen. Man hofft, daß ein solches Forum, das die Teilhabe autochthoner Völker im System der Vereinten Nationen gewährleistet, noch vor Ende der Dekade etabliert werden kann.

Keines dieser Ziele kann ohne die finanzielle Unterstützung von Regierungen umgesetzt werden. Über unsere zwei freiwilligen UNO-Fonds werden Vertretern autochthoner Bevölkerungsgruppen Reisezuschüsse gewährt, damit sie an Konferenzen der Vereinten Nationen teilnehmen können. Außerdem werden so auch autochthone Projekte und Programme während der Dekade finanziert. Die Fonds sind auf Spenden angewiesen.

Wenn wir diesen Tag heute zum letzten Mal in diesem Jahrhundert begehen, sollten wir uns an die vielen Jahrhunderte der Not erinnern, die autochthone Bevölkerungsgruppen überall auf der Welt durchlitten haben, und geloben, daß das nächste Jahrhundert besser wird. Wir erkennen die Unauslöschbarkeit und den Reichtum des autochthonen Erbes unserer Welt an und verpflichten uns, dafür Sorge zu tragen, daß für diese alten Traditionen eine neue Zeit beginnt - eine Ära, in der sie nicht nur überleben, sondern auch wiederbelebt werden.

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