Dienstag, 21 November 2017
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Generalsekretär Kofi Annan: Ein aktives Leben trägt zum Erhalt der Gesundheit älterer Menschen bei

UNIC/159

Erklärung zum Weltgesundheitstag, 7. April 1999

NEW YORK, 7. April – „Aktiv leben – gesund alt werden“ – das Motto des diesjährigen Weltgesundheitstages zielt zuerst und hauptsächlich auf die 580 Millionen Männer und Frauen weltweit, die heute 60 Jahre und älter sind. Aber es betrifft auch uns andere, ungeachtet unseres Alters: zum einen, weil wir ja alle älter werden und zum anderen, weil die durchschnittliche Lebenserwartung im Laufe des letzten Jahrhunderts um 30 Jahre angestiegen ist.

In 50 Jahren wird es mehr ältere Menschen als Kinder geben. Aus diesem Grund wurde das Jahr 1999 zum Internationalen Jahr der älteren Menschen erklärt. Und dies ist auch der Grund warum die Frage des Alterns der Weltbevölkerung auf der im Sommer stattfindenden Sondersitzung der Generalversammlung zur Überprüfung der Fortschritte, die bei der Umsetzung des auf der Weltbevölkerungskonferenz in Kairo 1994 verabschiedeten Aktionsprogramms gemacht wurden, eine herausragende Rolle spielen wird. Wir sind, kurz gesagt, mitten in einer demographischen Revolution, deren soziale und ökonomische Folgen wir nicht ignorieren können.

Wenn wir diese Herausforderung meistern wollen, müssen wir die überkommenen Bilder von älteren Menschen ändern. Das bedeutet, daß wir den älteren Teil der Bevölkerung nicht länger als eine Last betrachten, sondern eher als eine Schatzgrube von Erfahrungen und Weisheiten, die im Laufe des Lebens erworben wurden. Das bedeutet, daß wir das ungeheure Potential älterer Menschen und den unschätzbaren Beitrag, den sie für die Gesellschaft leisten können, anerkennen.

Man muß älteren Menschen die Möglichkeit geben, dieses Potential nutzbar zu machen. Gute Gesundheit ist zwar die Voraussetzung, um aktiv zu bleiben, aber es ist auch richtig, daß ein aktives Leben zum Erhalt der Gesundheit beiträgt. Dies erfordert integrierte Maßnahmen in verschiedenen Bereichen, von der Gesundheitsfürsorge und den sozialen Diensten bis hin zu Arbeit, Weiterbildung, Freizeit und Information.

Und wenn ein längeres Leben für alle ein erfüllteres Leben sein soll, dann muß in alle Lebensphasen investiert werden. Bedauerlicherweise werden nicht alle Menschen mit den gleichen Chancen geboren und Ungleichheiten tendieren dazu, sich fortzusetzen und sich im Laufe der Zeit zu verstärken. Armut, niedriger Bildungsstand und sogar der Umstand, eine Frau zu sein, sind Faktoren, die häufig die Chance auf ein aktives und erfülltes Altern verringern. Wie in der Kindheit ist auch am Ende des Lebens ein maßgeblicher Teil der Ungleichheiten auf Ungerechtigkeiten zurückzuführen, die wir mit all unserer Kraft bekämpfen können und müssen.

Der Weltgesundheitstag 1999 bietet uns die Gelegenheit, erneut zu bekräftigen, daß alle Menschen ungeachtet ihrer Herkunft, ihres Geschlechts oder ihres Alters, in ihrer Würde gleich sind. Er ist auch Anlaß, uns daran zu erinnern, daß es das höchste Ziel aller Bemühungen der Vereinten Nationen ist, zum Fortschritt der Menschheit beizutragen, indem jedem Menschen, ohne Ausnahme, geholfen wird, sich in allen Phasen seines Lebens voll zu entwickeln.

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WEITERE INFORMATIONEN: Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter folgender Adresse: http://www.who.org/whday/en/whday1999.html

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